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Aktuelles

Wohlan alle ... kommt her!

Nach(t)gedanken zur Bezirkssynode in Müllheim, April 2018 

Wer wie wir aus dem Osten kommt und also weit weg von Müllheim wohnt, sollte trotzdem nicht über die zurückzulegende Entfernung jammern. Nein, nicht aus Solidarität mit den wenigen, die für die vielen Synodalen aus dem Süden weit fahren, sondern weil uns unsere Chauffeuse über den Storen und dann durch die badischen Toskana dorthin bringt. Der Weg führt uns an einer geöffneten Gartenwirtschaft nach der anderen vorbei, dazwischen eingestreut Eisdielen, sodass wir uns ein ums andere Mal fragen, warum wir uns das antun und nicht lieber einkehren, uns die Sonne auf’s Haupt scheinen - und die Synode ohne uns tagen lassen?

Wir tun es nicht. Ausserdem stand ja keiner am Strassenrand und rief: »Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser (Jes.55,1)!«, wobei das Wasser im Markgräflerland mindestens aus einem leichten Gutedel besteht. So fahren wir daran vorbei. Irgendwelche Soziologen würden uns wahrscheinlich ins Milieu der Hochmotivierten einsortieren.

Die Frage, warum wir das tun, beantwortet aber bald Medea Tenberg, die uns im Gottesdienst, den sie mit uns feiert und der etwas von Gottes Freundlichkeit atmet, daran erinnert, dass wir mit unserem Gott über Mauern springen können (Ps.18). Vielen Dank dafür!
Nur ganz kurz denke ich daran, dass der Arbeitskreis Frieden den Zusammenhang dieser Stelle hoffentlich nicht so genau kennt.

 

Und heilen den Schaden meines Volkes nur obenhin, indem sie sagen: »Friede! Friede!« und ist doch kein Friede (Jer. 8,11)

»Und als ich damals die Pershing-Raketen durch Engelsbrand (genau, das ist das Dorf, das irgendwo zwischen Waldrennach und Unterreichenbach liegt, alles klar?) fahren sah, da wusste ich, ich muss etwas tun«, erinnert sich Religionslehrer Udo Grotz. Wenn dann noch das passende biblische Wort dazukommt (vermutlich: »Siehe, ich lege dir heute das Leben und das Gute vor, den Tod und das Böse« aus Dtn.30), wer wollte da nicht seinem Denken eine neue Richtung geben?

Durch ihn und Theo Ziegler konnten wir in die Arbeit des AK Frieden eintauchen, der auch eine neue Studie dabei hatte, in der uns verschiedene Szenarien vorgelegt werden, die uns helfen sollen, uns zwischen Wegen des Friedens und des Todes zu entscheiden. 

Es ging - das wussten wir ja - um den Weg der Gewaltfreiheit. Folgerichtig kritisiert Theo Ziegler die vielen neueren Militärmissionen, die alle mehr oder weniger gescheitert seien. Wohin uns das ganze führt?
Nun, er meint, dass wir so langen Frieden nicht wegen der Abschreckung hatten, sondern trotz ihrer, da vorhandene Waffen irgendwann eingesetzt werden, wenn man sie schon habe ... Also schlägt er eine neue, zivile Sicherheitspolitik vor. Das alles hat nicht wenig Überzeugungskraft. Aber spätestens an einer Stelle bleibe ich nachdenklich zurück, als uns der zivile Widerstand als Verteidigung - nicht des Landes, sondern -  eines Lebensstiles empfohlen wurde. Den Verweis auf die DDR 1989 kann ich noch gut mitgehen, aber den auf die CSSR 1968? Dann sehe ich wieder die russischen Panzer durch Prag fahren und Jan Palach brennen. Da hatte es mit der Verteidigung eines Lebensstiles nicht ganz so gut geklappt. Was folgte war das, was Milan Kundera in seinem Roman »Der Scherz« beschreibt.

Gerne unterschreibe ich Theo Zieglers Satz: »Wer etwas verändern will, setzt sich Ziele, wer etwas verhindern will, sucht Gründe.« Aber nach wie vor überzeugen mich persönlich die Antworten des AK Frieden auf Srebrenica nicht. Ich weiss am Ende nur, dass es mir schwer fällt, das »deutlichere Zeichen« im sich Heraushalten zu entdecken. Mir scheint, auch der, der sich heraushält, kann nicht frei von Schuld bleiben. Trotzdem, macht weiter, wir brauchen in der Kirche so einen Stachel.

 

Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Grossen treu (Lk.16,10)

Was war sonst noch?

Richtig, der Haushalt. Den konnten wir zügig verabschieden, weil er vom Finanzausschuss, dem VSA und immer wieder von Frau Lambrecht gut vorbereitet war. Ganz nebenbei lernen wir, als es um unsere vermutlich letzten Beschlüsse zum Haushalt des Diakonischen Werkes ging, dass es eine Geschäftsordnung der Synode gibt, an die man sich halten sollte. Nur gut für das Diakonische Werk, dass unser Dekan sich auch hier als Pontifex erwies und einen Umlaufbeschluss vorschlug.

In den Verwaltungsrat des VSA wurde für Stefan Bold Frau Gabi Heuß (für die Südschiene: Pfarrerin in Lenzkirch) nachgewählt.

