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Gewichtige Entscheidungen in Müllheim

Um die Zukunft der gemeindeeigenen Gebäude ging es bei einer Gemeindeversammlung der evangelischen Kirchengemeinde Müllheim. Etwa 40 Gemeindeglieder hatten sich nach dem Gottesdienst am Sonntag in der Kirche eingefunden, um sich vom Kirchengemeinderat über die jüngsten Entwicklungen informieren zu lassen.

Es sind gewichtige Entscheidungen, die in den vergangenen Monaten getroffen wurden: allen voran die, das bisherige Gemeindehaus an der Stadtkirche abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Dafür soll ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden. Manfred Klucker, der Vorsitzende des Kirchengemeinderats, erklärte detailliert die Zusammenhänge, die zu dieser Entscheidung geführt haben. Demnach entspricht die aktuelle Fläche des Gemeindehauses nicht den aktuellen Vorgaben der Badischen Landeskirche, die bei künftigen Baumaßnahmen nur noch eine bestimmte, sich an der Zahl der Kirchenmitglieder bemessende Fläche finanziell unterstützt. Das Müllheimer Gemeindehaus übersteigt die ihm gemäß der 4700 Gemeindeglieder in Müllheim und Vögisheim zustehende Fläche erheblich.

Die Veränderungen sind eingebettet in einen größeren Zusammenhang. So hat die Landessynode 2014 das Landeskirchliche Liegenschaftsprojekt beschlossen mit dem Ziel, die finanzielle Belastung der Gemeinden durch zu hohe und teilweise veraltete Gebäudebestände zu reduzieren. Über die endgültige Größe sei aber noch nicht entschieden, so Klucker: Als Stützpunktstandort für die umliegenden Kirchengemeinden, etwa bei der Kirchenmusik, der Konfirmandenarbeit oder bei der Ausrichtung von Bezirkssynoden, hoffe die Kirchengemeinde Müllheim darauf, zusätzliche Flächen zuerkannt zu bekommen. In einem Workshop haben die Kirchenältesten Kriterien zusammengetragen, die ein neues Gemeindehaus erfüllen soll. Demnach soll es vor allem einladend wirken, barrierefrei sein und über flexible Räumlichkeiten verfügen, um verschiedenen Veranstaltungsformaten gerecht zu werden.

Die Reaktionen der Versammlung reichten vom glatten Einspruch gegen den Abriss, über die Idee, nur das Obergeschoss des Gebäudes zu erneuern und den unteren Teil stehen zu lassen, bis hin zum Vorschlag, im Untergeschoss eine Kindertagesstätte einzurichten. Kritisiert wurde die mangelnde Transparenz bei der Entscheidungsfindung, die ohne vorherige Rücksprache in der Gemeinde erfolgt ist.     

Zuvor war Willi Messner per Akklamation als neuer Vorsitzender der Gemeindeversammlung bestätigt worden. Er regte an, Gemeindeversammlungen künftig zweimal im Jahr zu veranstalten, um die Gemeinde über die Entscheidungen des  Kirchengemeinderats, der einmal im Monat nichtöffentlich tagt, auf dem Laufenden zu halten.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt berichtete Diakonin Medea Frey über die sich erfreulich entwickelnde Jugendarbeit in der Gemeinde. So nähmen viele Jugendliche nach der Konfirmation die Gelegenheit wahr, sich über verschiedene Kurse für die Leitung von Jugendgruppen weiterzubilden. Ganz neu ist ein Angebot für Mädchen von der 5. bis zur 7. Klasse am Freitagnachmittag, in dem neben dem gemeinsamen Kochen und Essen auch Kontakte zu anderen Einrichtungen der Gemeinde geknüpft werden sollen.

Mit der Gottesdienstreihe „Punkt 6“, die Pfarrerin Daniela Hammelsbeck im Anschluss vorstellte, wird von einer engagierten Gruppe in der Gemeinde der Versuch unternommen, dem traditionellen Gottesdienst am Sonntagmorgen ein neues, innovatives Format gegenüberzustellen, geprägt unter anderem von neuer Musik und interaktiven Elementen, jeweils einmal im Vierteljahr, sonntags um 18 Uhr. Der nächste „Punkt-6-Gottesdienst“ findet am 1. Juli in der Stadtkirche statt und steht – passend zur Fußball-WM – unter dem Motto „Halbzeit“.

Beatrice Ehrlich

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Jugendsynode 2018: Auch aus unserem Kirchenbezirk waren Jugendliche dabei!

112 Jugenddelegierte aus den Kirchenbezirken und Verbänden der Evangelischen Jugend Baden haben bei der Landesjugendsynode in Karlsruhe unter dem Motto „Da fühl ich mich daheim - Heimat Kirche“ die aktuelle Situation in der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit diskutiert. Heimat sei für sie da, „wo ich angenommen bin und wo ich etwas gestalten kann“, so die Botschaft der jungen Menschen. Wie das umgesetzt werden kann, diskutierten sie in unterschiedlichen Arbeitsgruppen. Die Jugendsynode legte außerdem Förderschwerpunkte für die Themenfelder Demokratie & Wertebildung und Frieden fest. Im Rahmen der Tagung wurde Fabian Peters, der inzwischen dem Präsidium der badischen Landessynode angehört, für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.

