Wochenspruch

Worte zum Tag

AUFERSTEHUNG

01.04.2016
Buchstabe für Buchstabe – Wort für Wort. Dieser Aufgabe haben sich Jugendliche aus unserem „Just“-Projekt (soziales Lernen für Jugendliche ab Klasse 9) beim Frühstück ihrer Abschlussfahrt in Berlin gestellt. Hier das Ergebnis:

A
- wie "Anfang"
U - wie "unerwartet"
F - wie "Frieden"
E - wie "Ende"
R - wie "Religion"Berliner-Skyline-beim-Sonnenaufgang
S - wie "Sonne"
T - wie "Tod"
E - wie "Ewigkeit"
H - wie "Hoffnung"
U - wie "unfassbar"
N - wie "neu"
G - wie "Glaube" und "Gott"

Stimmt das? Ich glaube schon. Ein Versuch:

Die Auferstehung macht einen neuen Anfang. Oft ganz unerwartet: Frieden, wo Streit herrschte, Freude wo Verzweiflung quälte.

Auferstehung erst am Ende des Lebens? So haben es manche Religionen verstanden. Lange. Und darauf hoffe auch ich. Und doch erinnern wir uns jeden Sonntag – ja bei jedem Aufgang der Sonne an diese Hoffnung und erleben, dass inmitten unseres Lebens Neues aufbricht.

Und der Tod? Ist er auf Ewigkeit besiegt? Ist ihm die Macht genommen? Er bleibt die Grenze unseres Denkens – nicht aber die Grenze unserer Hoffnung.

Das Leben nach dem Tod bleibt unfassbar – nicht aber die Momente, in denen in unserem Leben, etwas neu wird – oder wenn Menschen aufstehen gegen den Tod, gegen Rassismus und Menschenverachtung. Auch das ist Auferstehung. Und der letzte Gedanke der Jugendlichen zur Auferstehung: „Ja Glaube, das ist auch nicht schlecht!“

Ein Versuch – man wird sie immer wieder durchbuchstabieren müssen – die Auferstehung. Sie bleibt unfassbar – wie Gott eben, von dem wir sie erhoffen, dem wir sie verdanken. Unfassbar – die Erfahrungen mit Gott mitten im Leben und unfassbar aus welcher Hoffnung wir leben dürfen. Gott sei Dank!

Eine frohe Osterzeit wünscht Ihnen

Ihr Dirk Boch
Pfarrer, Schuldekan im Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald



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