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Fußball im Herzen

01.05.2016
Nehmen Sie sich doch einen Moment Zeit, um folgenden Clip zu schauen:

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Es geht um einen Besuch beim ältesten Fanclub Deutschlands. Sehr anrührend erzählen die älteren Damen und Herren von ihrem gemeinsamen Interesse: „Ob ich verroste oder verkalke, ich geh immer noch auf Schalke“, sagt da z.B. der 95jährige Herr und macht sich mit seinem Rollator auf ins Stadion. Die gealterten Fans, die alle im Johanniter-Stift Gelsenkirchen leben, verbindet die Begeisterung für ihren Verein: „Schalke gehört zu Gelsenkirchen. Dat is unsere Heimat, so muss dat auch sein.“

Wieso aber jetzt im Mai an dieser Stelle das Fußballthema, wo doch die Europameisterschaft noch ein bisschen hin ist? - Für mich geht es in dem Video um Heimat. In Dortmund aufgewachsen und deshalb auch mitnichten Schalke- , sondern natürlich BVB-Fan, bin ich von der „Sprache“ (- Dialekt lässt sich ja nicht wirklich sagen...) sofort berührt: wenn jemand Pott spricht, weckt das bei mir Heimatgefühle.

RollatorUnd ich stelle mir mal wieder die Frage, warum Stadien eigentlich so voll sind und unsere Kirchen - seien wir ehrlich - eher nicht so, es sei denn, es ist Konfirmation, Weihnachten oder ein ähnlicher gewichtiger Anlass. Bei beidem, sowohl in der Kirche als auch im Fußball, geht es um den Glauben an „etwas“, um Beheimatung und Gemeinschaft, beide bieten Fangesänge und Emotionen. So äußert der ältere Herr: „Am meisten Spaß im Fanclub ist der, dass wir so schön zusammen halten. Dat freut mich am allermeisten.“ - Tore sind da nicht das Wichtigste.

Kirche bietet auch heute Antworten und Heimat, nicht nur in schwierigen Zeiten. Bleiben wir am Ball! In diesem Sinne: „Oléoléoléolé!“ oder mit den Worten aus Psalm 20,6: „Wenn er dich aus der Not befreit hat, werden wir vor Freude jubeln, Fahnen hissen und Gott preisen. Der Herr erfülle alle deine Bitten!“

Ihre Heike Siepmann
Bezirksjugendreferentin im Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald

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