Wochenspruch

Worte zum Tag

"Singt dem Herrn, alle Länder der Erde!"

15.08.2014

DeuschVerkündet sein Heil von Tag zu Tag!“ Dieser schönen Aufforderung „Singt dem Herrn, alle Länder der Erde“ durfte ich in den Pfingstferien mit zehn Menschen aus unserer Gemeinde und unserem ökumenischen Mitarbeiter Pfarrer Moto-poh in seiner Heimat Kamerun nachkommen.

Wir durften in Kumba die Einführung (Autorisation) von 15 jungen Pfarrerinnen und Pfarrern in ihren Dienst mitfeiern. Das war ein unglaubliches Fest. Gemeinden, aus denen ein junger Pfarrer oder Pfarrerin stammte, legten eine weite Reise zurück, um bei diesem großen Ereignis dabei zu sein.

Natürlich ist es nur ein weiteres Land dieser Erde indem wir mitgefeiert, mitgesungen und mitgebetet haben. Aber wir hatten unser eigenes Land verlassen und waren mit Menschen zusammen, die auf einem anderen Erdteil, in einer anderen Kultur mit uns den Glauben teilen. Den gleichen Glauben in einer ganz anderen Ausdrucksform. Das war eine große Bereicherung.

Und nach diesem kirchlichen ‚Highlight‘ fuhren wir in den Nordwesten zu unseren Freunden in Bui Presbytery. Dort empfingen uns viele vertraute Gesichter. An jedem Abend waren wir Gast in einem Haus, indem wir uns wie zu Hause fühlten. Bei Prisca und Amos Fai, die vielen hier bekannt sind. Bei Wirkom Fidelis dem langjährigen Partnerschaftsvorsitzenden. Und immer wieder tauchten bekannte Gesichter auf – auch für diejenigen, die das erste Mal in Kamerun waren. Auch einer meiner ehemaligen Konfirmanden, der gerade am Ende seiner Zeit als Freiwilliger angekommen war und uns noch von seiner Arbeit im Jugendzentrum in Kumbo erzählte. Und ein Pfarrersehepaar aus Württemberg, das seinen Sohn besuchte, der ebenfalls als Freiwilliger ein knappes Jahr in Kumbo gelebt hat.

Schließlich hatten wir die Gelegenheit das besondere Projekt kennenzulernen, bei dem unser hiesiger Kirchenbezirk den dortigen Kirchenbezirk unterstützt. Die Palmplantage in Nkuv. Neben die landwirtschaftlichen Erläuterungen trat ein ganz herzliches Willkommen der kleinen presbyterianischen Gemeinde an diesem Ort. Sie empfingen uns mit viel Gesang in ihrer Kirche. Ein wichtiger Nebeneffekt dieser Plantage besteht darin, dass die Menschen im Dorf zwischen den kleinen Palmpflanzen das Gemüse für ihren täglichen Bedarf pflanzen können und damit die Plantage von Unkraut freihalten. Sie hoffen darauf, dass in wenigen Jahren die Palmbäume sie mit Palmöl versorgen werden.

„Singet dem Herrn alle Länder der Erde“ – in unserem Fall mit den Geschwistern der Presbyterianischen Kirche in Kamerun.

Ihr bisheriger Bezirksbeauftragter für Mission und Ökumene

Pfarrer Eberhard Deusch


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