Deutschland erliegt dem Martin-Schulz-Hype

15.03.2017
oliverzulauf [1]Diverse Umfragen zeigen: Wechselstimmung macht sich im deutschen Lande breit. Nun möchte ich keine Wahlkampfwerbung für Herrn Schulz machen. Interessant ist es aber doch, was alles in diesen Mann hinein interpretiert wird:

Dieser Tage musste ich herzhaft lachen, da nun der Kanzlerkandidat der SPD mit Chuck Norris, einem Actionhelden der 80/90-er Jahre verglichen wird. Vielleicht kennen Sie ja Chuck Norris-Witze: „Wie viele Liegestütze kann Chuck Norris? – Alle!“ Um nur einen zu nennen.

Auf Martin Schulz umgemünzt lautet nun mein Lieblingswitz: Wenn Martin Schulz ins Wasser springt, wird er nicht nass. Das Wasser wird sozialdemokratisch.

Martin Schulz, ein Mann scheinbar mit Superheldenkräften, dem sogar die Naturgewalten gehorchen?!

Da ist ein Vergleich mit Jesus naheliegend, oder? Und doch wissen die Menschen, dass Martin Schulz eben keine übermenschlichen Fähigkeiten besitzt. In Interviews wird betont, dass man die ehrliche Haut von ihm schätze. Ein Mann, der Missstände direkt anspricht und sich seiner emotionalen Seite nicht schämt.

Als Christ glaube ich, dass Jesus als Sohn Gottes Berge versetzen und Wasser zu Wein verwandeln kann. Doch ist es das, was mich an Jesus so fasziniert? Die Antwort lautet: Nein! Gerade seine Emotionalität bewegt mich. Ein Mann, der mit seinen Nächsten mit leidet, der empathisch ist, sich fürchtet, trauert, wütend und manchmal auch aggressiv ist. Und ja, auch ausgelassen und fröhlich feiern kann. All das ist menschlich, ein Mensch mitten im Leben. Nicht abgehoben. Einer, der sich nicht als etwas Besseres sieht, sondern eben „einer von uns“ ist. Das macht für mich die Strahlkraft Jesu aus.

Ich hoffe, dass eben dieser Jesus Sie in ihrem Alltag inspirieren möge.

Ihr Oliver Zulauf
Bezirksjugendreferent im Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald

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