Ausserdem hören wir von Eberhard Deusch einen Bericht zur tragischen Entwicklung in Kamerun, wo der Streit zwischen der frankofonen Mehrheit und der anglofonen Minderheit immer weiter eskaliert. Viel ist es nicht, was wir an diesem Abend tun können, immerhin verabschieden wir einen Brief an die Bundestagsabgeordneten unserer Region, sie mögen ihren Einfluss auf die Bundesregierung geltend machen, die sich für Frieden und Verhandlungen einsetzen solle.

Wir hören durch Frau Aldinger noch von der letzten Landessynode, dass die Landeskirche beim dritten Weg bleibt, sodass es weiter keine Gewerkschaften als Verhandlungsgegenüber in Tarif- und Arbeitsrechtsfragen geben wird. Auf jeden Fall soll alles transparenter werden, es werde auch einen Ombudsmann (nein, es muss wohl heissen eine Person im Ombudsamt) geben. Für Kirche und Diakonie soll es einheitliche Arbeitsrechtsregelungen geben, das wäre schon mal ein Fortschritt. Dann hoffen wir das Beste, damit nicht der alte Faust wieder einmal Recht behalte (»Die Botschaft hör ich wohl…«).

Auf die neue Perikopenordnung und den neuen Anhang zum Gesangbuch, die zum Advent kommen sollen, werden wir auch noch aufmerksam gemacht. Da wird mir doch ein wenig bedenklich zumute, denn die äusserst demokratische Art der Beteiligung des Kirchenvolkes am Zustandekommen des neuen Anhangs sollte lieber nicht Schule machen, aber vielleicht war während der Beratungen dazu die Transparenz gerade abwesend und wurde generalüberholt, wer weiss.

Endlich werden wir von Schuldekan Dirk Boch noch auf die Herbstsynode, auf der es um Bildungsfragen gehen wird, hingewiesen. Er möchte dann auch gerne Rückmeldung erhalten, wie wir seine bisherige Arbeit einschätzen. Wenn jemand Nachhilfe braucht: Das ist Transparenz. Vielleicht ist Herr Boch ja an der Intransparenz bei der Entstehung des neuen Anhangs schuld, weil er sich gerade die Transparenz in Karlsruhe ausgeliehen hatte und dort gab es eben nur ein Exemplar?

Zum Schluss teilt uns Dietmar Bader noch mit, dass er den Vorsitz der Bezirkssynode niederlegen wird, um für eine Person im Nichttheologenamt (stimmt das so? Laien sagen wir ja bei uns nicht) den Weg frei zu machen. Das ehrt ihn und es ist ein Stück ehrliche und transparente Arbeit am Aufbau der evangelischen Kirche.

Ach ja, wir haben uns wieder verjüngt, und schöner werden wir auch, im Durschnitt… Wir heissen ganz herzlich Philipp van Oorschot als neuen Pfarrer in Kirchzarten willkommen.

Susanne Berninger wird als Prädikantin wiederberufen - wir freuen uns mit ihr.

Danach singen wir: »Herr bleibe bei uns, denn es will Abend werden«. Dem ist nichts hinzuzufügen. Und jetzt weiss ich auch wieder: Er ist es, für den wir uns das »antun«, meint

Hellmuth Wolff

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Die Diakonische Initiative in Hügelheim sucht: Held*innen!

"Für unsere inklusiven Sommerfreizeiten suchen wir Menschen ab 17 Jahren, die uns dabei helfen Menschen mit Handicap einen wunderschönen Urlaub zu ermöglichen. Wir bieten Euch Schulungen, freie Fahrt, Verpflegung und Unterkunft, Versicherungsschutz, Bescheinigungen, tolle Erfahrungen, nette Menschen und eine Aufwandsentschädigung von 20,00 Euro pro Tag!"

Termine:
Freizeit Fürstenberg 28.07. – 11.08.2018
Freizeit Italien 03.08. -19.08.2018
Freizeit Scharbeutz 24.08. – 07.09.2018

 

Kontaktdaten und weitere Info`s: www.di-huegelheim.de

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Einladung zu zwei Chorprojekten "Bach und Luther"

 

Das Pop-Oratorium kommt zurück als kirchenbezirkübergreifendes Projekt!

Ein Jahr nach dem Reformationsjahr, 500 + 1, werden an insgesamt vier ausgewählten Orten in Süddeutschland und der Schweiz, exklusiv von der Stiftung Creative Kirche Witten als Veranstalter, Aufführungen um den Reformationstag 2018 stattfinden. Das Besondere daran: Es werden die Original Musical-Bühnenstars mit Schauspiel und Gesang sowie die Live-Band der großen TV-Produktion aus dem Megaspektakel der Mercedes-Benz Arena in Berlin dabei sein und wir als ChorsängerInnen mittendrin.

Ein Projektchor aus dem Einzugsbereich Freiburg, Breisgau-Hochschwarzwald, Markgräflerland

soll sich formieren und das Oratorium am

Sonntag, 04.11.2018, um 19.00h im großen Saal des Konzerthauses Freiburg

auf die Bühne bringen.

Weitere Infos finden Sie in der Ausschreibung...

