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„Mission Moves“ – „Unverschämt viel Hoffnung“ - „Unterwegs zu den anderen“

15.10.2015
EberhardDeuschDas waren die drei großen Überschriften über dem diesjährigen 200-jährigen Jubiläum der Basler Mission. Alle drei Überschriften bringen zum Ausdruck, dass es sich nicht nur um eine bewegte Geschichte handelt, sondern dass diese Geschichte uns in unserem Bemühen um die Mission Gottes in dieser Welt auch bewegen und motivieren kann.

Viele Menschen haben ein sehr einseitiges Bild von Mission. Wer sich mit der Geschichte der Basler Mission beschäftigt, kann da einiges lernen. Natürlich waren die Missionare Kinder ihrer Zeit. Aber Basler Missionare verstanden sich keineswegs als Erfüllungsgehilfen der Kolonialmächte. Ganz im Gegenteil – angesichts des Sklavenhandels wollten sie begangenes Unrecht Wiedergutmachen. Den Gründern ging es darum, das „Evangelium des Friedens“ in diese Welt hineinzutragen.

Mission Moves LogoIn der Ausstellung „Unterwegs zu den anderen“, die noch bis Ende Oktober in Schloss Beuggen zu sehen ist, ist dieser Aufbruch mit dem Symbol des Koffers sehr anschaulich dargestellt. Die Missionare hatten schon damals den ganzen Menschen im Blick. Deshalb standen Bildung, Gesundheit und Entwicklung als wichtige Aufgaben im Mittelpunkt ihrer Arbeit. In der Ausstellung kommt auch zum Ausdruck, dass es sich um lebendige Geschichte handelt, die in vielerlei Weise Auswirkungen auf unser heutiges Kirchsein hat.

Mission ist inzwischen keine Einbahnstraße mehr, sondern ein vielfältiges Netzwerk. Es ist ein Geben und Nehmen. Wir tragen miteinander Verantwortung an der einen Mission Gottes für diese Welt. „Unterwegs zu den anderen“ – genaugenommen ein Grundcharakter des christlichen Glaubens überhaupt. Weil Gott ständig unterwegs zu uns ist, sind wir unterwegs zu den anderen, hier in der Nähe, aber auch weltweit.

Pfarrer Eberhard Deusch, Landeskirchlicher Beauftragter für Mission und Ökumene in Südbaden und Gemeindepfarrer in Umkirch

 

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