Heimat müsse nicht an einen Ort gebunden sein. „Die Menschen und meine Beziehung zu ihnen sind für mich prägend“, formulierte dies eine 17-jährige Delegierte. In den Arbeitsgruppen machten die Jugendlichen deutlich, dass kirchlichen Festen und Ritualen eine wichtige Rolle zukomme. Es gab auch kritische Rückmeldungen. Ein sehr enges Verständnis von „Heimat“ könne dazu führen, dass es zu Ausgrenzung kommt. In der Evangelischen Kinder- und Jugendarbeit solle es um das gemeinsame Gestalten der Gegenwart und die gemeinsame Beheimatung in Vielfalt gehen. „Sei identifizierbar und sei gesellschaftlich relevant“, fasste dies eine Workshopgruppe zusammen. Verbindende Elemente könnten auch Musik und die Begegnung im digitalen Raum sein. Eine digitale Begleitung von lebensgeschichtlich relevanten Zeiten wie Prüfungsphasen, Konfirmation oder 18. Geburtstag sei eine weitere Möglichkeit. Denn „Heimat ist da, wo ich gesehen werde“, so das Fazit eines Delegierten.

Bereits am Freitag waren mehr als 40 Delegierte der Evangelischen Gemeindejugend Baden (EGJ) zum jährlichen EGJ-Treffen zusammengekommen, um sich über die Chancen und Herausforderungen der Kinder- und Jugendarbeit in Stadt und Land auszutauschen.

Für 17 Jahre ehrenamtliches Engagement für Kinder und Jugendliche auf Gemeinde-, Bezirks- und Landesebene wurde Fabian Peters mit dem goldenen Kugelkreuz geehrt. „Er war und ist eine starke Stimme von und für Kinder- und Jugendarbeit und für die Interessen von jungen Menschen“, betonten Ralf Zimmermann als Vorsitzender der Evangelischen Jugend Baden und Landesjugendpfarrerin Ulrike Bruinings und dankten ihm auch für seine Bereitschaft, immer wieder gemeinsam Wege zu suchen und zu erproben.

Die nächste Landesjugendsynode wird am 18. Mai 2019 stattfinden.

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Helden und Heldinnen gesucht

Die Diakonische Initiative sucht Assistenzkräfte für inklusive Sommerfreizeiten (20,00 Euro/Tag)

Seit den 1990er Jahren bietet die Diakonische Initiative „unBehindert miteinander leben“ Hügelheim Freizeiten für Menschen mit und ohne Behinderung an. Die Nachfrage von Teilnehmer*innen ist groß und viele freuen sich seit Anfang des Jahres auf den großen Sommerurlaub. Die Plätze − vor allem die Plätze für Rollstuhlfahrer*innen − sind schnell ausgebucht, so dass bereits wenige Woche nach dem Erscheinen des Freizeitprospekts die ersten Namen auf der Warteliste stehen.

Die Ausflüge, Führungen, Theaterbesuche werden gebucht, die Bastelworkshops erstellt und mit viel Freude und Herzblut werden die Freizeiten im In- und Ausland für das nächste Jahr von den größtenteils ehrenamtlichen Freizeitleiter*innen organisiert und vorbereitet. Was fehlt, sind die ehrenamtlichen Assistenz- und Pflegekräfte, die die Teilnehmer*innen auf der Freizeit begleiten, unterstützen und betreuen. Dass Ehrenamtliche gesucht werden, ist nicht nur in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung spürbar, sondern auch in den vielen anderen sozialen Bereichen. Warum ist da so? Darüber kann man nur spekulieren, Schuld sei der Pluralismus in der Gesellschaft, der erhöhte Leistungsdruck in der Schule, gepaart mit Ganztagesbetreuung und Nachmittagsunterricht, sowie die private Freizeitgestaltung, die oftmals keinen Platz für ein soziales ehrenamtliches Engagement lassen.

Wir suchen Helden und Heldinnen, die trotz dieser Gründe Lust haben sich ehrenamtlich zu engagieren und uns auf unsere inklusiven Sommerfreizeiten begleiten! Denn das Ehrenamt ist eine ganz wunderbare Sache und trägt entscheidend zum gesellschaftlichen Leben bei. Man setzt sich dabei nicht nur für andere Menschen ein, sondern lernt sich, seine Grenzen und seine Fähigkeiten besser kennen. Dabei trifft man auf viele neue Leute, entdeckt neue Städte, Einrichtungen, Perspektiven und stellt fremde und eigene Weltanschauungen und Lebensentwürfe in Frage – viele gute Gründe, um sich vielleicht doch ehrenamtlich zu engagieren.

Wer noch mehr Gründe braucht, kann hier ein paar Aussagen von Ehrenamtlichen Assistenzkräften der  Diakonischen Initiative „unbehindert miteinander leben“ Hügelheim lesen:

 „Es gibt die Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen und sich nicht auf Leistungen oder Kapitalerträge zu fokussieren. Hier ist der Wert jedes Menschen wichtig. Nicht sein Aussehen, sein Geld oder seine Noten.“

„Besonders gut gefällt mir, dass bei der D.I. die Menschen im Mittelpunkt stehen. Wir erleben so viel, lernen neue Städte, neue Häuser, neue Menschen kennen. Nicht selten entstehen Freundschaften. Ich fühle mich wohl und tue dabei etwas Gutes.“

