Wochenspruch

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Kirchenbezirk will Profil schärfen

28.06.2008

Die Synodalen des Kirchenbezirks Breisgau-Hochschwarzwald berieten am Freitag (27.6.2008) über den Haushaltsplan für die Jahre 2008 und 2009 und hörten den Bericht von Dekan Hans Joachim Zobel über die ersten neun Monate seiner Amtszeit.

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"Was würde eigentlich fehlen, wenn es den Kirchenbezirk nicht gäbe". Diese Frage stellte der Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Breisgau-Hochschwarzwald, Hans Joachim Zobel, am Freitagabend (27.6.2008) in seinem ersten Bericht den etwa 70 Synodalen des neuen Kirchenbezirks. Seit neun Monaten leitet er mit den Synodalen den größten Kirchenbezirk in der evangelischen Landeskirche in Baden. Im evangelischen Gemeindehaus in Mengen hatten sich Delegierte aus den 33 evangelischen Kirchengemeinden des Hochschwarzwaldes, aus dem Markgräflerland und dem Kaiserstuhl versammelt. Sie wurden vom neuen Synodenvorsitzenden Norbert Rieflin aus Bischoffingen begrüßt. Nach den Haushaltsberatungen für die Jahre 2008 und 2009 ging Dekan Zobel auf die Ziele ein, die ihm für die Arbeit in den nächsten Jahren wichtig sind.

Dabei steht für ihn die Gemeinschaft untereinander an erster Stelle. Überregionale Veranstaltungen und Arbeitsbereiche, die von einer Gemeinde alleine nicht bewältigt werden können, bereichern das kirchliche Leben und kommen allen Gemeinden zugute. Eine lebendige Gemeinschaft entwickelt zugleich Kraft, nach außen in die Gesellschaft hinein zu wirken. Das gilt besonders für das diakonische Engagement der Kirche, dem Zobel sich verstärkt widmen will. Diakonie sei "eine Wesensäußerung von Kirche". Und es gilt für die Partnerschaftsarbeit mit dem Kirchenbezirk Bui in Kamerun, mit dem eine Partnerschaftsvereinbarung geschlossen wurde. Fair gehandelter Kaffee aus dieser Region Kameruns wird nach dem Motto "1000 Gemeinden trinken fair" verkauft. Im Jahr 2009 erwartet der Kirchenbezirk den Besuch einer Delegation aus Kamerun.

Gemeinsam mit den Gemeinden und den Synodalen will Zobel in den nächsten Jahren ein Profil des Kirchenbezirks entwickeln und sich dabei von den "großen Bildern der Bibel" anregen lassen. Die Christen und die evangelische Kirche sind unterwegs als "wanderndes Gottesvolk". Sie leben zusammen im "Haus der lebendigen Steine". Als "Leib Christi" sind sie verbunden mit Christen in aller Welt und nehmen als "Salz der Erde" ihre Verantwortung in dieser Welt wahr. Zobel betonte mehrfach, dass diese Leitbilder nur gemeinsam entwickelt und in die Tat umgesetzt werden können. Ihm war die Vorfreude auf die Arbeit anzumerken. "Vor uns liegt eine spannende Zeit."

Zum Schluss dankte er allen, die sich in den vielen Arbeitsfeldern schon eingebracht haben, besonders Schuldekan Dr. Uwe Hauser, der "die Bedeutung und die Wichtigkeit des Religionsunterrichtes persönlich repräsentiert". Auf die Anregungen, die vom neuen Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald ausgehen werden, darf man also gespannt sein.

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