30 Sekunden soll man die Hände waschen, damit alle Viren weg sind. Wer keine Stoppuhr stellen will, möge zwei Mal „Happy Birthday“ singen oder „Bruder Jakob“.

Im Internet habe ich noch eine weitere Idee gefunden: man könnte auch das Vaterunser beten. Das dauert – in mittlerem Tempo gesprochen – ebenso 30 Sekunden und ist wahrscheinlich mindestens so bekannt wie „Bruder Jakob“. Die Idee gefällt mir, und so hat das Vaterunser bei mir seit Wochen Hochkonjunktur. Ich bete es mehrfach am Tag. Vertraute Worte, die mich trotz Abstandsregeln mit Menschen in der ganzen Welt verbinden. Vertraute Worte, in die ich mich einfach hineinfallen lassen kann. 

Beten beruhigt. Wenn ich bete, vertraue ich mich einem anderen an und kann loslassen, was mich umtreibt. 

In diesen besonderen Zeiten schätze ich neu, was für ein Geschenk Jesus uns mit dem Vaterunser gemacht hat. Worte für ein Gespräch mit Gott, das niemals abreißt. Selbst wenn ich Gott nichts mehr zu sagen weiß, diese Worte halten das Gespräch in Gang. Auch am Waschbecken. „So sollt ihr beten“, sagt Jesus. So ist es recht. Mehr braucht es nicht. 

Händewaschen hilft – und mitsamt dem Vaterunser gewiss noch mehr!

Bleiben Sie behütet!
Ihre Daniela Hammelsbeck, Müllheim

Die beiden Musiker Helmuth Of und Jens Amberg sind zusammen die Cover-Brothers (www.coverbrothers.de

Sie haben ein Lied darüber komponiert, wie sehr ihnen Gemeinde und Gottesdienst fehlen: "Gottes Nähe tut mir gut". Hier können Sie es sehen und hören: https://youtu.be/0Y1q3c_2JfQ
 

Den ganzen Gottesdienst zum Lied gibt es hier: https://youtu.be/VorECIFFueY