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„Wir sind als Fremde aufeinander zugegangen und gehen als Freunde auseinander“

Reise nach Kamerun belebt die Partnerschaft zwischen den protestantischen Kirchenbezirken Breisgau Hochschwarzwald und Bui

Pfarrerin Marika Trautmann ist Partnerschaftssekretärin im Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald. Sie und ihr Team pflegen eine Partnerschaft mit dem Kirchenbezirk Bui der Presbyterianischen Kirche in Kamerun (PCC). In dieser Funktion ist sie vom 31.10 bis 14.11. mit den Delegierten von 12 anderen süddeutschen Partnerschaften (und einer Schweizer) mit Kirchenbezirken der PCC nach Kamerun gereist. Die Reise über Bafoussam, Jaunde und Douala wurde organisiert vom Partnerschaftsreferent der Basler Mission – Deutscher Zweig (BMDZ) Pfarrer Johannes Stahl.

Ziel war, die süddeutschen und Schweizer Partnerschaften zu vernetzen und endlich wieder eine persönliche Begegnung mit Kamerunerinnen und Kamerunern zu ermöglichen. Die Treffen fanden im französischen Teil Kameruns statt und nicht im englischsprachen, wo die Partnerschaftsbezirke angesiedelt sind. Dort ist seit Jahren Bürgerkrieg. Nahe Bafoussam auf über 1000 Meter Höhe, in einem friedlichen Kloster der Benediktinerinnen in Babete, unter Palmen und Bananenpflanzen, hatten die Abgesandten u.a. Gelegenheit für intensive Gespräche, Gottesdienste, Bibelteilen und gemeinsame Ausflüge zu Hilfsorganisationen, die sich um Flüchtlinge kümmern.

Positive Bilanz
„Wir sind als Fremde aufeinander zugegangen und gehen als Freunde auseinander“, zieht Marika Trautmann Bilanz der internationalen Begegnung. Auch die mitreisende ehrenamtliche Partnerschaftsaktive Margit Joos ist zufrieden. Sie weiß nun mehr aus erster Hand über die kamerunische Kultur und die Bedürfnisse der Partner. Von „Überstülpen“ aus deutscher Sicht hält sie gar nichts. Man müsste schon genau erfragen, was die Leute vor Ort wirklich gebrauchen können.
„Was wir in diesen paar Tagen geschafft haben, haben wir in den letzten fünf Jahren (per Telefon und Mail) nicht geschafft“, meint Marika Trautmann: Rückblick auf 45 Jahre Partnerschaft, Lebensverhältnisse ausgetauscht und Pläne gemacht für die Zukunft. Infos und Bilder von den Partnern sollen künftig im Kirchenbezirk verteilt, Gebete und Meditationen zu Bibeltexten ausgetauscht werden. Praktische Wünsche aus Kamerun gibt es auch: zum Beispiel Computer für die Ausbildung von Jugendlichen, die lange nicht zur Schule gingen. Margit Joos ist es wichtig, „dass man nicht alles für sich behält, sondern etwas abgibt“. Sie ist froh, dass sie durch die Reise die Lebensumstände ihrer Partner besser einschätzen kann.

Der Alptraum ist nicht zu Ende
Dazu maßgeblich beigetragen haben die kamerunischen Partnerschaftsdelegierten für Bui, Asah William Mbenkum, der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees und Yvonne Vimomi Gwagwa, die Schriftführerin. „Wir könnten nicht unabhängig von den Partnern existieren, meint sie ernst. Sie freut sich über den persönlichen Kontakt und die Erfolgsstorys der Partnerschaft. Die Flüchtlingsnothilfe der Gemeinde werde unterstützt und helfe den Ärmsten der Armen. „Manche weinen vor Rührung, wenn sie ein bisschen Geld bekommen.“ In den vergangenen fünf Jahren hat der Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald den Nothilfefonds von Mission 21 unterstützt, davon wurden in Bui Lebensmittel, Kleidung und Haushaltsgegenstände oder Werkzeuge finanziert. Außerdem wurde ein besonderer Fonds eingerichtet: Für Zivilisten, die durch Schießereien der Kämpfer verletzt wurden und sich die ärztliche Behandlung nicht leisten können. „Wir profitieren am meisten von der Partnerschaft“, sagt Yvonne Vimomi Gwagwa überzeugt.
Die Situation in Bui nennt sie einen Alptraum. Entführungen, Vergewaltigungen, Schläge, Straßenkämpfe waren bis vor Kurzem an der Tagesordnung. „Oft blieben wir tagelang im Haus und aßen trockenes Brot.“ Ihre Kinder, die auf eine kirchliche Schule gehen, trauen sich nicht Schuluniformen zu tragen, weil sie sonst als Streikbrecher gelten könnten. Momentan hätten sich die Kämpfe beruhigt. „Unsere und die Gebete unserer Partner haben geholfen.“ Jetzt sei es an der Zeit, die kirchliche Friedenserziehung zu intensivieren. „Die Hilfe unserer Partner berührt so viele Herzen.“

Hintergrund
Covid und der Krieg in Kamerun haben jahrelang Besuche der Partnerschaftsgruppen verhindert. Die englischsprachige Region fühlt sich seit vielen Jahren immer mehr von der französischsprachen Zentralregierung unterdrückt. Alle Bemühungen, die ursprüngliche föderalistische Staatsstruktur wiederzubeleben, sind gescheitert. Nun ist der Konflikt zwischen der anglophonen Bevölkerung, die ebenfalls gespalten ist, und der Regierung eskaliert. Manche Oppositionelle wollen einen neuen Staat gründen, Ambazonien. Andere wollen gleichberechtigt in einem föderalen Kamerun leben. Kriminelle Gruppen profitieren vom Chaos, die Bevölkerung leidet unter den marodierenden Banden wie unter dem Militär. Wer in die Schusslinie gerät, fürchtet um sein Leben. Dörfer werden niedergebrannt, mit Entführungen Geld erpresst, Denunzierungen und Misstrauen gehören zum Alltag wie Hunderttausende Binnenflüchtlinge, die ihr Zuhause verloren haben. Die Presbyterianische Kirche kümmert sich um Nothilfe und ist mit ihren kirchlichen Schulen eingesprungen, weil die staatlichen Schulen geschlossen sind.


