Wochenspruch

Worte zum Tag

Inklusion

Das Bild, dass wir uns von Menschen, die mit Einschränkungen leben machen, hat sich im Laufe der letzten hundert Jahre stark gewandelt. Wir haben verstanden: Menschen mit "Behinderungen" sind nicht mehr oder weniger "wert" als andere. Eine Erkenntnis, die aus biblischer Tradition schon lange zu gewinnen war: "denn vor Gott gibt es kein Ansehen der Person".

Aber wie soll das in den Alltag einer Schule übersetzt werden. 2009 hat die Bundesregierung die Menschenrechte, die die UNO für Menschen mit Einschränkungen festgelegt hat, auch für Deutschland übernommen. Seitdem sind die Bildungspolitiker und - praktiker nun auch juristisch gefordert, diesen Anspruch auch zumzusetzen. Ein anspruchsvolles Unterfangen! Die sonderpädagogischen Einrichtungen werden deswegen nicht einfach aufgelöst, wohl aber einzelne Kinder auf Wunsch und Antrag der Eltern - wenn irgend möglich - in einer Regelschule betreut. Für Lehrer/innen, Eltern und Kinder ein ambitioniertes Unterfangen.

Bis 2013 wurden in Baden Württemberg sechs Landkreise ausgewählt, darunter auch der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, in dem dies erprobt werden soll. Nach einer Evaluationsphase soll es dann für ganz Baden-Württemberg umgsetzt werden.

Das ist nur zu begrüßen. Allerdings müssen auch von Seiten des Staates die notwendigen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Denn wie sollen die Schulämter und Schulen, die anfallende Mehrarbeit verteilen? Hier bleibt zu hoffen, dass die Politik nicht auf halbem Wege stehen bleibt.

Ihre Meinung zu diesem Thema können Sie uns gerne unter: schuldekanat@ekbh.de mitteilen.

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