Wochenspruch

Worte zum Tag

Synode verteilt eine Vielzahl von Aufgaben

09.04.2014

Die Bezirkssynode kam zu ihrer konstituierenden Tagung zusammen. Hauptschwerpunkt waren die Wahlen für die zahlreich zu vergebenden Bezirksämter.

Nachdem mit den Kirchenwahlen im Herbst 2013 in allen Gemeinden neue Ältestenkreise gewählt worden sind, hat es einen deutlichen Wechsel bei den Delegierten in die Bezirkssynode – in etwa das Parlament des Kirchenbezirks – gegeben. Ungefähr ein Drittel der anwesenden Synodalen nahm zum ersten Mal teil. Dekan Hans-Joachim Zobel zog im einleitenden Gottesdienst einen Vergleich zum Evangelium des folgenden Sonntags, in dem vom Weizenkorn die Rede ist, das sterben muss, um Frucht zu bringen: „Selbst wenn nur eine Person neu delegiert worden wäre, hätten wir eine neue Synode. Deshalb müssen wir darauf achten, uns neu zu finden – diejenigen, die schon viele Jahre diese Arbeit kennen – mit denen, für die das Stichwort ‚Bezirkssynode‘ erst noch mit Leben und Erfahrung gefüllt werden muss.“ Im Rahmen des Gottesdienstes wurden die 91 anwesenden Delegierten feierlich verpflichtet.

Nach einer Einheit, die dem Kennenlernen der Synodalen diente, lag der Schwerpunkt der Tagung auf einer Fülle von Wahlen. Insgesamt 45 Ämter waren zu besetzen – Stellvertretungen nicht eingerechnet. Neben der Leitung der Synode und Leitungsaufgaben im Bezirk gehörten dazu unter anderem drei Ausschüsse (Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit und Diakonie) sowie die Vertretung des Bezirks in verschiedenen überbezirklichen Gremien.

Stimmte zum Teil die Zahl der vorgeschlagenen Kandidierenden mit den zu vergebenden Plätzen überein, so dass die Synode nur noch bestätigen musste, war das Rennen um andere Aufgaben manchmal denkbar knapp. Zwei Stimmen Unterschied gaben den Ausschlag, wer als dritte Person den Bezirk in der Landessynode vertreten wird. Gewählt wurden Mechthild Aldinger (Saig), Pfarrer Armin Graf (Neuenburg) sowie Dr. Wolfgang Schmidt (Bötzingen). Bei der Wahl in den Aufsichtsrat des Diakonischen Werks wurde wegen Stimmengleichheit eine Stichwahl notwendig.

Zum Vorsitzenden der Bezirkssynode wurde Pfarrer Dietmar Bader (Badenweiler) gewählt, der entsprechende Erfahrung aus seiner Zeit im Bezirk Villingen mitbringt. Vertreten wird er von Ulrike Müller (Stegen) und Karl-Heinz Brenn (Bötzingen). Nach einer Übergangszeit soll einer dieser beiden den Vorsitz übernehmen, weil die Synode – gut evangelisch – Wert darauf legt, auf Dauer von einer ehrenamtlichen Person geleitet zu werden. Dekanstellvertreter Hellmuth Wolff (Hinterzarten) wurde im Amt bestätigt. Neu zum Dekanstellvertreter gewählt wurde Fritz Breisacher (Ehrenkirchen). Er setzte sich gegen den Kandidaten aus der Region Markgräflerland, Dr. Gernot Schulze-Wegener (Auggen), durch. Damit liegt der Predigtort des Dekans künftig in Bad Krozingen, wo bis Ende des Jahres das neue Dekanatszentrum entsteht. Zum neuen Diakoniepfarrer wählte die Synode Rolf Kruse (Bad Krozingen).

In der insgesamt 5 ½ stündigen Tagung bewiesen besonders die ehrenamtlichen Delegierten großes Engagement und die neue Synode erwies sich als arbeitsfähig. Die nächste Aufgabe der Synode wird sein, am 27. Mai einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Dekan Zobel zu wählen, der Ende des Jahres in den Ruhestand geht.


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