Sabine Eigel, Zentrum für Kommunikation der Evangelischen Landeskirche Baden 

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Winterspielplatz im Ihringer Gemeindehaus

Die Energiekosten sind stark gestiegen und bringen viele Haushalte in finanzielle Not. Anstatt selbst nur weniger zu heißen, hat die Kirchengemeinde Ihringen die Türen ihres Gemeindehauses geöffnet, um für andere zu heißen: Zusammen mit der evangelischen Gemeinschaft Ihringen hat die Kirchengemeinde einen Winterspielplatz ins Leben gerufen. Von November bis März findet nun einmal monatlich ein Spielplatz im Gemeindehaus statt: Kinder können toben, lesen, malen, Eltern und Großeltern können sich austauschen und kennenlernen. Etwa 60 Kinder zwischen 0 und 5 Jahren haben mit Begleitpersonen dieses Angebot am ersten Samstag angenommen und sich dankbar gezeigt: Es ist eine gute Alternative zum Frieren – sei es auf einem konventionellen Spielplatz im Freien oder in den eigenen vier Wänden. Die nächsten Termine des Winterspielplatzes sind am 10.12., 14.01., 04.02. und 11.03 von 10.00 - 12.00 sowie 14.00 - 16.00 Uhr statt. 

 

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Energienothilfefonds für Bedürftige

Diakonie hilft Menschen vor Ort und bittet um Spenden

 

Das Diakonische Werk Breisgau-Hochschwarzwald unterstützt Menschen, die wegen der explodierenden Energiepreise in wirtschaftliche Schwierigkeiten gekommen sind. Anspruchsberechtigte können bei ihrer Beratungsstelle der Diakonie vor Ort einen Antrag auf finanzielle Einmalhilfe stellen. Die Liste der Beratungsstellen finden Sie am Ende dieser Meldung.

Mit der Hilfe können Betroffene eine akute finanzielle Notlage überbrücken. Sie richtet sich an Menschen mit niedrigem oder mittlerem Einkommen, die nicht von staatlichen Transferleistungen profitieren. Antragsberechtigt sind alle Menschen, die ihren ersten Wohnsitz im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald haben und aktuelle Nachzahlungen für Heizung oder Strom nicht bezahlen können.

Möglich wird die Hilfe auf Beschluss der Evangelischen Landeskirche in Baden. Sie verzichtet auf Einnahmen aus der Energiepreispauschale und gibt sie stattdessen an Bedürftige weiter. Die dadurch freiwerdenden Mittel fließen in den Energienothilfefonds, der beim Diakonischen Werk Baden eingerichtet worden ist. Es wird mit rund zwei Millionen Euro gerechnet. Dabei handelt es sich um den Kirchensteueranteil, der auf den staatlichen 300 Euro-Bonus je Begünstigten anfällt.

Da diese Mittel auf Dauer nicht reichen werden, bittet das Diakonische Werk Breisgau-Hochschwarzwald um Spenden. Es ruft dazu auf, die Energienothilfe finanziell zu unterstützen. Menschen in Not sollen so vor Stromsperre oder gar Wohnungsverlust bewahrt werden.

Die Möglichkeit zur Online-Spende finden Sie hier. 

Die Beratungsstellen der Diakonie Breisgau-Hochschwarzwald finden Sie hier:

  • Müllheim: Südlicher Breisgau und Markgräfler Land Tel: 07631-177740
  • Kirchzarten: Dreisamtal und Breisach, Kaiserstuhl Tel: 07661-93840
  • Neustadt: gesamter Hochschwarzwald Tel: 07651-93990
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Verabschiedung von Albrecht Schwerer

Albrecht Schwerer hat seine Tätigkeit als Geschäftsführer des Diakonischen Werks Breisgau-Hochschwarzwald zum 31.10.22 beendet. „Es war eine schöne Zeit“, blickt er auf seine Amtszeit zurück. Insgesamt waren es 34 Jahre, die Albrecht Schwerer als Sozialarbeiter für das Diakonische Werk gearbeitet hat, die letzten 19 Jahre als Geschäftsführer.
Er geht jetzt in Altersrente und erläutert „charakteristisch für das Diakonische Werk ist die Vielzahl von Angeboten und Projekten“, die an 17 Standorten, „da wo die Menschen sind“ von der Diakonie erbracht werden. Diese resultieren aus einer aufmerksamen Wahrnehmung, was sich verändert und was Menschen benötigen. „Das war immer ein spannender Prozess“. Schuldnerberatung, Familienpaten, Kontaktclubs für Psychisch Belastete, Wunschgroßelternprojekte, Angebot für Erwerbslose, die Diakonische Initiative, die Liste lässt sich noch lange erweitern. Spannend daran ist, dass „wir kleinräumig, kommunal unterwegs sind und reagieren können“ berichtet Albrecht Schwerer. Daneben wurden in seiner Amtszeit auch größere Angebote ausgebaut und weiterentwickelt, wie die Betreuten Wohnangebote, die Sozialpsychiatrische Arbeit und die ambulanten Kinder- und Jugendhilfe. „Unser Qualität als Diakonie beruht auf dem Engagement und der Fachlichkeit der Mitarbeitenden“ ist Schwerer sich bewusst, deshalb war ihm dies immer ein Hauptanliegen. Besonders freut es ihn, dass es auch ohne hin so gut weitergehen wird. „Wir haben eine aktive Mitarbeitendenschaft“ und zum 01.01.2023 wird die Doppelspitze komplett sein, welche zukünftig die Geschäftsführung des Diakonischen Werks verantwortet.


Carola Haug 
Assistenz der Geschäftsleitung
Diakonisches Werk Breisgau-Hochschwarzwald 


 

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Letzte Hilfe leisten

Online-Kurs ermutigt sterbende Menschen zu begleiten und vermittelt theoretisches und praktisches Grundwissen

So selbstverständlich wie der Erste-Hilfe-Kurs sollte auch der Letzte-Hilfe-Kurs im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert sein, wünscht sich sein Erfinder, der Palliativmediziner Georg Bollig. Kurs macht Mut, sich Sterbenden aktiv zuzuwenden, und vermittelt Grundwissen sowie einfache Handgriffe, wie das gelingen kann. Wer will, hat nun die Chance, sich diese Kenntnisse online anzueignen. Am Freitagabend, 11. November, von 18 bis 21 Uhr, und am Samstagvormittag, 12. November, von 9.30 bis 13 Uhr vermitteln zwei zertifizierte Palliativfachkräfte aus der Region Letzte Hilfe in einem digitalen Kurs.

