Wochenspruch

Worte zum Tag

Sie sind gelb, klein, pillenförmig...

01.08.2015

alohf... tragen meist eine blaue Latzhose und eine Schweißerbrille. Aktuell sind sie überall: auf Bettwäsche, Tassen, Kleidung und vielem mehr. Niemand kann sich ihnen entziehen: den Minions, die aktuell die Kinos erobern.

Seit Menschengedenken bevölkern sie die Erde und dienen den bösesten und beeindruckendsten Kreaturen, die sie finden können. Dabei verlieren sie niemals ihren Humor, ihre gute Laune und ihre Freude daran, sich gegenseitig zu foppen. Die letzte Suche nach einem neuen, möglichst bösen Boss blieb jedoch erfolglos. So ziehen sich die tollpatschigen Wesen in eine große Eishöhle zurück, wo sie einen eigenen Minion-Staat gründen.

Solange es etwas zu tun gibt, sind sie fröhlich und aufgeregt bei der Sache. Sie singen und tanzen bei der Arbeit, genießen ihre Freiheit und leben ihre Kreativität aus. Doch dann sind sie fertig. Alle Häuser sind gebaut, die Stadt perfekt, es gibt nichts mehr zu tun und die Minions beginnen einen Boss zu vermissen. Die Lebensfreude verschwindet, nichts macht mehr Spaß, das Leben wird langsam, langweilig und sinnlos. Die Minions sind sehr unglücklich.

Spätestens an dieser Stelle des Filmes fragte ich mich: Sind wir nicht alle ein bisschen Minion? Auch wenn wir nicht klein, gelb und pillenförmig sind: suchen wir Menschen nicht auch nach einem Boss, der uns beeindruckt? 

Die Minions schenken ihr Herz am Ende des Filmes dem kleinen Gru – einem Bösewicht der Zukunft mit dem Herz am rechten Fleck, der die kleinen Wesen genauso gern hat, wie sie ihn.

Wie die Minions wünschen wir uns jemanden bei dem wir wir selbst sein können, uns nicht verstellen müssen und trotzdem geliebt werden. Gott schenkt uns Wert und Sinn; er zeigt uns, wie wir gerecht miteinander umgehen können und hat ein offenes Ohr für unsere Sorgen. Mit Paulus dürfen wir sagen: „Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“ (Römer 8, 38). 

Ich wünsche Ihnen in der Ferienzeit und im Alltag die Lebensfreude und die Leichtigkeit, den Humor, den Zusammenhalt und die Zähigkeit der Minions – dazu die Gewissheit, dass Gott Sie begleitet, Sie frei macht und den Sinn des Lebens spüren lässt.

Ihre Anna Lohf,
Öffentlichkeitsbeauftragte

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