Wochenspruch

Worte zum Tag

Bericht von der Tagung der Bezirkssynode am 13.3.2009

16.03.2009

Am 13.3.2009 versammelten sich die Vertreterinnen und Vertreter der 33 evangelischen Kirchengemeinden des Kirchenbezirks Breisgau-Hochschwarzwald im evangelischen Gemeindehaus in Staufen zu ihrer Frühjahrstagung.

Zu Beginn gedachten die Synodalen in einer Schweigeminute und im Gebet der Opfer des Amoklaufes von Winnenden und brachten so ihre Verbundenheit mit den Betroffenen zum Ausdruck.

Auch in ganz anderer Weise war die Verbundenheit auf unterschiedlichen Ebenen Thema der Synode:
Der Geschäftsführer des kirchlichen Verwaltungszweckverbandes, Michael Riggert aus Emmendingen, erläuterte veränderte rechtliche Rahmenbedingungen, die ein stärkeres Zusammenrücken der 70 angeschlossenen Einrichtungen, v.a. Kirchengemeinden und evangelische Kindergärten, erforderlich machen. Er erntete Zustimmung für dieses Anliegen.

Dr. Brigitte Bohlinger von BROT FÜR DIE WELT stellte in einem überaus interessanten Vortrag die Arbeit der kirchlichen Entwicklungshilfe am Beispiel des Projektes „Urwald in Gefahr“ dar. In der kongolesischen Provinz Equateur, die das grüne Herz Afrikas genannt wird, arbeitet BROT FÜR DIE WELT mit den Einheimischen zusammen mit dem Ziel, dass weniger Urwald gerodet wird und die Menschen über ihre Rechte gegenüber den großen internationalen Holzfirmen aufgeklärt werden. Es wurde deutlich, dass diese Arbeit uns mit den Menschen in Afrika verbindet, weil nur die nachhaltige Bewirtschaftung des Regenwaldes die einmalige Pflanzen- und Tierwelt erhalten hilft, die ein Erbe der ganzen Menschheit ist. Der Vortrag auf der Synode fand aus Anlass des 50. Jubiläums von BROT FÜR DIE WELT statt. Vor den Türen des Gemeindehauses stand das „Brotmobil“, das in diesem Jahr an Schulen und öffentlichen Einrichtungen in ganz Deutschland die Arbeit von BROT FÜR DIE WELT vorstellt.

Auch die Verbundenheit untereinander im evangelischen Kirchenbezirk war Thema der Synode. Es gehe dabei um die Frage der ungleich verteilten Pfarrstellen, wie Dekan Hans-Joachim Zobel in einem Zwischenbericht darstellte. Gemeinden mit 1500 Gemeindegliedern und 1,5 Pfarrstellen stehen Gemeinden mit knapp 4000 Gemeindegliedern und 1 Pfarrstelle gegenüber. Um hier einen Ausgleich zu schaffen und mehr Verteilungsgerechtigkeit herzustellen, soll eine halbe Pfarrstelle aus dem Hochschwarzwald  abgezogen und an anderer Stelle eingerichtet werden. Zwar wurde diese Entscheidung des Bezirkskirchenrates im Hochschwarzwald nicht gerne gehört. Es zeichnete sich gleichwohl das Einverständnis ab, dass in der Verbundenheit des ganzen Kirchenbezirks ein Lastenausgleich nötig ist. (Den Bericht des Dekans können Sie hier lesen).

Zum Schluss dankte der Vorsitzende der Bezirkssynode, Norbert Rieflin aus Bischoffingen, der gastgebenden Kirchengemeinde Staufen für ihre Gastfreundschaft und verabschiedete die Synodalen bis zur nächsten Tagung im November 2009 in Gundelfingen.

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