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Fachtag für Sekretärinnen in Hohenwart

Fachtag für Sekretärinnen in Hohenwart am 16.4.2018

Im zweijährigen Rhythmus fahren die Sekretärinnen aus den Kirchenbezirken Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen und Freiburg gemeinsam mit dem Bus zum Fachtag der Sekretärinnen nach Pforzheim-Hohenwart zur Fortbildung beim Hohenwart Forum.

Sie alle genießen diesen „Energydrink“ für den Alltag als Pfarramts-, Schuldekanats- und Dekanatssekretärinnen. Der Fachtag besteht aus Motivation, Innovation und Energie.

Nach einem inspirierendem Vortag am Vormittag wurden am Nachmittag in Workshops Tipps und Anregungen für die Arbeit in Pfarramt und Verwaltung angeboten.

Der wertvolle Austausch mit den Kolleginnen und das schöne Ambiente des Hohenwart Forums machten den Fachtag zu einem Erlebnis für Seele, Kopf und Körper.

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Diakonische Initiative "unBehindert miteinander leben" I Hausbootfreizeit in Frankreich

Hausbootfreizeit in Frankreich Plätze frei

Die Diakonische Initiative „unBehindert miteinander leben“ in Hügelheim bietet in der Zeit vom 15.-17. Juni 2018 eine Hausbootfreizeit für Menschen mit und ohne Behinderung  auf dem Rhein-Marne-Kanal im Elsass an, auf der noch 2 Plätze frei sind. Auf der Strecke geht es durch mehrere Tunnels und das Schiff wird beim Schiffshebewerk Arzwiller mit einem Aufzug 45 Höhenmeter nach oben gezogen, wo die Fahrt auf dem Kanal dann weiter geht. Anmeldung bitte möglichst umgehend bei der Diakonischen Initiative „unBehindert miteinander leben“ in 79379 Müllheim-Hügelheim, Am Berg 1 (Pfarrschopf), Telefon 07631/6103, oder per eMail: wolfgang.eitel@kabelbw.de

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Auf der Suche nach dem "Schnittpunkt"

"Herzlich willkommen bei der Firma Hekatron!" lächelt uns eine junge Dame im Empfangsbereich des Hekatronwerks in Sulzburg entgegen. Alles ist sehr einladend - der Eingang und Empfang sind hell und freundlich gestaltet, gleich nachdem wir angekommen sind eilen schon verschiedene Mitarbeiter*Innen herbei und schütteln uns freundlich die Hände. Wir - das ist der Pfarrkonvent des Kirchenbezirks Breisgau-Hochschwarzwald auf Betriebsbesuch - bekamen Namensschilder und Schutzkleidung, dann konnte es losgehen. Wirtschafts- und Sozialpfarrer Andreas Bordne vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt hat diese "Begegnung" für uns organisiert.

"Wir produzieren ihre Ideen" - steht auf der PowerPointPräsentation, mit der uns eine Mitarbeiterin der Personalabteilung eindrücklich die Firma Hekatron vorstellt. Die Firma hat einen sehr guten Ruf, sowohl in ihrer Profession als Hersteller von Sicherheitslösungen in der Brandschutztechnik als auch als Arbeitgeber. Hekatron engagiert sich für seine Arbeitnehmer*innen. Einige Beispiele dafür dürfen wir hören und bestaunen - Mitarbeiter*innenausflüge, Mitarbeiter*innenband, Motorradausflüge, gemeinsame Teilnahme an Sportveranstaltungen und einiges mehr. All dies brachte der Firma Hekatron zahlreiche Auszeichnungen ein. Die Mitarbeiter*innen identifizierten sich - nicht zuletzt deswegen - gerne mit ihrem Arbeitgeber, das ist spürbar.

Dann öffnete sich - mit einer Betriebsführung - eine ganz fremde Welt für uns kirchliche Mitarbeiter*innen. Produktionslinien, Fertigungsräume, Roboterarme die sich blitzschnell bewegen und arbeiten, Prüfstände, technische Gerüche und Geräusche. Viele von uns staunten und beobachteten neugierig alles, was sich um uns herum bewegte. Modernste Technologie im Einsatz von zahlreichen Mitarbeiter*innen. Prozesse, Abläufe, Sicherheitsbereiche. Was "macht" das eigentlich mit den Mitarbeiter*innen?

Unser Besuch diente dem Dialog zwischen Kirche und Wirtschaft. Wir wollten Einblicke in die Arbeitswelt dieses Wirtschaftssektors gewinnen. Nun bleibt uns die Frage: Wo finden wir denn Schnittpunkte mit Menschen in einem so technisierten Arbeitsumfeld? Wie müsste ein Angebot von uns aussehen, das Menschen nach einem "harten" acht Stunden Tag am Prüfstand noch in unsere Gemeinden "lockt"? Wie können wir Menschen in einem industriellen Leben- und Arbeitsumfeld begleiten? Was können wir als Kirche zu Wertediskussionen in der Wirtschaft beitragen? Welche Themen der Arbeitsfeld greifen wir in der Seelsorge wieder auf? Spannende Fragen nach einem spannenden Besuch.

Vielen Dank an die Damen und Herren der Firma Hekatron Technik GmbH in Sulzburg!

