Wochenspruch

Worte zum Tag

E bitzeli komisch losst sich des a...

15.10.2014

wolff-2014Ehre Gott mit deinen Opfern gern und reichlich, und gib deine Erstlingsgaben, ohne zu geizen. (Sirach 35,10)

Un wen mer witerliest, wird’s au nit besser: »Denn der Herr, der vergilt, wird dir’s siebenfach vergelten« (V13). Do chönnt me maine, me sot mit Gott handle: Ich gib dir des, du mir defür säll, so e Art Bestechig. Un erlaubt isch’s au no. So hen sich mänge des immer scho vorgstellt mit em Glaube. 

Guet, me sott de Zsämmehang nit vergässe. Do finde mer dann au des: »Bring deine Gabe nicht, um Gott zu bestechen, denn eine solche wird er nicht annehmen« (V14). Scho besser. Un was no wichtiger isch: »Gottes Gebote halten, das ist ein reiches Opfer (V1). Barmherzigkeit üben, das ist das rechte Lobopfer« (V4). Un au des no: »Im Haus des Herrn aber sollst du nicht mit leeren Händen erscheinen…« (V6).

Impuls wolffS’ goht nit ums Geld, s’got dodrum, was mir mache. Säll isch’s was Gott interessiert: Danken, barmherzig sein, nichts Böses tun, aufzuhören, Unrecht zu tun… Mänge wird des nit so gfalle, dass me do öbbis nit mit Geld regle cha. I mein aber, dass mir des scho lang wüsse, wil mir des au scho so erlebt hen. Natürlig isch es schwierig, mit wenig Geld us z’cho. Aber was blibt, cha me doch nit kaufe.

I glaub, wenn ihr des alles wottet verzähle, do hätte mer e schöni Ufstellig, was ihr alles scho gmacht hen: dankbar gsi un barmherzig, kei Unrecht do. No spannender wär’s aber, wenn ihr ufzähle dätet, was ihr dodefür alles z’ruck kriegt hen.

Des z’ begriffe isch’s, was eim s’ Läbe lehrt und was eim gscheit macht. Mängi merke erscht, wenn si am End uf ihre Läbe z’ ruck luege, was Gott alles für sie do het.

Besser, me wartet nit so lang un merkt bizitte, wie sich de Glaube im Läbe spieglet un wie Gott unsi Händ füllt. Wer jetz no nit weiss, was des mit dem Bildli z’ due het, muess halt none Bitzeli studiere.

Hellmuth Wolff

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