Jetzt hat es begonnen. Unser prächtiger Kastanienbaum verliert seine Blätter. In ein paar Wochen wird er kahl und schwarz dastehen – ein trauriger Anblick. Aber ich weiß: Jetzt im Herbst wird bereits kommendes Wachsen vorbereitet. Im Winter trägt der Baum dann den Frühling schon in sich.

So ein Baum ist für mich ein Symbol für den Weg Gottes mit uns Menschen und auch ein Symbol für die Hoffnung. Auch in uns Menschen ist so viel von Gott angelegt und will sich entfalten, will Ausdruck finden. Aber manchmal brauchen wir dazu auch eine schöpferische Pause, in der sich die Kräfte zurückziehen und sammeln, damit wir sie dann wieder neu entfalten können. 

So, wie Gott es dem Noah nach der großen Flut versprochen hat: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ (1.Mose 8,22).  Ich wage, darauf zu vertrauen, dass Gott mir Neues schenkt, auch und gerade dann, wenn die Zeiten trübe sind.

Rainer Heimburger, Dekan

Zum Abschluss der Bezirksvisitation vereinbarte der Bezirkskirchenrat in seiner Sitzung am Samstag (12.10.) bis Ende 2021 das Konzept einer mobilen Jugendkirche zu erarbeiten. Zugleich soll die kirchliche Arbeit im Tourismus und in der Kur- und Reha-Seelsorge verstärkt, die Zusammenarbeit der Kirchengemeinden mit der Diakonie intensiviert und das derzeit laufende Projekt zur Stärkung des evangelischen Profils in evangelischen Kitas verstetigt werden. Im Bereich „Sinn, Werte, Religion“ möchte die Kirche mit Einrichtungen anderer Träger kooperieren. Um in der Öffentlichkeit noch stärker präsent zu sein, findet ein Studientag oder eine Bezirkssynode statt. Auch wird der Bezirkskirchenrat zwei Pilotprojekte zur Vernetzung der Pfarrämter in den Regionen fördern. 

Im Folgenden der komplette Text:

  1. Ein Konzept zum Thema mobile Jugendkirche ist erarbeitet und bis Ende 2021 erprobt. Innerhalb von fünf Jahren ist pro Region ein nachhaltiges Angebot eingerichtet. 
  2. Der Bezirkskirchenrat stärkt die kirchliche Arbeit im Tourismus und in der Kur- und Reha-Seelsorge personell und strukturell. 
  3. Das Projekt der Stärkung des evangelischen Profils in evangelischen Kitas ist Ende 2021 verstetigt und kooperiert im Bereich „Sinn, Werte, Religion“ mit Einrichtungen anderer Träger. 
  4. Der Bezirkskirchenrat unterstützt den Diakonieverband, die Zusammenarbeit zwischen der Diakonie und den Kirchengemeinden zu verstärken. Ein gemeinsames Treffen hat bis zum 1.2020 stattgefunden. 
  5. Die evangelische Kirche im Bezirk Breisgau-Hochschwarzwald soll in der Öffentlichkeit sichtbarer werden. Der Bezirkskirchenrat organisiert dazu bis Ende 2021 einen Studientag oder eine Bezirkssynode. 
  6. Der Bezirkskirchenrat initiiert und unterstützt die Vernetzung von Pfarrämtern. Er fördert bis Ende 2023 zwei Pilotprojekte (zum Beispiel Kooperation oder zentrales Pfarramt). 
  7. Der Bezirkskirchenrat initiiert einen moderierten Entscheidungsfindungsprozess über die Zusammenarbeit in der Bezirkssynode, im Bezirkskirchenrat und miteinander. Dabei ist insbesondere die Rolle der Regionalausschüsse zu klären. Der Prozess soll bis Frühjahr 2021 abgeschlossen sein.
Terminbild

Als „wunderbare und aufregende Zeit“ beschreibt Pfarrer i.R. Dr. h.c. Werner Krätschell aus Berlin-Pankow den Umbruch vor 30 Jahren, den er als unmittelbar Beteiligter am Geschehen miterlebte und mitgestaltete. Das Pfarrhaus des ehemaligen Superintendenten in Ost-Berlin wurde in den 1980er Jahren zum Treffpunkt der demokratischen Opposition und der Friedlichen Revolution, auch die Staatssicherheit war immer in der Nähe. Nach dem Mauerfall war Krätschell einer der Moderatoren am Berliner Runden Tisch. Anhand seiner Tagebuchaufzeichnungen aus dem letzten Jahr der DDR erinnert Krätschell an diese bewegte Zeit und schildert Begegnungen und Ereignisse, die zu den besonderen Denkwürdigkeiten dieses Schlüsseljahrs gehören.