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Ein Dach trägt niemand allein - Partnerschaft mit Kamerun: Geht das überhaupt?

„Ein Dach trägt niemand allein“ Dieses Sprichwort aus Kamerun ist ein schönes Motto für ein gemeinsames Leben der Menschen in einer Welt. Ein Leben über verschiedene Kontinente und Kulturkreise hinweg. Der Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald führt seit inzwischen 30 Jahre eine Partnerschaft mit dem Kirchenbezirk Bui der presbyterianischen Kirche in Kamerun durch wechselhafte Zeiten.

Im Jahr 1987 wurde die Partnerschaft zwischen dem damaligen Kirchenbezirk Müllheim und dem Bezirk Bui der Presbyterianischen Kirche Kamerun gegründet. Der Bezirk Bui liegt im englischsprachigen Teil Kameruns im Nordwesten, ca. 4.700 km Luftlinie von Freiburg. Die Hauptstadt des Bezirks Bui ist Kumbo. Gemeinsam Gottesdienste feiern, z.B. in den jedes Jahr im Mai stattfindenden Partnerschaftsgottesdiensten, voneinander lernen und einander helfen, sind die geistigen Grundlagen unserer Partnerschaft.

Neben den geistigen Themen ist das Tun das schlagende Herz der Partnerschaft. Im Tun ergänzen sich die Menschen, lernen voneinander und helfen einander. Die gegenseitigen Besuche alle zwei Jahre sind ein wesentlicher Baustein der Partnerschaft. Zuletzt hat uns eine Delegation aus Kamerun im Mai 2017 besucht, 2019 wird eine Delegation aus unserem Bezirk nach Bui reisen.

Es gab und gibt Projekte und Aktivitäten, die die Partnerschaft fühlbar machen und durch die die Partnerschaft auf beiden Seiten erlebt wird:

  • Durch den „Kumboja-Kaffee“ konnten wir die Partnerschaft sogar riechen und schmecken. Wegen zunehmender Risiken in der Liefersicherheit und für die Finanzierung musste dieses Projekt leider beendet werden.
  • In einem Workcamp in Kamerun mit Jugendlichen aus Deutschland und Bui wurde eine „Jugend-Farm“ angelegt.
  • Seit 2002 leisten junge Menschen regelmäßig einen einjährigen Freiwilligendienst in Kumbo. Diese jungen Menschen sind unsere Botschafter und geben der Partnerschaft vor Ort ein Gesicht.
  • Mehrere Bau-Projekte am und im Jugendzentrum in Kumbo wurden gemeinsam entwickelt und durch Spenden finanziert. Im zugehörigen Kindergarten wurden 2003 Spielgeräte gebaut und 2004 wurde das Dach erneuert.
  • Im Ort Kishong (ca. 20 km von Kumbo) wurde 2007 eine Gesundheitsstation eingerichtet und seitdem gefördert. So ist der sehr ländliche Raum medizinisch besser versorgt.
  • Viele Freundschaften und sogar zwei Ehen sind entstanden aus der Partnerschaft und aus dem Freiwilligendienst.
  • Über Spenden werden seit vielen Jahren Schulen mit Schulbüchern ausgestattet. Daneben werden rund 80 Waisenkinder regelmäßig gefördert, um ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen. (Projekt der Frauengruppe der Kirchengemeinde Müllheim)

Während die Institutionen, also die Kirchenbezirke Bui und Breisgau-Hochschwarzwald, die offiziellen Träger der Partnerschaft sind, sind die Menschen dort und hier, deren „operative“ Träger. Durch diese Menschen lebt die Partnerschaft, sie machen die vielen Projekte, entwickeln die Partnerschaft und machen sie zu einem lebenserfüllten Miteinander.

Seit Herbst 2016 rumort es in Kamerun. Die englischsprachigen Landesteile (Bui liegt im englischsprachigen Nordwesten) lehnen sich wegen einer zunehmenden Ungleichbehandlung auf, bis hin zu Rufen nach einer Sezession. Streiks wurden mit staatlichen Repressalien beantwortet, das Internet wurde abgeschaltet, es kam zu gewalttägigen Zusammenstößen. Es soll auch bereits Übergriffe des Militärs gegen die Zivilbevölkerung mit mehreren Todesopfern gegeben haben. Eine Annäherung ist zurzeit leider nicht in Sicht.

Wegen der angespannten politischen Lage in Kamerun musste der diesjährige Freiwilligendienst im Januar vorzeitig beendet werden. Persönlich können wir im Moment nicht mehr, als in Gedanken bei unseren Partnern zu stehen und mit ihnen für eine friedliche und völkerverträgliche Lösung des Konflikts zu beten.

Dieser Konflikt bestärkt uns erst recht, die Partnerschaft verlässlich und nachhaltig weiterzuentwickeln, im Geiste wie im Tun. Das Partnerschaftskomitee freut sich auf Menschen, die an dieser Partnerschaft teilhaben und sich einbringen möchten. Die Aufgabe ist lohnenswert, erfüllend und nie endend. Eine Partnerschaft mit Kamerun geht sogar sehr gut.

