Erinnern Sie sich an die Urzeitkrebse? Ein Tütchen voll scheinbar getrocknetem ... (ja, was eigentlich?), was dann mit Wasser auf wundersame Weise tatsächlich kleine lebende Viecher entstehen ließ. Ein Gimmick des sogenannten „Yps-Heftes“, ein Comic-Magazin für Kinder, was von 1975 bis 2000 im deutschsprachigen Raum erschien.

Regelmäßig wurde das Taschengeld dafür ausgegeben, um die neuen Gimmicks zu erstehen: die Agentenserie (mit praktischem Fingerabdruckset), das Abenteuerequipment (legendär das Yps-Zelt – aus heutiger Sicht einfach ein unten offener großer Müllsack), Zauberequipment und Pupskissen. Immer war es irgendwie spannend und schon in meiner Phantasie dazu gedacht, meine Vorhaben noch mehr aufzuwerten. 

Was in den Heften stand und ob ich die Comics darin eigentlich je gelesen habe, kann ich heute nicht mehr sagen.

Was bleibt, ist die Marke und die Erinnerung an Abenteuer und Spaß.

Zurzeit führen wir Interviews mit Menschen zwischen 15 und 40, um zu hören, was sie für Bedürfnisse, Erwartungen und Bilder von Kirche haben und mit dem Ziel hoffentlich Angebote entwickeln zu können, die diesen Bedürfnissen entsprechen. 

Da gibt es viel ehrliche Kritik. Noch steht die Auswertung aus. Dennoch habe ich den Eindruck, dass sich gerade diese Zielgruppe oft nicht abgeholt fühlt. Das Format des sonntäglichen Gottesdienstes um 10 Uhr wird synonym mit Kirche und wenig attraktiv beschrieben. 

Wenn es eigenes kirchliches Engagement gibt, so werden Spaß, die Gemeinschaft, der Austausch über existentielle Themen und die Annahme der eigenen Person ohne Vorbehalte als attraktiv beschrieben. Wir haben also auch Gimmicks! Wäre schön, wenn wir es schaffen würden, auch unser „Heft“ für diese Zielgruppe attraktiver zu machen.

Ich bin gespannt, wo die Reise hin geht ...
Heike Siepmann, Bezirksjugendreferentin

 

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An wahlweise zwei Probentagen im Juli wird unter der Leitung von Regionalkantor Horst K. Nonnenmacher, je nach musikalischem Kenntnisstand, für das Mozart-Requiem geprobt. Hinzu kommt die Probenphase für „Bach-Kantate zum Mitsingen“, mit der Aufführung der Kantate BWV 117 „Sei Lob und Ehr‘ dem höchsten Gut“, sowie weiterer Chorwerke am Sonntag, 28.07.19, um 10.00 Uhr in der Stadtkirche Müllheim. Eingeladen sind Choristen der Kantorei und aus der Region, die ein einzelnes, kürzeres kirchenmusikalisches Projekt mitmachen möchten, oder die zum laufenden Mozart noch gerne ein barockes Werk des berühmten Leipziger Thomaskantors als chorischen Abschluss vor den nahenden Sommerferien singen möchten.

Probenort: Sämtliche Proben finden im Evang. Gemeindehaus Müllheim (hinter der Stadtkirche) statt, jeweils 19.45 Uhr.

Probentage im Juli:

  • Donnerstag, 11.07., Mozart und ab 21.00 Uhr Bach-Kantate
  • Montag, 15.07. Männerstimmenprobe für Mozart
  • Donnerstag, 18.07., Mozart und ab 21.00 Uhr Bach-Kantate
  • Montag, 22.07. keine Probe
  • Donnerstag, 25.07., Mozart und ab 21.00 Uhr Bach-Kantate
  • Samstag, 27.07., 10.00 Uhr Bach-Kantate und Hauptprobe mit Instrumenten

Sie können direkt in die Probe kommen oder zuvor mit demRegionalkantorat Kontakt aufnehmen, Ev. Pfarramt Müllheim, Tel.: 07631/366220. E-Mail: nonnenmacher@ekbh.de. Info: www.ekbh.de/kirchenmusik

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„Russland, die baltischen Staaten und die europäische Sicherheit“ heißt das Thema eines Diskussionsabends mit Staatsminister a.D. Gernot Erler und dem evangelischen Theologen Theodor Ziegler. Dabei wird gefragt werden, ob das kirchliche alternative Konzept: „Sicherheit neu denken“ auch in dieser Region angewandt werden kann und damit auf seine aktuelle und perspektivische Tragfähigkeit befragt. Herzliche Einladung am Montag, den 22. Juli, um 19.30h in die Volkshochschule Freiburg am Rotteckring zu kommen und sich am Gespräch zu beteiligen.