Für Angehörige ist Letzte Hilfe genauso umsetzbar wie für Pflegende, Ärzt*innen und Beschäftigte in anderen Gesundheitsberufen. Im Kurs geht es sowohl um die Linderung von Durst, Übelkeit und Atemnot bei sterbenden Menschen als auch um die Vorsorgeplanung. Auch das Bedürfnis vieler Angehöriger von sterbenden Menschen, mit anderen über das Thema Sterben und Tod zu sprechen, also das Verarbeiten des Geschehens, ist Teil des Konzeptes. „Letzte Hilfe“ verstehe sich als Teil von „Palliative Care“, der aktiven Begleitung und Pflege von Menschen im Sterbeprozess bis zum Eintritt des Todes, erläutern die beiden Palliativfachkräfte, Edith Kulzer-Schwab und Martina Zirlewagen, die den digitalen Kurs leiten und langjährige Erfahrung aus der Palliativ- und Hospizarbeit mitbringen.

Letzte Hilfe basiere auf einer Haltung der Mitmenschlichkeit und der Bereitschaft, Menschen in Not beizustehen, etwa das Haltgeben bei Unruhe oder Verwirrtheit, oder auch Dableiben angesichts schwieriger Situationen. Ziel sei die Linderung von Leiden und die Erhaltung von Lebensqualität. Auch wenn alle Menschen von Alter, Krankheit, Sterben und Tod betroffen seien, sei Letzte Hilfe kaum im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert.

Der online-Kurs setzt sich zusammen aus Vortragselementen, Kurzfilmen und Austausch, er greift auch Erfahrungen der Teilnehmenden auf. „Wir waren sehr gespannt auf das digitale Format, das wir wegen der Pandemiebeschränkungen entwickelt haben. Die Rückmeldungen der bisherigen Gruppen waren sehr positiv“, berichtet Edith Kulzer-Schwab. Die technische Unterstützung erfolgt durch den Veranstalter, die Evangelische Erwachsenenbildung Emmendingen|Breisgau-Hochschwarzwald.

Die Anmeldung erfolgt online über www.eeb-ebh.de oder per E-Mail an eeb.ebh@kbz.ekiba.de. Die Teilnahmegebühr beträgt 25 Euro.

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Bischöfin zum Reformationstag - ChurchNight in Lenzkirch

Landesbischöfin Heike Springhart hat in ihrer Botschaft zum Reformationstag (31.10.) hervorgehoben, dass die Kirche kein Selbstzweck sei, sondern stets für andere da sein müsse. Daher tue die Kirche ihr Möglichstes, den Menschen im kommenden Winter „Räume für Begegnung und Wärme an Leib und Seele“ anzubieten. „Wir können nicht anders“ – erklärte sie in Anspielung an das berühmte Zitat aus Martin Luthers Verteidigungsrede („Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir“).

In Lenzkirch wird der Reformationstag mit einer ChurchNight gefeiert. Nach dem Gottesdienst um 18.00 Uhr, bei dem zeitgenössische Musik sowie ein Theaterstück im Fokus stehen, lädt die Gemeinde zum gemütlichen Hock mit Schmalzbrot und Glühwein ein. 


Den gesamten Wortlaut der Botschaft von Landesbischöfin Heike Springhart können Sie hier nachlesen: 

„Am Reformationstag besinnen wir uns auf die Quellen und den Kern unserer Kirche. Bei Christus sind die Türen offen für alle Menschen. Deswegen können wir nicht anders als unsere Türen offen zu halten. Wir tun unser Möglichstes, dass Menschen im kommenden Winter bei uns Räume für Begegnung und Wärme an Leib und Seele erleben können. 
Die Bibel hält uns den verheißenen Frieden vor Augen. Sie hält unseren Verstand wach und unsere Hoffnung groß. Deswegen können wir nicht anders als auch in diesen Zeiten an der Hoffnung auf Frieden festzuhalten. Dies tun wir mit dem Mut zur Demut.
Die Gnade Gottes ist größer als unsere Selbstzweifel, unser Scheitern und die Kultur der Gnadenlosigkeit. Deswegen können wir nicht anders als uns denen zuzuwenden, die auch in unserer Kirche Opfer von sexualisierter Gewalt geworden sind.
Die Kirche ist nie um ihrer selbst willen da. Sie beharrt nicht auf dem, was immer schon so war, damit nicht alles so bleibt wie es ist. Deswegen können wir nicht anders als frisch und mutig, hoffnungsstur und glaubensheiter in die Zukunft zu gehen.“


 

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Kirche auf der Landesgartenschau - ein Rückblick

Vom 22. April bis zum 03. Oktober fand die Landesgartenschau in Neuenburg statt. Mit dabei waren auch die Evangelische und Katholische Kirche, die auf dem Gelände ein umfassendes Programm anboten. Besonderer Blickfang war der extra für die Landesgartenschau angefertigte Kirchenpavillon, der für seine einzigartige Architektur sogar mit einem Preis dotiert wurde. Neben Gottesdiensten und Gebetszeiten, gab es Kreativangebote, Gespräche unterm Nussbaum zu aktuellen Themen und vielfältige Möglichkeiten zur Partizipation und Begegnung. Martin Lampeitl und Cornelia Reisch haben im Vorfeld zur Landesgartenschau das umfassende Programm koordiniert und waren während der gesamten Zeit als Ansprechpersonen auf dem Gelände vor Ort.
„Wir haben viele Gespräche geführt, die zeigen: Als Kirche müssen wir uns den Fragen der Zeit annehmen“, blickt Martin Lampeitl zurück. „Kirche muss auf die Menschen zugehen und begreifen, was diese wirklich bewegt. Wir können als Kirche nur Antworten geben, wenn wir zuvor den Fragen der Menschen zugehört haben.“ Für Lampeitl war es bereits das zweite Mal, dass er das kirchliche Programm auf der Landesgartenschau für die Evangelische Kirche koordinierte. Für ihn seien es die spontanen Begegnungen gewesen, die in besonderer Erinnerung blieben. So sei der Pavillon beispielsweise spontan zu einer Vesper- und Geburtstagskirche geworden oder die Lichtungen gar Kulisse für einen Heiratsantrag. Darin zeige sich für ihn die besondere Chance der Kirche auf der Landesgartenschau. „In einer zwanglosen Atmosphäre können wir den Glauben wieder erlebbar machen,“ erklärt er.