Für das Partnerschaftskomitee

Otfried Köhn
Ev. Kirchengemeinde Müllheim

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Vocatio

Im Rahmen des Gottesdienstes zum Auftakt des religionspädagogischen Studientages erhielten

Kristina Bosse, Mac Planck Realschule, Bad Krozingen (links)

Larissa Freisler-Schüler, Julius Leber Schule, Breisach (rechts)

von Schuldekan Dirk Boch Ihre Vocatio-Urkunde überreicht, die nach erfolgreicher Ausbildung zur Erteilung des evangelischen Religionsunterrichtes bevollmächtigt.

 

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Glauben muss immer auch hinterfragt werden

Der evangelische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh hat zu Ostern an den untrennbaren Zusammenhang von Religion und Freiheit erinnert. „Wenn der Osterglaube wirklich in unserem Alltag und vor allem in unseren Herzen ankommen soll, dann geht das nur in Freiheit“, erklärte Cornelius-Bundschuh. Anstelle eines fundamentalistischen Verständnisses von Religion sei es notwendig, „in Freiheit auch Fragen an den Glauben“ zu stellen, so wie es in der Bibel bereits der „ungläubige Thomas“ getan habe. "Zugleich durchbreche Ostern die Spirale der Gewalt und stehe für den gewaltfreien Kampf für Frieden und Gerechtigkeit, wie ihn auch die Ostermärsche praktizierten“, sagte der Landesbischof.

„Ostern ist ein Fest, aber es ist auch ein Kampf um die Köpfe und die Herzen der Menschen und um ihre Hoffnung. Wer auf das Osterlicht vertraut, darf zu den Bildern des Todes in dieser Welt nicht schweigen. Damit nicht der Eindruck entsteht, Macht und Gewalt hätten doch das letzte Wort“, erklärte der Landesbischof. Er erinnerte an die zentrale Bedeutung von Ostern als Fest des Lichtes, gerade für die bedrängten Christen in vielen Ländern der Welt. So sei es beeindruckend, wie syrische Christen sich gegenseitig in der Hoffnung stärkten, dass „die Macht des Todes schon gebrochen ist; auch wenn sie sich in diesen Jahren so schrecklich aufbäumt.“

Cornelius-Bundschuh erinnerte an die Kraft vieler Osterlieder, die am Sonntag und Montag in den Gottesdiensten gesungen werden: „Sie besingen eine Erfahrung von Auferstehung mitten im Dunkel des Lebens“. Über den Gottesdienst hinaus seien Lieder notwendig, „die die Menschen in ihrer Not ernst nehmen und ermutigen, die sie aufrichten und stärken, die wir einander zu singen.“ Ostern sei aber auch ein Fest der Natur, die Gott den Menschen geschenkt habe: „Wir feiern, dass der Boden aufbricht und die Blumen und Sträucher blühen. Wir freuen uns am Frühlingslicht, das wärmt und neue Kraft schenkt“, sagte der Landesbischof.

Cornelius-Bundschuh würdigte, dass in diesen Tagen „zum sechzigsten Mal Menschen überall in Deutschland auf den Ostermärschen ein Zeichen gegen Krieg und Gewalt setzen“. Er rief die Bundesregierung dazu auf, „mutiger zu sein und keine Kriegsschiffe nach Saudi-Arabien zu liefern“. Ein „Sieg gegen die Mächte des Todes ist nicht auf dem Schlachtfeld zu gewinnen; da bekommt der Kreislauf der Gewalt nur immer neuen Schwung; da wird der Hass nur wieder neu angeheizt; da wächst nur immer neue Schuld“, sagte Cornelius-Bundschuh. Er äußerte die Hoffnung, dass die Kirche „im Geist von Ostern für viele Menschen zu einem Kraftzentrum wird, gemeinsam neue Wege des Friedens und der Gerechtigkeit sucht und sich aufrecht macht in den Fußstapfen von Jesus Christus."

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Evangelische Kirche präsentiert Hirtenhütte und Hirtenweg auf der Landesgartenschau Lahr

Mit einem vielfältigen Programm begleitet die Evangelische Kirche die Landesgartenschau in Lahr. Vom 12.4. bis zum 14.10. lädt die Hirtenhütte im Seepark zu Einkehr und Begegnung bei täglichen Andachten und Veranstaltungen ein. Ein Hirtenweg führt Besucherinnen und Besucher auf die Spur biblischer Geschichten. Zur Eröffnung der Landesgartenschau feiern der evangelische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh und der katholische Erzbischof Stefan Burger am 14.4. um 11 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst auf der Hauptbühne.

„Der badischen Landeskirche ist es ein Anliegen, auf der Landesgartenschau präsent zu sein, damit Menschen auf niederschwellige Weise Kirche erleben können“, erklärte Oberkirchenrat Matthias Kreplin am heutigen Mittwoch (28.3.) vor Pressevertretern in Lahr. Es solle damit ein „spiritueller Impuls“ für einen „Ort der Begegnung“ geschaffen werden. Dekan Rainer Becker (Lahr) hob den Aspekt der Nachhaltigkeit hervor. So soll das Holz später für ein Jugendprojekt wiederverwendet werden. Sechs Lämmer und ein Mutterschaf werden zudem im Stall der Hirtenhütte den Sommer verbringen und in einem Inklusionsprojekt täglich von Schülerinnen und Schülern versorgt.

