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13.11.2017

Bezirkssynode in Hartheim (10.11.2017)

Eine Bildergeschichte mit Überschriften aus Mörikes Idyll vom Bodensee 

HERBSTSYNODE 2017 4 Martin Luther Haus in  Hartheim

Dies nun alles genau so wie sie es hatten beschlossen führten sie herzhaft aus;

Manchmal holt einem das eigene Verhalten doch wieder ein, in diesem Fall der für manche überfallartig eingebrachte Tagesordnungspunkt einer Resolution zur Abschiebung nach Afghanistan in der letzten Bezirkssynode. Einige ärgern sich über die moralische Keule, die sie geschwungen sahen, anderen fühlten sich überrumpelt und wieder andere meinten, sie hätten ein Informationsdefizit zum Thema. Zumindest dem letzten Einwand sollte man wirklich Rechnung tragen, denn das Land verdient Aufmerksamkeit, kommt es doch seit 1979 nicht mehr aus den Schlagzeilen der Weltpolitik heraus. Das löst aber noch nicht das Problem, dass eine sich halbjährlich treffende Synode so niemals etwas zu aktuellen Fragen sagen kann.

HERBSTSYNODE 2017 1 Dietmar Bader, Vors. der Bezirkssynode

Am Ende sind alle froh, dass wir, der oft verschrieenen Technik sei Dank, aktuelle Tagesordnungspunkte künftig wenigstens 48 Stunden vorher per Mail verschicken werden, auf dass sich jeder seine Gedanken machen könne.

Schwebe nunmehr, o mein Lied, feldwärts auf beweglichen Schwingen!

Jetzt machen wir halt ein wenig Tralala… sagte eine Lehrerin, als sie unvorbereitet von jetzt auf nachher eine Vertretungsstunde halten musste - im Fach Musik. Also machen wir es auch so, ein wenig Tralala, und singen, unvorbereitet Lieder des neuen Anhangs. Denn bis auf sechs (!!!) beati possidentes hat niemand den Entwurf, der aber schon beschlossen ist, in Händen. Also wissen wir wenig bis gar nichts über die neuen Lieder, ihren Stil, die Texte (so sie welchen haben) und welchem Trend sie also folgen mögen. Wir sollten uns auch zur Typografie äußern, wissen aber nicht, wie sie aussieht. Ja, wir sollten uns mit dem neuen Anhang beschäftigen, meinte die Landessynode, nur dass wir das nicht können, mangels Material. Also, außer Spesen nichts gewesen? Nein, so kann man das nicht sehen. Denn wir haben aus dem Anhang das Lied »You never walk alone« gelernt, wie man es zu Liverpool an der Anfield Road singt. Wenn also jemals wieder Angelsachsen uns besuchen oder wir den FC Liverpool, dann haben wir gemeinsam was zu singen.

HERBSTSYNODE 2017 2 Gabriele Wegner

In Vertretung der erkrankten Frau Konnerth übernahm dankenswerterweise Gabriele Wegner die undankbare Aufgabe, uns etwas nahe zu bringen, über das es längst nichts mehr zu beraten oder beschließen gibt. Chapeau!

Ländliche Muse! nun hemme den Schritt und eile so rasch nicht, fort an das Ziel! Du liebest ja stets nach der Seite zu schweifen, und ruhst wo dir's gefällt.

So dachte sich wohl auch unser Dekan und hob an zu berichten aus der Arbeit des Bezirkskirchenrates, verweilte beim zu Ende gehenden Jubeljahr und freute sich - zurecht - an den Aktionen und erst recht am Bezirksgottesdienst des Reformationstages, wusste zu berichten, dass zum 1.1.18 nun endlich der Diakonieverband gegründet werden könne, lobte - wieder zurecht - die Arbeit Detlev Theobalds (KrafTraum, Forum Courage), erwähnte lobend den Vorsatz der Landeskirche, dass nunmehr das evang. Profil der Kindergärten geschärft werden solle, verschwieg nicht, dass wir in den letzten vier Jahren 2000 Kirchenmitglieder verloren haben, also gut eine Gemeinde und begrüßte endlich die neuen Hauptamtlichen des Bezirks: Laura Artes und Célina Häs und säumte nicht, Meike Gebhardt und Florian Böcher zum glücklichen Ende ihrer Ausbildung zu gratulieren.