„Ich finde gut, dass man mit Menschen in Kontakt kommt, die oft am Rande der Gesellschaft stehen. Es ist so schön zu sehen, wie sich über Kleinigkeiten freuen und den Urlaub genießen. Am Anfang hatte ich ein paar Bedenken, aber die waren sofort wieder weg und ich hatte jede Menge Spaß.“

Werdet selbst zu Heldinnen und Helden und schenkt  Menschen Zeit und Freude! Die Diakonische Initiative sucht für die Sommerfreizeiten Menschen, die Lust haben etwas Neues auszuprobieren und Erfahrungen im sozialen Bereich machen wollen. Die einzige Voraussetzung ist das Mindestalter von 17 Jahren. Nach oben hin gibt es keine Altersgrenze. Wir bieten dafür freie Kost, Fahrt und Unterkunft, Mitarbeiter*innenschulung, Haftpflicht- und Unfallversicherungsschutz, Bescheinigung der Tätigkeit, eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 20,00 Euro am Tag, vor allem aber: die Möglichkeit, Freude zu schenken und etwas Sinnvolles zu tun – somit einen unvergesslichen Urlaub zu erleben.

Wer Interesse hat, die Diakonische Initiative zu begleiten, kann sich bei Mareike Ochs melden (07631-6103 oder info@di-huegelheim.de).

Die Termine für 2018 sind:

Freizeit Fürstenberg: 28.07. – 11.08.2018

Freizeit Scharbeutz: 24.08. – 07.09.2018

Freizeit Italien: 05.08. – 19.08.2018

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Wohlan alle ... kommt her!

Nach(t)gedanken zur Bezirkssynode in Müllheim, April 2018 

Wer wie wir aus dem Osten kommt und also weit weg von Müllheim wohnt, sollte trotzdem nicht über die zurückzulegende Entfernung jammern. Nein, nicht aus Solidarität mit den wenigen, die für die vielen Synodalen aus dem Süden weit fahren, sondern weil uns unsere Chauffeuse über den Storen und dann durch die badischen Toskana dorthin bringt. Der Weg führt uns an einer geöffneten Gartenwirtschaft nach der anderen vorbei, dazwischen eingestreut Eisdielen, sodass wir uns ein ums andere Mal fragen, warum wir uns das antun und nicht lieber einkehren, uns die Sonne auf’s Haupt scheinen - und die Synode ohne uns tagen lassen?

Wir tun es nicht. Ausserdem stand ja keiner am Strassenrand und rief: »Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser (Jes.55,1)!«, wobei das Wasser im Markgräflerland mindestens aus einem leichten Gutedel besteht. So fahren wir daran vorbei. Irgendwelche Soziologen würden uns wahrscheinlich ins Milieu der Hochmotivierten einsortieren.

Die Frage, warum wir das tun, beantwortet aber bald Medea Tenberg, die uns im Gottesdienst, den sie mit uns feiert und der etwas von Gottes Freundlichkeit atmet, daran erinnert, dass wir mit unserem Gott über Mauern springen können (Ps.18). Vielen Dank dafür!
Nur ganz kurz denke ich daran, dass der Arbeitskreis Frieden den Zusammenhang dieser Stelle hoffentlich nicht so genau kennt.

 

Und heilen den Schaden meines Volkes nur obenhin, indem sie sagen: »Friede! Friede!« und ist doch kein Friede (Jer. 8,11)

»Und als ich damals die Pershing-Raketen durch Engelsbrand (genau, das ist das Dorf, das irgendwo zwischen Waldrennach und Unterreichenbach liegt, alles klar?) fahren sah, da wusste ich, ich muss etwas tun«, erinnert sich Religionslehrer Udo Grotz. Wenn dann noch das passende biblische Wort dazukommt (vermutlich: »Siehe, ich lege dir heute das Leben und das Gute vor, den Tod und das Böse« aus Dtn.30), wer wollte da nicht seinem Denken eine neue Richtung geben?

Durch ihn und Theo Ziegler konnten wir in die Arbeit des AK Frieden eintauchen, der auch eine neue Studie dabei hatte, in der uns verschiedene Szenarien vorgelegt werden, die uns helfen sollen, uns zwischen Wegen des Friedens und des Todes zu entscheiden. 

Es ging - das wussten wir ja - um den Weg der Gewaltfreiheit. Folgerichtig kritisiert Theo Ziegler die vielen neueren Militärmissionen, die alle mehr oder weniger gescheitert seien. Wohin uns das ganze führt?
Nun, er meint, dass wir so langen Frieden nicht wegen der Abschreckung hatten, sondern trotz ihrer, da vorhandene Waffen irgendwann eingesetzt werden, wenn man sie schon habe ... Also schlägt er eine neue, zivile Sicherheitspolitik vor. Das alles hat nicht wenig Überzeugungskraft. Aber spätestens an einer Stelle bleibe ich nachdenklich zurück, als uns der zivile Widerstand als Verteidigung - nicht des Landes, sondern -  eines Lebensstiles empfohlen wurde. Den Verweis auf die DDR 1989 kann ich noch gut mitgehen, aber den auf die CSSR 1968? Dann sehe ich wieder die russischen Panzer durch Prag fahren und Jan Palach brennen. Da hatte es mit der Verteidigung eines Lebensstiles nicht ganz so gut geklappt. Was folgte war das, was Milan Kundera in seinem Roman »Der Scherz« beschreibt.