Pfarrerin Henriette Gilbert (Kippenheim), Beauftragte für die Landesgartenschau, dankte den zahlreichen Ehrenamtlichen, die die vielfältigen Angebote unterstützen: „Allein 110 Ehrenamtliche werden uns in der Hirtenhütte verstärken und persönliche Gespräche mit unseren Gästen ermöglichen“, sagte Gilbert. Ulrike Karl lobte als Vertreterin der Landesgartenschau Lahr GmbH die Zusammenarbeit: „So ein großes Projekt wie hier gab es von kirchlicher Seite noch nie auf einer Landesgartenschau“, erklärte Karl. Es sei wichtig, dass dank der Kirche Ruhe und Halt vermittelt werde.

Mit Hirtenhütte und Hirtenweg greifen die haupt- und ehrenamtlich Engagierten der Evangelischen Kirche Psalm 23 auf: „Der Herr ist mein Hirte“, heißt es darin. Themen wie das „finstere Tal“ oder der „rechte Weg“ sind in einzelnen Gartenteilen umgesetzt worden. Führungen über den Hirtenweg lassen Erwachsene und Kinder an insgesamt sechs Stationen in die Welt der Bibel eintauchen. Sie finden jeden Samstag und Sonntag um 14 Uhr sowie auf Anfrage statt.

Täglich um 12, 15 und 18 Uhr wird in der Hirtenhütte Andacht gefeiert, mittwochs um 18 Uhr in Form einer musikalischen Serenade. Sonntags findet um 10 Uhr ein Gottesdienst auf der Hauptbühne statt, den regionale Chöre und Bands mitgestalten. Zahlreiche weitere Termine wie ein Kinderbibeltag oder Gespräche mit Geflüchteten finden sich tagesaktuell unter www.kirche-landesgartenschau-lahr.de.

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Philipp van Oorschot ist jetzt Pfarrer der Heiliggeistgemeinde Kirchzarten

Philipp van Oorschot ist jetzt Pfarrer der Heiliggeistgemeinde Kirchzarten. Dekan Rainer Heimburger hat ihn am Palmsonntag in einem Festgottesdienst in der Heiliggeistkirche eingeführt. Die neuste Version des alten Detektivspiels „Scotland Yard“ hatte Dekan Heimburger zur Einführung mitgebracht. Die Spieler müssten bei dem Spiel den mysteriösen Mister X aufspüren, sagte er. Der würde sich in bestimmten Abständen zeigen und so Orientierungspunkte für die Mitspieler bieten.

Das Spiel habe einiges mit dem Dienst eines Pfarrers zu tun, sagte der Dekan im Festgottesdienst, der von der Kantorei und einem Orchester mitgestaltet wurde, denn „wer sich auf Gott einlässt, lässt sich auf ein Abenteuer ein“. Wie Mister X bleibe auch Gott immer ein Geheimnis, von dem wir „glauben, dass er in der Geschichte immer wieder auftaucht“. Vater, Sohn und der Heilige Geist seien die drei entscheidenden Orientierungspunkte. Zusammen mit den Grunderfahrungen, die Menschen mit Gott gemacht haben, helfen diese Orientierungspunkte dabei, „Gott auch in unserem Leben zu finden“.

„Seien Sie in der Gemeinde ein guter Detektiv“, der den Menschen dabei hilft, auf die richtige Spur zu kommen, wünschte der Dekan Pfarrer Philipp von Oorschot.

„Angekommen, angekommen“ - am Palmsonntag habe Jesus von den Hügeln auf Jerusalem geschaut. Mit seinem Einzug in die heilige Stadt habe die wichtigste Woche seines Lebens begonnen, sagte von Oorschot in seiner Predigt. Jesus wurde umjubelt, es war Harmonie und Verschwörung zugleich.

Was sei das für ein Mensch, der alle seine Hoffnungen auf Gott setzt und deshalb Vieles erträgt. Ein Eiferer, der stur seinen Weg gehe und jede Gewalt ablehne. Einer, der kein Diplomat ist aber auch kein Krieger. Einer, der polarisiert und niemanden etwas vormacht. Zusammen mit seiner Frau und den beiden Kindern sei auch er angekommen. Füße hochlegen und ausruhen konnte sich die Familie freilich lange nicht, nun seien die Kisten aber ausgepackt und die Bilder aufgehängt. Er freue sich darauf, die Karwoche mit der Gemeinde zu erleben. Und natürlich sei er gespannt, was ihn in Kirchzarten und Oberried erwartet.

Auf alle Fälle zwei spannende Kommunen, sagte Kirchzartens Bürgermeister Andreas Hall, der auch im Namen von Oberrieds Bürgermeister Klaus Vosberg sprach. Vom Dreisamtal bis fast zum Gipfel des Feldbergs reiche das Gemeindegebiet der Pfarrers. Eine gute Zusammenarbeit bot er Pfarrer Philipp von Oorschot ebenso an wie eine Vertreterin der Schulen und die Vertreter der katholischen Seelsorgeeinheit: Pastoralreferent Franz Himmelsbach überreichte dem neuen Pfarrer der Heiliggeistgemeinde gleich eine Vereinbarung für die ökumenische Zusammenarbeit.