Einen ganz persönlichen Rückblick von Martin Lampeitl auf das Angebot der Kirchen auf der Landesgartenschau können Sie hier nachlesen.

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250 Jugendliche erleben Konficamp auf dem Marienhof

Am ersten Oktober-Wochenende nahmen ca. 250 Jugendliche am bezirklichen Konfi-Camp auf dem CVJM-Marienhof zwischen Lahr und Offenburg teil. Heike Siepmann und Oliver Zulauf hatten das Wochenende zusammen mit zahlreichen Haupt- und Ehrenamtlichen für neun Konfirmand:innen-Gruppen aus dem Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald organisiert. Dabei wurde den Jugendlichen ein abwechslungsreiches Programm geboten. Neben einem umfangreichen Workshop-Angebot, gemeinsamen Gottesdiensten, einer Zaubershow durch Mister Joy, einer Kopfhörerdisco sowie zahlreichen Spielangeboten, hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, ihre eigene Konfigruppe kennenzulernen und sich inhaltlich mit dem Thema Taufe auseinander zu setzen. „Uns ist es wichtig, den Jugendlichen einen guten Start in ihre Konfizeit zu ermöglichen und ihnen zu zeigen: Du bist bei der Suche nach Gott und deiner Art und Weise, zu glauben, nicht alleine unterwegs.“, so Heike Siepmann vom Jugendwerk. „Das Konfi-Camp auf dem Marienhof ist logistisch eine große Herausforderung, weil die Jugendlichen in Zelten auf der großen Wiese schlafen.“, erklärt Oliver Zulauf. „In diesem Jahr hat uns die Wetterprognose im Vorfeld große Sorgen bereitet. Umso glücklicher sind wir, dass die Zelte stabil und wasserdicht genug waren und wir alle Aktivitäten, die für Draußen geplant waren, durchführen konnten.“ So rannten beispielsweise am Freitagabend alle Jugendlichen gleichzeitig mit ihren Taschenlampen über das Gelände, um mit Knicklichtern versteckte Zahlen zu finden und das Hausnummernspiel zu gewinnen. In der großen Scheune sorgten die stimmungsvollen Musikeinlagen der Breisacher Band Bauchgefühl immer wieder für eindrucksvolle Momente. Der Song „Umbrella“ klang in den Bussen und Zügen auf dem Heimweg durch die Reihen der Konfirmand:innen nach . „So ein großes Camp würde nicht ohne die Hilfe von zahlreichen Ehrenamtlichen funktionieren“, blickt Heike Siepmann dankbar zurück. „Sei es in der Küche, beim Auffüllen der Wärmflaschen, beim Aufbau der Technik, beim Bereitstellen des Materials oder bei der Betreuung der Jugendlichen - ohne die vielen Unterstützer:innen wäre das Camp nicht möglich.“ Das Team vom Jugendwerk hatte neben dem Programm für die Konfirmand:innen sogar noch einen Kurs für neue Teamer:innen in der Konfirmand:innen-Arbeit auf die Beine gestellt.
Nach dem Wochenende waren sich alle Beteiligten sicher: Für die Konfirmand:innen hätte die Konfi-Zeit fulminanter wohl nicht beginnen können.

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Einmal Bornholm und zurück

In den Sommerferien waren 30 Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren und einem Team von sechs jungen Erwachsenen auf Jugendfreizeit auf Bornholm. Über die Freizeit des Evangelischen Jugendwerks Breisgau-Hochschwarzwald hat Diakonin Merrit Diederichs einen ausführlichen Bericht verfasst. 


Nachdem der Begleitbus mit Material bereits einen Tag früher von einer Teamerin und einer freundlichen Bekannten zur Fähre nach Sassnitz gebracht wurde, fuhren wir am 03.08.22 mit dem Reisebus und allen Jugendlichen los. An der Fähre in Sassnitz angelangt, tanzten die Jugendlichen erst einmal den beliebten Tanz „Cotton Eye Joe“ und alle anderen Fährgäste schauten begeistert zu. Nach einem freudigen Wiedersehen mit der Teamerin ging es dann gemeinsam auf die Fähre. Fünf Stunden später kamen wir endlich auf Bornholm an und fuhren noch kurz weiter zu unserem Haus Namens „Klippen“. Das Haus wurde an uns übergeben, die Raumeinteilung schnell noch gekennzeichnet und dann durften die Jugendlichen ihre Zimmer für die nächsten zwei Wochen beziehen. Und da das Haus nur wenige Meter vom Meer, der Ostsee, entfernt lag, wollten die Jugendlichen sofort ins Wasser springen. Schnell wurde klar, dass wir nicht auf Korsika sind, sondern uns mit einem kleinen Sandstrand, Algen und vielen rutschigen Steinen im Wasser arrangieren müssen. Wasserschuhe waren ab sofort ein Muss. Das gemeinsame Abendessen und ein Tagesabschluss rundeten den ersten Tag auf Bornholm ab.

Und dann gestalteten sich die Tage in der Regel sehr ähnlich. Frühstück, Gemeinschaftsaktion I, Mittagessen, Gemeinschaftsaktion II, Abendessen, Gemeinschaftsaktion III und der Tagesschluss. Zwischendrin gab es für die Jugendlichen und das Team ein bisschen Freizeit, in der aber meistens eingekauft werden musste oder das nächste Essen vorbereitet wurde.

Die Gemeinschaftsaktionen umfassten folgende exemplarische Programmpunkte: Von ersten Kennenlernspielen, zu den selbst ausgedachten Bornholm-Games, dem Bau von Dänemarkstühlen, einem Ausflug in die nächstgelegene Stadt Gudjem, einem Casinoabend, der Möglichkeit verschiedener Workshops wie Tassen bemalen oder Batiken, einem Krimidinner, dem Gendertag mit Wanderung zu der Übernachtungsstelle in sogenannten Sheltern und schließlich die allseits beliebte Kopfhörerparty anlässlich eines Geburtstags eines Jugendlichen. Ein besonderes Highlight für die Jugendlichen war das Klippenspringen am Opal-See, wo wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hinfuhren. Fasst alle Jugendlichen überwanden ihre Angst und sprangen 7 Meter in den See – manche der Jugendlichen waren so eifrig dabei und schafften es auf insgesamt 20 Sprünge. Und weil dieser Ausflug so großartig war, entschied sich eine kleinere Gruppe an einem weiteren Tag nochmal dort hinzufahren, um das Klippenspringen erneut zu erleben.