Gerne unterschreibe ich Theo Zieglers Satz: »Wer etwas verändern will, setzt sich Ziele, wer etwas verhindern will, sucht Gründe.« Aber nach wie vor überzeugen mich persönlich die Antworten des AK Frieden auf Srebrenica nicht. Ich weiss am Ende nur, dass es mir schwer fällt, das »deutlichere Zeichen« im sich Heraushalten zu entdecken. Mir scheint, auch der, der sich heraushält, kann nicht frei von Schuld bleiben. Trotzdem, macht weiter, wir brauchen in der Kirche so einen Stachel.

 

Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Grossen treu (Lk.16,10)

Was war sonst noch?

Richtig, der Haushalt. Den konnten wir zügig verabschieden, weil er vom Finanzausschuss, dem VSA und immer wieder von Frau Lambrecht gut vorbereitet war. Ganz nebenbei lernen wir, als es um unsere vermutlich letzten Beschlüsse zum Haushalt des Diakonischen Werkes ging, dass es eine Geschäftsordnung der Synode gibt, an die man sich halten sollte. Nur gut für das Diakonische Werk, dass unser Dekan sich auch hier als Pontifex erwies und einen Umlaufbeschluss vorschlug.

In den Verwaltungsrat des VSA wurde für Stefan Bold Frau Gabi Heuß (für die Südschiene: Pfarrerin in Lenzkirch) nachgewählt.

Ausserdem hören wir von Eberhard Deusch einen Bericht zur tragischen Entwicklung in Kamerun, wo der Streit zwischen der frankofonen Mehrheit und der anglofonen Minderheit immer weiter eskaliert. Viel ist es nicht, was wir an diesem Abend tun können, immerhin verabschieden wir einen Brief an die Bundestagsabgeordneten unserer Region, sie mögen ihren Einfluss auf die Bundesregierung geltend machen, die sich für Frieden und Verhandlungen einsetzen solle.

Wir hören durch Frau Aldinger noch von der letzten Landessynode, dass die Landeskirche beim dritten Weg bleibt, sodass es weiter keine Gewerkschaften als Verhandlungsgegenüber in Tarif- und Arbeitsrechtsfragen geben wird. Auf jeden Fall soll alles transparenter werden, es werde auch einen Ombudsmann (nein, es muss wohl heissen eine Person im Ombudsamt) geben. Für Kirche und Diakonie soll es einheitliche Arbeitsrechtsregelungen geben, das wäre schon mal ein Fortschritt. Dann hoffen wir das Beste, damit nicht der alte Faust wieder einmal Recht behalte (»Die Botschaft hör ich wohl…«).

Auf die neue Perikopenordnung und den neuen Anhang zum Gesangbuch, die zum Advent kommen sollen, werden wir auch noch aufmerksam gemacht. Da wird mir doch ein wenig bedenklich zumute, denn die äusserst demokratische Art der Beteiligung des Kirchenvolkes am Zustandekommen des neuen Anhangs sollte lieber nicht Schule machen, aber vielleicht war während der Beratungen dazu die Transparenz gerade abwesend und wurde generalüberholt, wer weiss.

Endlich werden wir von Schuldekan Dirk Boch noch auf die Herbstsynode, auf der es um Bildungsfragen gehen wird, hingewiesen. Er möchte dann auch gerne Rückmeldung erhalten, wie wir seine bisherige Arbeit einschätzen. Wenn jemand Nachhilfe braucht: Das ist Transparenz. Vielleicht ist Herr Boch ja an der Intransparenz bei der Entstehung des neuen Anhangs schuld, weil er sich gerade die Transparenz in Karlsruhe ausgeliehen hatte und dort gab es eben nur ein Exemplar?

Zum Schluss teilt uns Dietmar Bader noch mit, dass er den Vorsitz der Bezirkssynode niederlegen wird, um für eine Person im Nichttheologenamt (stimmt das so? Laien sagen wir ja bei uns nicht) den Weg frei zu machen. Das ehrt ihn und es ist ein Stück ehrliche und transparente Arbeit am Aufbau der evangelischen Kirche.

Ach ja, wir haben uns wieder verjüngt, und schöner werden wir auch, im Durschnitt… Wir heissen ganz herzlich Philipp van Oorschot als neuen Pfarrer in Kirchzarten willkommen.

Susanne Berninger wird als Prädikantin wiederberufen - wir freuen uns mit ihr.

Danach singen wir: »Herr bleibe bei uns, denn es will Abend werden«. Dem ist nichts hinzuzufügen. Und jetzt weiss ich auch wieder: Er ist es, für den wir uns das »antun«, meint

Hellmuth Wolff

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Die Diakonische Initiative in Hügelheim sucht: Held*innen!

"Für unsere inklusiven Sommerfreizeiten suchen wir Menschen ab 17 Jahren, die uns dabei helfen Menschen mit Handicap einen wunderschönen Urlaub zu ermöglichen. Wir bieten Euch Schulungen, freie Fahrt, Verpflegung und Unterkunft, Versicherungsschutz, Bescheinigungen, tolle Erfahrungen, nette Menschen und eine Aufwandsentschädigung von 20,00 Euro pro Tag!"

Termine:
Freizeit Fürstenberg 28.07. – 11.08.2018
Freizeit Italien 03.08. -19.08.2018
Freizeit Scharbeutz 24.08. – 07.09.2018

 

Kontaktdaten und weitere Info`s: www.di-huegelheim.de

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Einladung zu zwei Chorprojekten "Bach und Luther"

 

Das Pop-Oratorium kommt zurück als kirchenbezirkübergreifendes Projekt!