Es war ein herzlicher Empfang – die Gäste des Empfangs, der sich an den Festgottesdienst anschloss, überreichten Philipp von Oorschot und seiner Familie einen „kleinen Blumenstrauß mit Tönen“.Es tut mir gut, hier anzukommen“, sagte von Oorschot. Er freue sich auf die Begegnungen in den nächsten „Tagen, Wochen, Monaten, Jahren und Jahrzehnten – wer weiß“.

Sebastian Barthmes

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Gemeindediakon*innen starten mit "Kick off" in Berufsbildprozess

Wer bin ich - und wenn ja wieviele? Bei der Jahresfortbildung der Gemeindediakon*innen in Bad Herrenalb ging es um Fragen des eigenen Berufsbildes.

Es sind "Anfragen" von außen und von innen, die sowohl die Pfarrer*innen als auch die Gemeindediakon*innen dazu veranlassen darüber nachzudenken, was dem ein oder anderen selbstverständlich erscheint: Wie gestalten sich eigentlich unsere Berufsbilder? Diese Initiative mag vielleicht zunächst verwundern, scheint doch auf den ersten Blick "alles klar". Dennoch erleben beide Berufsgruppen vermehrt Infragestellungen ihres Profils - von Menschen der Gesellschaft, den Gemeinden und Schulen, oder auch von Familienmitgliedern und Freund*innen. Die Arbeitsbedingungen von Pfarrer*innen und Gemeindediakon*innen haben sich teils drastisch verändert. Nur scheinbar sind die Rollenbilder noch rein "traditionell". Darauf möchten die Berufsgruppen nun reagieren und nach zukunkftsfähigen Beschreibungen ihrer Berufsprofile suchen - im Kontext von Tradition, Moderne und Gesellschaft.

"Was ist eigentlich der Mehrwert ihrer Arbeit?" Mit dieser Frage startete Natasha Walker den Berufsbildprozess der Gemeindediakon*innen in Bad Herrenalb. Natasha Walker ist Kommunikationsberaterin mit dem Schwerpunkt Moderation, Beteiligung und Dialogprozesse. Für gewöhnlich arbeitet sie mit Manager*innen, großen Konzernen, Vorstandsmitgliedern. Für drei Tage hat sie nun mit Gemeindediakon*innen Standpunkte und Selbstbilder geklärt. Rund 120 Gemeindediakon*innen beteiligte Frau Walker, gemeinsam mit Werner Volkert, dem landeskirchlichen Beauftragten für den Gemeindepädagogischen Dienst aus dem Evangelischen Oberkirchenrat, an diesem Prozess. Ein "Kick off" sollte die Veranstaltung werden - eine Auftaktveranstaltung. Eine Lenkungsgruppe wird die Ergebnisse mit in den Dialog mit Kirchenleitung und den Pfarrer*innen nehmen.

Und tatsächlich - viele Kolleg*innen beteiligten sich gerne an der Diskussion, Positionierung, dem Überlegen und Verhandeln. Dabei wurde an vielen Stellen deutlich: Gemeindediakon*innen bewerten ihren Beruf als attraktiv und vielseitig. Die Verschiedenheit der Arbeitsfelder (Bezirk, Gemeinde, Schule, Sonderstellen beispielsweise in der Flüchtlingsarbeit, EOK, ...) sind Vorteil und Herausforderung zugleich. Dennoch bedarf es - gerade bei den Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit mit anderen kirchlichen Akteuren - noch Reflektion und Klärung. Dies bedingen auch die Neuerungen des Dienstgestztes der Diakon*innen in den letzten Jahren, in Schlagworten: Dienstgruppen, Gabenorientierung, Stimmrecht, etc., bedürfen einer weiteren Etablierung und Professionalisierung.

Florian Böcher, Beauftragter für die Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald

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Lernschlaf - persönliche Randnotizen

Frustrierte Lehrer? Reizüberflutete, handysüchtige Schüler, die nur noch müde sind? Vergessen Sie’s, denn hier kommt der Lernschlaf. Man nehme: müde Schüler, einen ratlosen Lehrer, für 10 Minuten macht der den Unterricht allein, stellt seine Fragen und beantwortet sie gleich selbst, die Schüler dürfen inzwischen schlafen. Was passiert? Einige schlafen wirklich, andere sagen, sie hätten noch nie so gut zugehört! 
Das Leben ist widersprüchlich, das Lernen auch. Wenn ein Lehrer nur das hören will, was er vorher gesagt hat, dann bekommt er eben nur ein Echo, aber wenn die Schüler etwas verarbeiten und selber sagen können, dann bekommt er Resonanz. 
So eine Klasse ist ein bunter Haufen (na ja, wissenschaftlicher wäre Heterogenität, ich weiss) mit den unterschiedlichsten Schülern, dem Durchschnitt, denen, die voraus sind von ihrer Entwicklung her und denen, die (noch) hinterherhinken. Wie soll man denen allen auf einmal gerecht werden? Nun, es fängt mit besagter Resonanz an, dass Lehrer darauf hören, was da mitschwingt bei den Schülern. 
Wie man diese Resonanz überhaupt erst bemerkt und zulässt und sie dann fruchtbar macht, das brachte uns an diesem Tag Wolfgang Endres aus St. Blasien nahe, der zusammen mit dem Soziologen Hartmut Rosa ein Buch darüber geschrieben hat. 