Die Tage auf Bornholm neigten sich dem Ende entgegen und dann hieß es langsam Packen und Aufräumen, da wir am 16.08.22 gegen 10 Uhr von unserem Reisebus abgeholt werden sollten. Der Begleitbus musste bereits am frühen Morgen mit drei Teamer*innen losfahren, da für diesen eine andere Rückfahrt gebucht war. Nach der Hausübergabe, pünktlich um 10 Uhr, wurden wir mit all unserem Gepäck abgeholt und der erste Stopp war Rönne. Hier hatten wir 6 Stunden Aufenthalt, was die Jugendlichen nutzten, um sich für die Heimfahrt mit Süßigkeiten und Leckereien einzudecken. Wir drei vom Team schauten uns zuerst die Stadt an und gingen danach gemeinsam Mittagessen. Während wir dort saßen, kamen einige Jugendliche auf uns zu - einer von ihnen hatte über Tag eine Bindehautentzündung entwickelt. So hieß es dann: Apotheke aufsuchen und ausreichend Desinfektionsmittel kaufen, damit sich niemand anderes ansteckt. Und dann ging es endlich auf die erste Fähre Richtung Koge. Dort angelangt fuhren wir in der Nacht 1,5 Stunden weiter bis nach Rodby und warteten auf die nächste Fähre, die uns um 1.15 Uhr an das deutsche Festland nach Puttgarden bringen sollte. Endlich auf deutschem Boden angelangt ging es ohne weitere Zwischenstopps Richtung Süddeutschland, wo wir nach weiteren 12 Stunden um 14.00 Uhr am 17.08.22 in Bad Krozingen völlig müde ankamen. 

Neben grandiosem Wetter, Programmpunkten, bei denen für alle etwas dabei war, einer zusammenhaltenden Gruppe und einem herausragenden Team hatten wir auf Bornholm eine richtig gute Zeit zusammen. Zwar war die Rückfahrt mit 26 Stunden eine echte Tortur, doch werden wir hoffentlich noch lange die schönen Erlebnisse und Begegnungen in Erinnerung behalten, die diese Freizeit bereitgehalten hat. Auf ein baldiges Wiedersehen!

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Die Silberlilly on the road

In diesem Sommer war die Silberlilly auf verschiedenen Feste in unserem Kirchenbezirk. Über das Projekt gibt es neu einen Filmbeitrag des Evangelischen Rundfunkdienstes Baden, den Sie hier nachschauen können. 

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Karawanentag im Kaiserstuhl

Unser Kirchenbezirk macht sich auf den Weg! Das Ziel ist eine neue Struktur der Zusammenarbeit aller Kirchengemeinden im Rahmen eines jahrzehntelangen „Strategieprozesses“ der Landeskirche. Diese Struktur soll bis zum Jahresende 2023 stehen.

Der Bezirkskirchenrat hat in diesem Jahr das große Gebiet des Kirchenbezirks Breisgau-Hochschwarzwald in sechs vorläufige „Kooperationsgebiete“ aufgeteilt. Diese sollen ab 2023 zu verbindlichen Kooperationsräumen werden. Ein solches Gebiet ist die Region „Kaiserstuhl – Tuniberg“. Zu ihm gehören die Kirchengemeinden Bischoffingen, Bickensohl, Bötzingen, Breisach, Ihringen, March und Umkirch.

Am Samstag, den 24. September 2022 wurde ein „Karawanentag“ in diese Region durchgeführt. Etwa dreißig Menschen, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen aus allen Kirchengemeinden des Gebietes trafen sich zunächst im Gemeindezentrum March-Buchheim.  Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und der Erläuterung des Zeitplanes startete die Gruppe mit einem gemieteten Bus um 9 Uhr und fuhr von einem Ort zu nächsten – wie bei einer Karawane eben! Geleitet und moderiert wurde sie von Frau Ute Müller, Prozessbegleiterin aus Bühl. Sie ist selbst Vorsitzende der dortigen Bezirkssynode und kennt die Probleme des Strategieprozesses genau. Es wurden die Gemeindehäuser, die Kirchen und – nur von außen – die Pfarrhäuser besucht. Jeweils ein oder zwei Gemeindeglieder stellten ihre Gemeinde in kurzen Vorträgen, manchmal sogar illustriert mit Filmen oder PowerPoint-Präsentationen, vor. Daran anschließend wurden viele Fragen gestellt: Zur Größe der Gemeinde, zur Anzahl der Mitarbeitenden, dem Alter der Gebäude, zu ihrer Nutzung durch Arbeitskreise, Chöre, Jugendgruppen. Aber auch viele technische Fragen gehörten dazu: Wie werden die Häuser beheizt, wann wurden sie erbaut oder zuletzt renoviert, sind sie schon energetisch saniert? Die Stimmung der Teilnehmenden war gelöst und von aufmerksamem Interesse geprägt. Viele kannten sich schon, viele lernten sich neu kennen. In Umkirch und Ihringen wurde man bestens verköstigt, was zur Hebung der guten Laune sehr beitrug. Immer wieder beeindruckend war die bunte Vielfalt des Gemeindelebens, der unterschiedlichen Schwerpunkte der Gemeindearbeit. Frau Ute Müller hatte für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein kleines Notizbüchlein vorbereitet, in das man sich Notizen machen konnte – denn es kamen sehr viele Informationen zusammen. Sie und noch weitere Strukturdaten werden in einem „Reflexionstag“ gemeinsam ausgewertet. Daraus müssen dann Vorschläge entwickelt werden, wie Gebäude und Personalstellen in einem ab 2023 vereinten Kooperationsraum zusammen genutzt und vernetzt werden können. Denn: Kirchliches Leben und Verkündigung von Gottes Wort sollen auch unter reduzierten Bedingungen gelingen!  Schließlich erreichte die Karawane pünktlich um 15.15 Uhr wieder das Evangelische Gemeindezentrum March. Man versammelte sich zu einer Schlussrunde, sang für eine Teilnehmerin sogar ein Geburtstagsständchen. Ein Teilnehmer brachte für alle das ermutigende Ergebnis des Tages zum Ausdruck: „Am Anfang war ich skeptisch, was dieser Tag bringen soll. Aber jetzt bin ich sicher, dass wir im Gebiet Kaiserstuhl-Tuniberg gut zusammenkommen werden.“ Pfarrer Philip van Oorschot und Bezirkskirchenrätin Frau Biedermann aus Kirchzarten entließen die Gruppe nach einem Segen in den weiteren Tag.