Ein Jahr nach dem Reformationsjahr, 500 + 1, werden an insgesamt vier ausgewählten Orten in Süddeutschland und der Schweiz, exklusiv von der Stiftung Creative Kirche Witten als Veranstalter, Aufführungen um den Reformationstag 2018 stattfinden. Das Besondere daran: Es werden die Original Musical-Bühnenstars mit Schauspiel und Gesang sowie die Live-Band der großen TV-Produktion aus dem Megaspektakel der Mercedes-Benz Arena in Berlin dabei sein und wir als ChorsängerInnen mittendrin.

Ein Projektchor aus dem Einzugsbereich Freiburg, Breisgau-Hochschwarzwald, Markgräflerland

soll sich formieren und das Oratorium am

Sonntag, 04.11.2018, um 19.00h im großen Saal des Konzerthauses Freiburg

auf die Bühne bringen.

Weitere Infos finden Sie in der Ausschreibung...

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Fachtag für Sekretärinnen in Hohenwart

Fachtag für Sekretärinnen in Hohenwart am 16.4.2018

Im zweijährigen Rhythmus fahren die Sekretärinnen aus den Kirchenbezirken Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen und Freiburg gemeinsam mit dem Bus zum Fachtag der Sekretärinnen nach Pforzheim-Hohenwart zur Fortbildung beim Hohenwart Forum.

Sie alle genießen diesen „Energydrink“ für den Alltag als Pfarramts-, Schuldekanats- und Dekanatssekretärinnen. Der Fachtag besteht aus Motivation, Innovation und Energie.

Nach einem inspirierendem Vortag am Vormittag wurden am Nachmittag in Workshops Tipps und Anregungen für die Arbeit in Pfarramt und Verwaltung angeboten.

Der wertvolle Austausch mit den Kolleginnen und das schöne Ambiente des Hohenwart Forums machten den Fachtag zu einem Erlebnis für Seele, Kopf und Körper.

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Auf der Suche nach dem "Schnittpunkt"

"Herzlich willkommen bei der Firma Hekatron!" lächelt uns eine junge Dame im Empfangsbereich des Hekatronwerks in Sulzburg entgegen. Alles ist sehr einladend - der Eingang und Empfang sind hell und freundlich gestaltet, gleich nachdem wir angekommen sind eilen schon verschiedene Mitarbeiter*Innen herbei und schütteln uns freundlich die Hände. Wir - das ist der Pfarrkonvent des Kirchenbezirks Breisgau-Hochschwarzwald auf Betriebsbesuch - bekamen Namensschilder und Schutzkleidung, dann konnte es losgehen. Wirtschafts- und Sozialpfarrer Andreas Bordne vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt hat diese "Begegnung" für uns organisiert.

"Wir produzieren ihre Ideen" - steht auf der PowerPointPräsentation, mit der uns eine Mitarbeiterin der Personalabteilung eindrücklich die Firma Hekatron vorstellt. Die Firma hat einen sehr guten Ruf, sowohl in ihrer Profession als Hersteller von Sicherheitslösungen in der Brandschutztechnik als auch als Arbeitgeber. Hekatron engagiert sich für seine Arbeitnehmer*innen. Einige Beispiele dafür dürfen wir hören und bestaunen - Mitarbeiter*innenausflüge, Mitarbeiter*innenband, Motorradausflüge, gemeinsame Teilnahme an Sportveranstaltungen und einiges mehr. All dies brachte der Firma Hekatron zahlreiche Auszeichnungen ein. Die Mitarbeiter*innen identifizierten sich - nicht zuletzt deswegen - gerne mit ihrem Arbeitgeber, das ist spürbar.

Dann öffnete sich - mit einer Betriebsführung - eine ganz fremde Welt für uns kirchliche Mitarbeiter*innen. Produktionslinien, Fertigungsräume, Roboterarme die sich blitzschnell bewegen und arbeiten, Prüfstände, technische Gerüche und Geräusche. Viele von uns staunten und beobachteten neugierig alles, was sich um uns herum bewegte. Modernste Technologie im Einsatz von zahlreichen Mitarbeiter*innen. Prozesse, Abläufe, Sicherheitsbereiche. Was "macht" das eigentlich mit den Mitarbeiter*innen?

Unser Besuch diente dem Dialog zwischen Kirche und Wirtschaft. Wir wollten Einblicke in die Arbeitswelt dieses Wirtschaftssektors gewinnen. Nun bleibt uns die Frage: Wo finden wir denn Schnittpunkte mit Menschen in einem so technisierten Arbeitsumfeld? Wie müsste ein Angebot von uns aussehen, das Menschen nach einem "harten" acht Stunden Tag am Prüfstand noch in unsere Gemeinden "lockt"? Wie können wir Menschen in einem industriellen Leben- und Arbeitsumfeld begleiten? Was können wir als Kirche zu Wertediskussionen in der Wirtschaft beitragen? Welche Themen der Arbeitsfeld greifen wir in der Seelsorge wieder auf? Spannende Fragen nach einem spannenden Besuch.

Vielen Dank an die Damen und Herren der Firma Hekatron Technik GmbH in Sulzburg!

