Wochenspruch

Worte zum Tag

Lebendige Partnerschaft!

15.05.2014

moto poh besserUnser Kirchenbezirk unterhält nun seit etwa 32 Jahren eine lebendige Partnerschaft mit dem Kirchenbezirk Bui in der Nord-West-Provinz Kameruns. Dafür dürfen wir Gott danken! Und ich freue mich, dass ich als Pfarrer der Partnerkirche eine Art Bindeglied zwischen diesen beiden Kirchen sein darf.

Die wichtigste Grundlage dieser Partnerschaft finden wir im Johannesevangelium Kapitel 17,20.21: Ich bitte dich für alle Menschen, die durch das Zeugnis meiner Jünger von mir hören werden und an mich glauben. Sie alle sollen eins sein, genauso wie du, Vater, mit mir eins bist.

Die Einigkeit untereinander und die Einheit in Christus sind heute ein beinahe globales, weltumspannendes Thema. Partnerschaften mit Christen und Christinnen aus anderen Teilen der Welt können wir als Ausdruck der ökumenischen Existenz verstehen. Partnerschaft ist von Gott und nicht von Menschen geschaffen. Sie ist ein Gottesgeschenk, ein Zeichen für seine Gnade und Liebe. In Partnerschaft antworten wir auf den Aufruf von Jesus, dass wir eins seien, genauso wie er mit Gott eins ist. Deshalb bittet Jesus für uns, damit wir alle eins seien.

Das ist gelebte Einheit im Glauben. So werden wir einander Brüder und Schwestern hier und mit den Menschen im Partnerbezirk in Bui. Die Einheit der Glaubenden besteht in ihrer Beziehung zu Christus und durch Jesus Christus zu Gott dem Vater. Wir werden „mit hinein genommen“ in ein enges, funktionierendes Beziehungsgeflecht und getragen durch diese gelebte Einheit in Gott selbst. So hat die Einheit der Kirche weltweit, die Einheit von uns Menschen in verschiedenen Kontinenten, die Einheit der Christen in Bui und Breisgau- Hochschwarzwald ihren Grund gelegt bekommen - außerhalb ihrer selbst - in der Beziehung Jesu zu Gott. Darum hat diese Einheit auch ihren Zweck außerhalb ihrer selbst. Sie weist über sich hinaus auf Christus. Das ist entlastend für unser Miteinander hier wie dort – mit unserer Arbeit um die Einheit und Geschwisterlichkeit im Glauben, mit unseren Sammlungen, Besuchen und Gebeten „steigen wir ein“ in etwas, das von Gott und in Gott und Christus selbst gelegt ist. Auch wir lassen uns von Gott in diese Einheit hinein nehmen, sozusagen „mit ins Boot holen“.

Alfred Moto-Poh

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