Ulrich Reimann 

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Neuer RUndbrief für den Religionsunterricht

Der neue RUndbrief für den Religionsunterricht für das Schuljahr 2022/23 mit Fortbildungsprogramm ist erschienen. Er wird gemeinsam von den Schuldekan*innen des evangelischen Kirchenbezirks (Dirk Boch) sowie der katholischen Dekanate (Dr. Joachim Kittel, Astrid Braun) herausgegeben. Sie können den RUndbrief hier herunterladen: https://www.ekbh.de//2022-09/Rundbrief.pdf oder per Mail bestellen: E-Mail: schuldekanat.breisgau-hochschwarzwald@kbz.ekiba.de. Wir senden Ihnen diesen dann gerne per Mail oder als gedruckt zu.

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Rainer Heimburger als Dekan verabschiedet

Am 23. September wurde Rainer Heimburger offiziell als Dekan des Kirchenbezirks Breisgau-Hochschwarzwald durch Landesbischöfin Heike Springhart verabschiedet. Zahlreiche Kolleg:innen aus dem Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald, Wegbegleiter:innen von Heimburger, Vertreter:innen der katholischen Kirche, der Diakonie und der Politik feierten in der Evangelischen Christuskirche in Bad Krozingen gemeinsam den Verabschiedungsgottesdienst des scheidenden Dekans, der seit rund acht Jahren die Leitung im Kirchenbezirk inne hatte. Zum mehrstimmigen Gesang des Projektchores zogen Heimburger und Springhart gemeinsam mit Vertreter:innen des Bezirkskirchenrats in die gut gefüllte Christuskirche ein. In seiner Predigt erinnerte Heimburger daran, wie zur Zeit der frühen Christ:innen Glaube gelebt und weitergetragen wurden. „Kirche ist nach wie vor ein bunter Haufen von Menschen“, stellte Heimburger fest, der die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen ebenso schätzte, wie den Fleiß und die Arbeit der Kolleg:innen im Bezirk. Zukünftig, so ermahnte er, müsse die Kirche mehr an ihrer Sprache arbeiten und das Priestertum aller Gläubigen hoch halten. Landesbischöfin Heike Springhart hob in ihrer Ansprache Heimburger Begeisterungsfähigkeit hervor, die sie bei der Eröffnung der Landesgartenschau persönlich mitgerissen habe. Springhart erinnerte aber auch daran, dass, wer ein Leitungsamt inne habe, die Einsamkeit kennen würde. „Zwischen den verschiedenen Stühlen sitzend muss man sich manchmal Lob und Gutes selber zusprechen.“ Immer wieder verwies sie deswegen auf den Vers „Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ (Psalm 103) Gott könne auch aus Bruchstücken Neues entstehen lassen. Heimburger habe zahlreiche Segensspuren im Kirchenbezirk hinterlassen, er solle mit viel Lob und Dank nun weiterziehen. Zukünftig wird Heimburger im Evangelischen Oberkirchenrat in einer Projektstelle zur Weiterentwicklung von Kasualien.
Überrascht von dem neuen beruflichen Aufbruch Heimburgers zeigte sich Bad Krozingen Bürgermeister Volker Kieber, der für seine Ausführungen zu Trauungen in Heißluftballons für einige Schmunzler sorgte. Daneben hielten Pfarrer Rolf Kruse für die Kirchengemeinde Bad Krozingen, in der Heimburger seinen Predigtauftrag wahrnahm, Frau Westermann vom Diakonieverband, Frau Berninger vom VSA, Cornelia Reisch, Bernhard Huber und Dekan Disch von der katholischen Seelsorgeeinheit sowie die Dekanstellvertreter Fritz Breisacher und Philipp van Oorschot und Frau Müller von der Bezirkssynode Grußworte im Anschluss an den Gottesdienst. Sie alle dankten Heimburger für die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren sowie sein Engagement für Veränderung. Immer wieder klang an, dass Heimburger durch seinen Humor und seine lebendigen Predigten in Erinnerung bleibe.
Heimburger Leidenschaft für Filme fand auch im Abschlusslied des Chores, „Can you feel the love tonight“, seinen Anklang. Beim abschließenden Empfang gab es die Gelegenheit, sich persönlich von Heimburger zu verabschieden.

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Presseschau - Neue Gesichter im Kirchenbezirk

Über die neuen Pfarrpersonen in unserem Kirchenbezirk berichtete die Badische Zeitung. Hier können Sie nachlesen:

Darüber hinaus hat der Kirchengemeinderat Bötzingen die Nachfolge von Laura Arten geregelt und Suse Best als neue Pfarrerin für Bötzingen und Gottenheim gewählt. Auch darüber berichtete die Badische Zeitung. 

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Verabschiedung von Dekan Rainer Heimburger

Seit 2014 ist Rainer Heimburger Dekan im Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald. Zum 01.10 verlässt er den Kirchenbezirk und tritt eine neue Projektstelle im Evangelischen Oberkirchenrat an. Die Verabschiedung durch Landesbischöfin Heike Springhart findet am 23.09. um 18.00 Uhr in der Evangelischen Kirche in Bad Krozingen statt. Der Gottesdienst steht unter dem Motto "Von Mammuts und Menschen - und von der Kirche". 
Über seinen Abschied und die Beweggründe sprach Rainer Heimburger mit der Badischen Zeitung. Den Artikel können Sie hier nachlesen.