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Ein Dach trägt niemand allein - Partnerschaft mit Kamerun: Geht das überhaupt?

„Ein Dach trägt niemand allein“ Dieses Sprichwort aus Kamerun ist ein schönes Motto für ein gemeinsames Leben der Menschen in einer Welt. Ein Leben über verschiedene Kontinente und Kulturkreise hinweg. Der Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald führt seit inzwischen 30 Jahre eine Partnerschaft mit dem Kirchenbezirk Bui der presbyterianischen Kirche in Kamerun durch wechselhafte Zeiten.

Im Jahr 1987 wurde die Partnerschaft zwischen dem damaligen Kirchenbezirk Müllheim und dem Bezirk Bui der Presbyterianischen Kirche Kamerun gegründet. Der Bezirk Bui liegt im englischsprachigen Teil Kameruns im Nordwesten, ca. 4.700 km Luftlinie von Freiburg. Die Hauptstadt des Bezirks Bui ist Kumbo. Gemeinsam Gottesdienste feiern, z.B. in den jedes Jahr im Mai stattfindenden Partnerschaftsgottesdiensten, voneinander lernen und einander helfen, sind die geistigen Grundlagen unserer Partnerschaft.

Neben den geistigen Themen ist das Tun das schlagende Herz der Partnerschaft. Im Tun ergänzen sich die Menschen, lernen voneinander und helfen einander. Die gegenseitigen Besuche alle zwei Jahre sind ein wesentlicher Baustein der Partnerschaft. Zuletzt hat uns eine Delegation aus Kamerun im Mai 2017 besucht, 2019 wird eine Delegation aus unserem Bezirk nach Bui reisen.

Es gab und gibt Projekte und Aktivitäten, die die Partnerschaft fühlbar machen und durch die die Partnerschaft auf beiden Seiten erlebt wird:

  • Durch den „Kumboja-Kaffee“ konnten wir die Partnerschaft sogar riechen und schmecken. Wegen zunehmender Risiken in der Liefersicherheit und für die Finanzierung musste dieses Projekt leider beendet werden.
  • In einem Workcamp in Kamerun mit Jugendlichen aus Deutschland und Bui wurde eine „Jugend-Farm“ angelegt.
  • Seit 2002 leisten junge Menschen regelmäßig einen einjährigen Freiwilligendienst in Kumbo. Diese jungen Menschen sind unsere Botschafter und geben der Partnerschaft vor Ort ein Gesicht.
  • Mehrere Bau-Projekte am und im Jugendzentrum in Kumbo wurden gemeinsam entwickelt und durch Spenden finanziert. Im zugehörigen Kindergarten wurden 2003 Spielgeräte gebaut und 2004 wurde das Dach erneuert.
  • Im Ort Kishong (ca. 20 km von Kumbo) wurde 2007 eine Gesundheitsstation eingerichtet und seitdem gefördert. So ist der sehr ländliche Raum medizinisch besser versorgt.
  • Viele Freundschaften und sogar zwei Ehen sind entstanden aus der Partnerschaft und aus dem Freiwilligendienst.
  • Über Spenden werden seit vielen Jahren Schulen mit Schulbüchern ausgestattet. Daneben werden rund 80 Waisenkinder regelmäßig gefördert, um ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen. (Projekt der Frauengruppe der Kirchengemeinde Müllheim)

Während die Institutionen, also die Kirchenbezirke Bui und Breisgau-Hochschwarzwald, die offiziellen Träger der Partnerschaft sind, sind die Menschen dort und hier, deren „operative“ Träger. Durch diese Menschen lebt die Partnerschaft, sie machen die vielen Projekte, entwickeln die Partnerschaft und machen sie zu einem lebenserfüllten Miteinander.

Seit Herbst 2016 rumort es in Kamerun. Die englischsprachigen Landesteile (Bui liegt im englischsprachigen Nordwesten) lehnen sich wegen einer zunehmenden Ungleichbehandlung auf, bis hin zu Rufen nach einer Sezession. Streiks wurden mit staatlichen Repressalien beantwortet, das Internet wurde abgeschaltet, es kam zu gewalttägigen Zusammenstößen. Es soll auch bereits Übergriffe des Militärs gegen die Zivilbevölkerung mit mehreren Todesopfern gegeben haben. Eine Annäherung ist zurzeit leider nicht in Sicht.

Wegen der angespannten politischen Lage in Kamerun musste der diesjährige Freiwilligendienst im Januar vorzeitig beendet werden. Persönlich können wir im Moment nicht mehr, als in Gedanken bei unseren Partnern zu stehen und mit ihnen für eine friedliche und völkerverträgliche Lösung des Konflikts zu beten.

Dieser Konflikt bestärkt uns erst recht, die Partnerschaft verlässlich und nachhaltig weiterzuentwickeln, im Geiste wie im Tun. Das Partnerschaftskomitee freut sich auf Menschen, die an dieser Partnerschaft teilhaben und sich einbringen möchten. Die Aufgabe ist lohnenswert, erfüllend und nie endend. Eine Partnerschaft mit Kamerun geht sogar sehr gut.

Für das Partnerschaftskomitee

Otfried Köhn
Ev. Kirchengemeinde Müllheim

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Vocatio

Im Rahmen des Gottesdienstes zum Auftakt des religionspädagogischen Studientages erhielten

Kristina Bosse, Mac Planck Realschule, Bad Krozingen (links)

Larissa Freisler-Schüler, Julius Leber Schule, Breisach (rechts)

von Schuldekan Dirk Boch Ihre Vocatio-Urkunde überreicht, die nach erfolgreicher Ausbildung zur Erteilung des evangelischen Religionsunterrichtes bevollmächtigt.

