Wochenspruch

Worte zum Tag

Weihnachten – Ostern – und was tun?

01.06.2017
haefele-100pxWas wir an Weihnachten feiern, ist klar: Ein Mensch kommt zur Welt; wenn auch ein ganz anderer als wir…

Was wir an Ostern feiern, geht über alle Erfahrung hinaus und wird uns zur Hoffnung: Dieser Mensch durchbricht die Mauern der Todes.

Und was wir an Pfingsten feiern, ist einfach „unfasslich“ – trotz Begleiterscheinungen wie „Windesbrausen“ und „Feuerzungen“. Zeichen dafür, dass Jesu Jünger von dem Unfasslichen erfasst werden.

Anschließend gehen sie freimütig an die Öffentlichkeit und zeugen in der Kraft des empfangenen Geistes von „den großen Taten Gottes“ und - stoßen auf ein geteiltes Echo. Die einen halten sie schlicht für besoffen, die andern wundern sich nur. Was Petrus daraufhin sagt, geht den Menschen durchs Herz; es trifft sie – und sie fragen betroffen: „Was sollen wir tun?“

Daraufhin spricht Petrus von einer anderen Ausrichtung des Lebens. Sein Wort kommt bei den Menschen an – und viele lassen sich taufen zum Zeichen für den Beginn eines anderen Lebens.

Ein geistgewirktes Wort, das trifft – die Herzen der Menschen; jenseits von Diskussion und Debatte, sondern zu der entscheidenden Frage führt: „Was sollen wir denn tun?“

Und solch eine Frage stellt in Frage – den flachen „Mainstream“, den Trend, den Trott der Massen und Moden; und führt ins tiefere und ernsthafte Nachdenken, das dann vielleicht auch keinen Spaß mehr macht. Doch damit fängt jede sinnvolle Veränderung an – nicht mit klugen Statements oder persönlichen Meinungen oder wiedergekäuten Stichworten und Schlagworten.

In der biblischen Geschichte vom Kommen des Geistes Gottes (Apostelgeschichte 2) könnte jene Frage und ihre Folgen durchaus das Ziel des ganzen turbulenten Ereignisses sein. Dann aber scheint es nicht nur „treffende“ Worte wie die des Petrus zu geben, sondern auch betroffene Fragen und kritische Anfragen.

Vielleicht müssen wir in einer Welt voller Antworten gerade um solche geistgewirkte Fragen bitten!?

Wenigstens in der Kirche.

Ihr

Werner Häfele, Pfr. von Vogtsburg im Kaiserstuhl


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