HERBSTSYNODE 2017 6 Dekan Rainer Heimburger

Er lobte - zurecht - die Querschnittvisitationen, die endlich etwas bewirken, was manche zu kühnen Köpfe als selbstverständlich erachtet hätten: Dass sich die (Nachbar-)gemeinden endlich einmal gegenseitig wahrnähmen: »Die haben ja dieselben Probleme wie wir!«. In der Aussprache gab es auch Raum, die Bescheidenheit mancher Gemeinde zu rühmen, verbunden mit der Bitte, dies doch nicht auszubeuten (dies wieder an die beati possidentes gerichtet).

O glückselige Zeit, da der Jüngling blüht und die Jungfrau! Unaufhaltsam gehst du dahin, nie wiederzukehren!

Hernach wurde uns mit Musik, Bildern und Fimen das Konficamp vorgestellt. Célina Häs gelang es, selbst hartgesottene ältere Kollegen, die schon längst der Großelterngeneration zugehören, dafür zu begeistern - und eine Synodale meinte, genau diese intensiven Erfahrungen seien es, die die Jugendlichen prägten und die ein Leben lang nicht vergessen werden. Wie recht sie hat.

HERBSTSYNODE 2017 7 Celina Häs

Es wäre schön, wenn das Konficamp eine Dauereinrichtung werden könnte, an dem sich möglichst viele beteiligen. Schuldekan Boch hat schon eine Gesprächsrunde dazu angeboten, man und frau sehe in sein bzw. ihr Mailpostfach.

Jetzo verweile mit Lust mein Blick im Kreise der Jugend

Noch was? - Richtig, die Bezirksjugendsynode und der Leitungskreis, für die Oliver Zulauf, Anja Hermann und Amélie Wyss warben: Ob den nicht die eine oder andere Gemeinde sich durchringen könnte, einen oder eine Bezirksjugendliche(n) zu entsenden? Tatsächlich lohnt sich das auf jeden Fall, denn die Gemeinschaft dort schein fänomenal zu sein.

HERBSTSYNODE 2017 8 Anja Hermann und Amélie Wyss 

Da unsere Jugend natürlich längst multimedial ist, kann man sich das sogar anschauen. »Kuckst du hier«, würde Kaya Yanar sagen: https://www.youtube.com/watch?v=_RynlILIbz4.

Selbiges Equipment (wer sagt noch Ausrüstung?) kann man beim Jugendwerk leihen!!!

Sonst noch was?

Hocherfreut war Pfarrer Dr. Bösenecker, dass nun erstmals in Hartheim so ein Großereignis wie die Bezirkssynode stattfand. Wir genossen die Gastfreundschaft, aßen Schüfeli, Krumbieresalat und Nüssli, Café gab’s auch noch, für die, die es sich leisten konnten, so spät noch so etwas zu trinken.

HERBSTSYNODE 2017 13 Manche brauchten einen Extraplatz...

Endlich erfuhren wir noch von einer erfüllenden Bläserfahrt nach Nantes (Herr Brenn), in der jedes Sprachproblem durch die Musik und den Glauben überwunden wurde,...

HERBSTSYNODE 2017 11 Herr Brenn

... ließen uns über die Kamerunpartnerschaft von Ebernhard Deusch auf den neuesten Stand bringen und nahmen ratlos zur Kenntnis, dass dort der Sprachenkonflikt wieder auflebt.

HERBSTSYNODE 2017 10Eberhard Deusch

Daniela Hammelsbeck berichtete stellvertretend noch von der letzten Landessynode. Mir blieb am deutlichsten Gedächtnis, dass es nun auch »Leben aus der Quelle 2.0« gebe. Wie beruhigend, dass es in der Landessynode auch noch Berufsjugendliche gibt.

Zum Beschluss

Kennen Sie Sedulius? Das soll der gewesen sein, der uns die unsterblichen Worte mit auf den Weg gab: »Der Herr sei vor dir, um dir den rechten Weg zu zeigen…« Ausgegraben hat dieses Wissen für uns Pfr. Dr. Bösenecker, dem ich herzlich für seine Andacht danke. Jetzt kann ich beruhigt schlafen.

HERBSTSYNODE 2017 12 Kann Pfr. Dr. Bösenecker nicht lächeln wie Mona Lisa?

HERBSTSYNODE 2017 14 Projekte, die mit den Innovationsmitteln bezahlt wurden ...

HERBSTSYNODE 2017 ... wurden auch noch vorgestellt. 

Also hän mer e schön Fährtli gmacht uf Hartheim un glohnt het sich's au, au wen mir mänkmol nüt zum melde hän, 

meint de Hellmuth Wolff vom Schwarzwald oben abe.  

No öbbis:

HERBSTSYNODE 2017 3

S'isch e bitzeli eng gsi - sotte mir statt truurig z'si lieber lache, dass vieli gemeint hän: Synode isch au ohne mi? 


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