 

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Glauben muss immer auch hinterfragt werden

Der evangelische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh hat zu Ostern an den untrennbaren Zusammenhang von Religion und Freiheit erinnert. „Wenn der Osterglaube wirklich in unserem Alltag und vor allem in unseren Herzen ankommen soll, dann geht das nur in Freiheit“, erklärte Cornelius-Bundschuh. Anstelle eines fundamentalistischen Verständnisses von Religion sei es notwendig, „in Freiheit auch Fragen an den Glauben“ zu stellen, so wie es in der Bibel bereits der „ungläubige Thomas“ getan habe. "Zugleich durchbreche Ostern die Spirale der Gewalt und stehe für den gewaltfreien Kampf für Frieden und Gerechtigkeit, wie ihn auch die Ostermärsche praktizierten“, sagte der Landesbischof.

„Ostern ist ein Fest, aber es ist auch ein Kampf um die Köpfe und die Herzen der Menschen und um ihre Hoffnung. Wer auf das Osterlicht vertraut, darf zu den Bildern des Todes in dieser Welt nicht schweigen. Damit nicht der Eindruck entsteht, Macht und Gewalt hätten doch das letzte Wort“, erklärte der Landesbischof. Er erinnerte an die zentrale Bedeutung von Ostern als Fest des Lichtes, gerade für die bedrängten Christen in vielen Ländern der Welt. So sei es beeindruckend, wie syrische Christen sich gegenseitig in der Hoffnung stärkten, dass „die Macht des Todes schon gebrochen ist; auch wenn sie sich in diesen Jahren so schrecklich aufbäumt.“

Cornelius-Bundschuh erinnerte an die Kraft vieler Osterlieder, die am Sonntag und Montag in den Gottesdiensten gesungen werden: „Sie besingen eine Erfahrung von Auferstehung mitten im Dunkel des Lebens“. Über den Gottesdienst hinaus seien Lieder notwendig, „die die Menschen in ihrer Not ernst nehmen und ermutigen, die sie aufrichten und stärken, die wir einander zu singen.“ Ostern sei aber auch ein Fest der Natur, die Gott den Menschen geschenkt habe: „Wir feiern, dass der Boden aufbricht und die Blumen und Sträucher blühen. Wir freuen uns am Frühlingslicht, das wärmt und neue Kraft schenkt“, sagte der Landesbischof.

Cornelius-Bundschuh würdigte, dass in diesen Tagen „zum sechzigsten Mal Menschen überall in Deutschland auf den Ostermärschen ein Zeichen gegen Krieg und Gewalt setzen“. Er rief die Bundesregierung dazu auf, „mutiger zu sein und keine Kriegsschiffe nach Saudi-Arabien zu liefern“. Ein „Sieg gegen die Mächte des Todes ist nicht auf dem Schlachtfeld zu gewinnen; da bekommt der Kreislauf der Gewalt nur immer neuen Schwung; da wird der Hass nur wieder neu angeheizt; da wächst nur immer neue Schuld“, sagte Cornelius-Bundschuh. Er äußerte die Hoffnung, dass die Kirche „im Geist von Ostern für viele Menschen zu einem Kraftzentrum wird, gemeinsam neue Wege des Friedens und der Gerechtigkeit sucht und sich aufrecht macht in den Fußstapfen von Jesus Christus."

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Evangelische Kirche präsentiert Hirtenhütte und Hirtenweg auf der Landesgartenschau Lahr

Mit einem vielfältigen Programm begleitet die Evangelische Kirche die Landesgartenschau in Lahr. Vom 12.4. bis zum 14.10. lädt die Hirtenhütte im Seepark zu Einkehr und Begegnung bei täglichen Andachten und Veranstaltungen ein. Ein Hirtenweg führt Besucherinnen und Besucher auf die Spur biblischer Geschichten. Zur Eröffnung der Landesgartenschau feiern der evangelische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh und der katholische Erzbischof Stefan Burger am 14.4. um 11 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst auf der Hauptbühne.

„Der badischen Landeskirche ist es ein Anliegen, auf der Landesgartenschau präsent zu sein, damit Menschen auf niederschwellige Weise Kirche erleben können“, erklärte Oberkirchenrat Matthias Kreplin am heutigen Mittwoch (28.3.) vor Pressevertretern in Lahr. Es solle damit ein „spiritueller Impuls“ für einen „Ort der Begegnung“ geschaffen werden. Dekan Rainer Becker (Lahr) hob den Aspekt der Nachhaltigkeit hervor. So soll das Holz später für ein Jugendprojekt wiederverwendet werden. Sechs Lämmer und ein Mutterschaf werden zudem im Stall der Hirtenhütte den Sommer verbringen und in einem Inklusionsprojekt täglich von Schülerinnen und Schülern versorgt.