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Mit Radsport-Goldmedaille in den Rollstuhl:Christian Meyer über sein Leben und Glück

Letzter Gast beim Gespräch unterm Nussbaum auf der Landesgartenschau in Neuenburg am 27. September um 16 Uhr

Neuenburg/Denzlingen. Mit Anfang 50 blickt Christian Meyer zurück auf zwei sehr unterschiedliche Lebenshälften. 1992 hatte er mit 22 Jahren in Barcelona eine olympische Goldmedaille gewonnen, 1993 wurde er in Oslo Vize-Weltmeister im 100-Kilometer-Mannschaftszeitfahren. Auf dem Sprung in den Profiradsport stürzte Christian Meyer im Giro d‘Italia 1994 und ist seitdem querschnittsgelähmt. Heute, meint der Familienvater aus Denzlingen, führe er „ein ganz normales Leben“. Darüber, wie ihm das gelang, welchen Weg er hinter sich hat und wie er heute Körper und Motivation fit hält, spricht er mit Doris Banzhaf, Leiterin der Evangelischen Erwachsenenbildung Emmendingen|Breisgau-Hochschwarzwald, am Dienstag, 27. September 2022, um 16 Uhr auf dem Gelände der Kirchen auf der Landesgartenschau in Neuenburg. In der Abschlusswoche der Landesgartenschau ist Meyer zum Thema „Wenn plötzlich alles anders ist“ so der letzte Gesprächsgast unterm Nussbaum.

Jeden Dienstag um 16 Uhr - von April bis September - gaben auf der Landesgartenschau Menschen im „Gespräch unterm Nussbaum“ Einblick in das, was sie begeistert und wofür sie sich einsetzen. Am nächsten Dienstag, 20. September, ist Angelika Mauch von den „Tapferen Herzen“ aus Lörrach zu Gast. Die Initiative steht besonders Kindern beim Tod eines nahen Angehörigen bei, bietet Trauergruppen für Kinder an und begleitet Kinder auch individuell, wenn es nötig ist.

Das Kirchengelände, die LICHTung mit dem Nussbaum (Ausstellernummer 36), ist auf dem Lageplan im Bereich A zu finden. Weitere Infos unter https://kirche-lgs.de

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Delegierte des Ökumenischen Rats der Kirchen zu Besuch auf der LGS 

Aus Finnland und aus Indonesien, aus Mozambique und Australien stammten die Teilnehmenden an der Exkursion auf die Landesgartenschau am Sonntag, den 4. September. Aus allen vier Himmels­richtungen waren sie zur Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen gekommen, die vom 31. August bis 8. September in Karlsruhe tagt.
Nach den ersten Sitzungstagen mit vollem Programm von morgens früh bis abends spät war es eine willkommene Erholung und Abwechslung für sie, den Tag bei schönstem Sonnenschein draußen zu  verbringen. Zunächst namen sie am Gottesdienst zum Ökumenischen Tag der Schöpfung teil. Gemeindereferentin Cornelia Reisch und Pfarrerin Marika Trautmann hielten ihn auf deutsch, englisch und französisch. Musikalisch wurde er von dem Gitarrenduo Anke und Martin Lampeitl gestaltet.

Mittags saßen Einheimische und Gäste unter dem Kastanienbaum beim Pavillon der Kirchen auf der Landesgartenschau und kamen bei Pizza und gekühlten Getränken meist auf Englisch, notfalls mit Händen und Füßen ins Gespräch. In kleinen Gruppen spazierte man dann über das Gartenschau­gelände: Für Menschen aus Asien war es faszinierend, sich die Ausstellung von Grabsteinen und Grabbepflanzungen anzuschauen, weil sie dies aus ihrer Heimat so gar nicht kennen. Andere schauten begeistert über den Rhein nach Frankreich.

Am Nachmittag fanden am Pavillon der Kirchen verschiedene Workshops statt: Herr Wolf von der Firma Grünspecht erläuterte die ökologische Bauweise des Pavillons – und es stellte sich heraus, dass die Verwendung von Holz, Stroh und Lehm eine traditionelle Art des Bauens in Afrika ist. Herr Lampeitl berichtete von der Arbeit der Kirchen an Orten, wo Menschen ihre Freizeit oder ihren Urlaub verbringen. Und die Künstlerin Martina August stellte den Stationenweg über menschliche Grund­erfahrungen wie „Weinen“ und „Lachen“ vor, den sie neben dem Pavillon der Kirchen ge­staltet hatte.

Mit einem Reisesegen im Pavillon wurden die internationalen Gäste am späten Nachmittag verabschiedet.

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Teilnehmende der Ökumenischen Vollversammlung zu Besuch auf der Landesgartenschau

Am Mittwoch ja die 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen in Karlsruhe begonnen. Das höchste Entscheidungsgremium des ÖRK tritt in der Regel alle acht Jahre zusammen. Erstmals nach dem schwedischen Uppsala (1968) tagt die Vollversammlung in diesem Jahr wieder in Europa. Mehr als 4000 Teilnehmende aus 352 Kirchen und 120 Staaten der Erde werden zur weltweit umfassendsten Zusammenkunft von Christinnen und Christen erwartet. Am kommenden Wochenende werden rund 50 Teilnehmende der Vollversammlung zu Besuch bei der Landesgartenschau in Neuenburg sein. Um 11.00 Uhr findet dann ein öffentlicher Gottesdienst im Wuhrlochpark statt. Organisiert haben den die katholischen Gemeindereferentin Cornelia Reisch und Pfarrerin Marika Trautmann, die im Dekanat Breisgau-Hochschwarzwald für Mission und Ökumene zuständig ist. Der Gottesdienst wird auf deutsch, englisch und französisch gefeiert und lädt auch andere Interessierte ein. Die Gästegruppe wird außerdem einen Rundgang über das Landesgartenschaugelände machen und nach der Schlussandacht um 16.30 Uhr wieder nach Karlsruhe zurück kehren. 

Bereits seit mehreren Tagen sind Fahrradpilgernde in Richtung Karlsruhe unterwegs. Kirchengemeinde auf der ganzen Strecke haben dazu ihre Türen geöffnet und empfangen die Pilgernden. Im Bezirk Breisgau-Hochschwarzwald hat die Evangelische Stadtkirche in Müllheim eine Pilgergruppe herzlich willkommen geheißen. Über den Besuch sowie das die Vollversammlung berichtete die Badische Zeitung. Den Artikel können Sie hier nachlesen. 

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Zwei Neue für den Kirchenbezirk

Seit dem 01.09. haben Pfarrer Gerrit Hohage und Pfarrer Marcus Held ihre Dienste im Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald begonnen. Gerrit Hohage wird in Gundelfingen, Marcus Held in Badenweiler tätig sein. Am 11.09. wird Marcus Held um 09.30 Uhr in der Evangelischen Kirche Badenweiler eingeführt. Der Einführungsgottesdienst von Gerrit Hohage findet am 18.09. um 18.00 Uhr in der Evangelischen Kirche Gundelfingen statt. Der Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald freut sich über die personelle Verstärkung und die Besetzung der vakanten Pfarrstellen. 