Pfarrerin Henriette Gilbert (Kippenheim), Beauftragte für die Landesgartenschau, dankte den zahlreichen Ehrenamtlichen, die die vielfältigen Angebote unterstützen: „Allein 110 Ehrenamtliche werden uns in der Hirtenhütte verstärken und persönliche Gespräche mit unseren Gästen ermöglichen“, sagte Gilbert. Ulrike Karl lobte als Vertreterin der Landesgartenschau Lahr GmbH die Zusammenarbeit: „So ein großes Projekt wie hier gab es von kirchlicher Seite noch nie auf einer Landesgartenschau“, erklärte Karl. Es sei wichtig, dass dank der Kirche Ruhe und Halt vermittelt werde.

Mit Hirtenhütte und Hirtenweg greifen die haupt- und ehrenamtlich Engagierten der Evangelischen Kirche Psalm 23 auf: „Der Herr ist mein Hirte“, heißt es darin. Themen wie das „finstere Tal“ oder der „rechte Weg“ sind in einzelnen Gartenteilen umgesetzt worden. Führungen über den Hirtenweg lassen Erwachsene und Kinder an insgesamt sechs Stationen in die Welt der Bibel eintauchen. Sie finden jeden Samstag und Sonntag um 14 Uhr sowie auf Anfrage statt.

Täglich um 12, 15 und 18 Uhr wird in der Hirtenhütte Andacht gefeiert, mittwochs um 18 Uhr in Form einer musikalischen Serenade. Sonntags findet um 10 Uhr ein Gottesdienst auf der Hauptbühne statt, den regionale Chöre und Bands mitgestalten. Zahlreiche weitere Termine wie ein Kinderbibeltag oder Gespräche mit Geflüchteten finden sich tagesaktuell unter www.kirche-landesgartenschau-lahr.de.

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Philipp van Oorschot ist jetzt Pfarrer der Heiliggeistgemeinde Kirchzarten

Philipp van Oorschot ist jetzt Pfarrer der Heiliggeistgemeinde Kirchzarten. Dekan Rainer Heimburger hat ihn am Palmsonntag in einem Festgottesdienst in der Heiliggeistkirche eingeführt. Die neuste Version des alten Detektivspiels „Scotland Yard“ hatte Dekan Heimburger zur Einführung mitgebracht. Die Spieler müssten bei dem Spiel den mysteriösen Mister X aufspüren, sagte er. Der würde sich in bestimmten Abständen zeigen und so Orientierungspunkte für die Mitspieler bieten.

Das Spiel habe einiges mit dem Dienst eines Pfarrers zu tun, sagte der Dekan im Festgottesdienst, der von der Kantorei und einem Orchester mitgestaltet wurde, denn „wer sich auf Gott einlässt, lässt sich auf ein Abenteuer ein“. Wie Mister X bleibe auch Gott immer ein Geheimnis, von dem wir „glauben, dass er in der Geschichte immer wieder auftaucht“. Vater, Sohn und der Heilige Geist seien die drei entscheidenden Orientierungspunkte. Zusammen mit den Grunderfahrungen, die Menschen mit Gott gemacht haben, helfen diese Orientierungspunkte dabei, „Gott auch in unserem Leben zu finden“.

„Seien Sie in der Gemeinde ein guter Detektiv“, der den Menschen dabei hilft, auf die richtige Spur zu kommen, wünschte der Dekan Pfarrer Philipp von Oorschot.

„Angekommen, angekommen“ - am Palmsonntag habe Jesus von den Hügeln auf Jerusalem geschaut. Mit seinem Einzug in die heilige Stadt habe die wichtigste Woche seines Lebens begonnen, sagte von Oorschot in seiner Predigt. Jesus wurde umjubelt, es war Harmonie und Verschwörung zugleich.

Was sei das für ein Mensch, der alle seine Hoffnungen auf Gott setzt und deshalb Vieles erträgt. Ein Eiferer, der stur seinen Weg gehe und jede Gewalt ablehne. Einer, der kein Diplomat ist aber auch kein Krieger. Einer, der polarisiert und niemanden etwas vormacht. Zusammen mit seiner Frau und den beiden Kindern sei auch er angekommen. Füße hochlegen und ausruhen konnte sich die Familie freilich lange nicht, nun seien die Kisten aber ausgepackt und die Bilder aufgehängt. Er freue sich darauf, die Karwoche mit der Gemeinde zu erleben. Und natürlich sei er gespannt, was ihn in Kirchzarten und Oberried erwartet.

Auf alle Fälle zwei spannende Kommunen, sagte Kirchzartens Bürgermeister Andreas Hall, der auch im Namen von Oberrieds Bürgermeister Klaus Vosberg sprach. Vom Dreisamtal bis fast zum Gipfel des Feldbergs reiche das Gemeindegebiet der Pfarrers. Eine gute Zusammenarbeit bot er Pfarrer Philipp von Oorschot ebenso an wie eine Vertreterin der Schulen und die Vertreter der katholischen Seelsorgeeinheit: Pastoralreferent Franz Himmelsbach überreichte dem neuen Pfarrer der Heiliggeistgemeinde gleich eine Vereinbarung für die ökumenische Zusammenarbeit.

Es war ein herzlicher Empfang – die Gäste des Empfangs, der sich an den Festgottesdienst anschloss, überreichten Philipp von Oorschot und seiner Familie einen „kleinen Blumenstrauß mit Tönen“.Es tut mir gut, hier anzukommen“, sagte von Oorschot. Er freue sich auf die Begegnungen in den nächsten „Tagen, Wochen, Monaten, Jahren und Jahrzehnten – wer weiß“.

Sebastian Barthmes

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