Die beiden Neuen stellen sich in wenigen Sätzen selber vor. 

Pfarrer Dr. Marcus Held:

  • Besonders gespannt bin ich ... auf die Gemeinde Badenweiler, die Arbeit und die Herausforderungen, wie Kirche künftig sein wird, damit sie wieder mehr Menschen erreicht.
  • Mit der Region Breisgau-Hochschwarzwald verbinde ich … tolle Landschaften, gutes Essen und einen Neuanfang.
  • Nicht widerstehen kann ich … bei der Neuausrichtung der Kirche mitzuarbeiten und auch kontrovers zu diskutieren.

Pfarrer Dr. Gerrit Hohage: 

  • Besonders gespannt bin ich auf … die Zukunft, die wir als Kirche in schwierigen Zeiten gemeinsam gestalten.
  • Mit der Region Breisgau-Hochschwarzwald verbinde ich … wunderschöne Natur, die zum Wandern, Biken und anderem einlädt. Gute Luft. Echt nette Leute.
  • Nicht widerstehen kann ich … guter Musik, vor allem wenn es Lobpreis oder Jazz ist. Schwarzwälder Kirschtorte. Dem gemeinsamen Gebet in der Runde.

 

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Hofgut Himmelreich für den Umweltpreis 2022 nominiert

Das Hofgut Himmelreich ist für den Umweltpreis 2022 in der Kategorie "Sonderpreis Non-Profit-Organisationen" nominiert. Der Umweltpreis zeichnet Unternehmensstandorte für besondere Leistungen im betrieblichen Umweltschutz und für eine vorbildliche umweltorientierte Unter­nehmensführung aus. Bei der Vergabe des Preises steht im Vordergrund, dass das Unternehmen unter den Gesichtspunkten des Umwelt- und Klimaschutzes, der Ressourcenschonung sowie der Energieeffizienz als beispielhaft und wegwei­send eingestuft gilt. 
Das Hofgut Himmelreich besteht seit 2003 als ein gemeinnütziges Unternehmen. Seit September 2004 ist das Hofgut Himmelreich im Besitz der Hofgut Himmelreich gGmbH und wird als anerkannter Inklusionsbetrieb mit Hotel und Restaurant geführt. Das Diakonische Werk Breisgau-Hochschwarzwald und das Netzwerk Diakonie im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald e.V. sind Gesellschafter des Hofguts Himmelreich. 


Weitere Informationen zum Hofgut Himmelreich. 

Weitere Informationen zum Umweltpreis 2022. 

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„Liebe duldet keinen Angriffskrieg“ - Treffen der weltweiten Christenheit in Karlsruhe eröffnet

Mit einer Plenarveranstaltung ist am 31.08. die 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Karlsruhe eröffnet worden. Die Liebe Christi ist keine Gefühlsduselei, sie ist eine Praxis: tatkräftig, verwegen, mutig, widerständig“, erklärte die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Annette Kurschus (Hannover). „Liebe duldet keinen Angriffskrieg. Dem widerspricht sie“, sagte die Vorsitzende. Zu der neuntägigen Versammlung, die unter dem Leitwort „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt“ steht, kommen mehr als 4.000 Christinnen und Christen aus rund 120 Ländern zusammen, um gemeinsam zu beten, zu beraten und zu feiern.

In ihrem Grußwort hob die EKD-Ratsvorsitzende zugleich die Symbolkraft des Tagungsortes Karlsruhe als Sitz des Bundesverfassungsgerichtes hervor: „Diese Stadt ist für uns in Deutschland zumindest ein klitzekleiner Vorposten des Reiches Gottes: Weil hier nach Kräften die Menschenwürde hochgehalten und verteidigt wird. Ich wage zu behaupten, dass Jesus sagen würde: Ihr seid nicht fern vom Reich Gottes mit diesem Bekenntnis. Denn ja, es ist ein Bekenntnis, ein Glaubenssatz, eine Kampfansage an die millionenfache Antastung menschlicher Würde, die einen schier verzweifeln lässt.“, so die EKD-Ratsvorsitzende vor den Delegierten.  „Es ist dies die säkulare Form dessen, was wir glauben, dass uns in den angetasteten, entrechteten, unter Gewalt leidenden Menschenbrüdern und -schwestern Christus begegnet und uns zur Liebe ruft.“

Die badische Landesbischöfin Heike Springhart (Karlsruhe) äußerte die Hoffnung, dass die Delegierten der Vollversammlung in einen Dialog treten über zentrale Themen wie den Krieg und den Klimawandel „ehrlich, offen und verbunden im Geist Christi, getragen von der Bewegung Christi“. Die Landesbischöfin zeigte sich überzeugt von der Wirksamkeit der gemeinsamen Gespräche vor Ort. Zugleich erinnerte sie an die deutsch-französische „Geschichte der Versöhnung im Herzen Europas“.

Auch Oberbürgermeister Frank Mentrup (Karlsruhe) verwies auf die positiven Erfahrungen der Stadt Karlsruhe in einem Grenzgebiet. „Es ist unvorstellbar, dass sich unsere Großeltern und auch noch manche Eltern im Schützengraben gegenüberlagen und sich bekämpften.“ Die Vollversammlung könne ein Vorbild sein auch für den Dialog mit anderen Religionsgemeinschaften und für politische Debatten.

Die Vollversammlung ist das höchste Entscheidungsgremium des ÖRK und zugleich die umfassendste Zusammenkunft von Christinnen und Christen weltweit. Sie tritt in der Regel alle acht Jahre zusammen.

Die 11. Vollversammlung des ÖRK findet auf gemeinsame Einladung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Evangelischen Landeskirche in Baden, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), der Union der Protestantischen Kirchen von Elsass und Lothringen (UEPAL) und der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz in Karlsruhe (Deutschland) statt.

Die Evangelische Kirche in Deutschland wird in der Versammlung durch eine zwölfköpfige Delegation vertreten. Ihr gehören unter anderem die EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber sowie Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt (Nordkirche) und die Landesbischöfe Friedrich Kramer (Evangelische Kirche in Mitteldeutschland) und Heinrich Bedford-Strohm (Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern) an.


Informationen zur Vollversammlung des ÖRK und zum Begegnungsprogramm unter www.karlsruhe2022.de

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