Rosa meinte dazu in einem Interview mit SWR2 auf die Frage: 
Aber wie soll der Lehrer eine Stimmgabel sein, er ist doch zumeist überlastet, vielleicht genervt von 35 Schülern? 
Natürlich ist Schule häufig Entfremdungszone, in der Lehrer das Gefühl haben, sie erreichen die Schüler nicht, ihnen sagt der Stoff nichts mehr. Ja, das gibt es, aber auch die umgekehrte Erfahrung: Lehrer lassen sich auf das ein, was die Schüler ihnen erzählen, was sie fragen. Es ist eine große Kunst, auch im Unterricht das Abwegige, Plötzliche zuzulassen, da lässt sich der Lehrer ein auf die Stimmung und die Bedürfnislage des Schülers, er wird zur Stimmgabel, und das ist eine große Kunst. Als Lehrer sollte man nicht immer nur auf die richtige Antwort setzen, sondern man sollte solche Freiräume für Resonanz schaffen.


Dazu gibt es weitere, einfache Regeln, die wir »eigentlich« kennen und doch nicht immer präsent haben oder beherzigen, wie z.B.:

Nie öffentlich kritisieren, aber immer öffentlich loben und Kritik nur unter 4 Augen und in gedämpfter Tonlage… Da wäre dann auch Kritik leichter zu hören. 
Ein weiteres »Geheimnis« gelingenden Unterrichts besteht nach Endres darin:
Das A und O ist die Erwartung, selbst etwas bewirken zu können, das gelingt, wenn das, womit ich mich beschäftigen soll, verstehbar, mir wichtig und handhabbar ist. 

Und da wären noch ein paar Weisheiten, die nicht zu vergessen wären: 


»Der grosse Weg ist einfach, aber Menschen lieben Umwege« (Laotse)
»Wichtig ist, dass Menschen nie aufhören zu fragen« (Einstein) 
und, für manche völlig überraschen: 
»Wohlbefinden und Verbundenheit werden gesteigert, wenn es uns gelingt, dankbar zu sein.«

Wer neugierig geworden ist, lese einfach mal nach bei: Rosa / Endres, Resonanzpädagogik

Ich aber bedanke mich einfach bei unserem Schuldekan für diese gelungene Fortbildung.

Hellmuth Wolff, Hinterzarten 

 

Noch was? Klar doch: 

Wenn ich nur darf, wenn ich soll,
aber nie kann, wenn ich will,
dann mag ich auch nicht, wenn ich muss.
Wenn ich aber darf, wenn ich will,
dann mag ich auch, wenn ich soll,
und dann kann ich auch, wenn ich muss.
Denn schliesslich:
Die können sollen, müssen wollen dürfen.

 

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Förderverein der Diakonischen Initiative in Hügelheim I Benefiz-Gala von 17 Hügelheimer Vereinen & Gruppen in der Festhalle

Der Förderverein der Diakonischen Initiative "unBehindert miteinander leben" in Hügelheim e. V. lädt zusammen mit den Hügelheimer Vereinen und Gruppen ganz herzlich zu einer Benefiz-Gala auf Samstag, 17. März 2018 ab 18.30 Uhr in die Hügelheimer Festhalle ein. Der Reinerlös dieser Benefiz-Gala ist für die Arbeit des Fördervereins der Diakonischen Initiative "unBehindert miteinander leben" in Hügelheim bestimmt.

Eintrittskarten im Vorverkauf gibt es am Dienstag, 06. März 2018 von 18:00 – 19:30 Uhr beim Gemeindesaal zum Vorverkaufspreis von € 8,50 (Ermäßigung mit Ausweis: € 2,00 für Kinder bis 14 Jahren und für Besucher mit Behindertenausweis  [GdB min. 50%]) sowie zu den jeweils üblichen Bürozeiten bei der Ortsverwaltung im Rathaus und bei der DI im Hügelheimer Pfarrschopf. Eintrittskarten können aber auch direkt an der Abendkasse am 17.03.2018 in der Festhalle Hügelheim ab 18.30 Uhr zum Normalpreis von € 10,00 noch erworben werden. Beim Erwerb der Karten im Vorverkauf besteht die Möglichkeit, 3 musikalische Tanzwünsche für die im Anschluss an das Programm stattfindenden Tanzrunden mit Gerd Dusi abzugeben. Nach dem Programm wird auch die Bar geöffnet sein.

Insgesamt 17 Hügelheimer Vereine und Gruppen sind erfreulicherweise dem Aufruf des Fördervereins der DI gefolgt und werden bei dieser gemeinsamen Benefiz-Gala in der Festhalle mitwirken und so auf unterschiedlichste Art und Weise mit dazu beitragen, dass am Ende eine hoffentlich attraktive Summe für die Arbeit des Fördervereins zur Verfügung steht: 1. BBM Bürgerbündnis Bahn; 2. Betreutes Wohnen; 3. ChoRus Delicati; 4. Diakonische Initiative, 5. Fasnachtsclique „D‘ Higeler Welsch Häxe“, 6. Fasnachtsclique Hügelheimer Höllbergfratzen; 7. Freiwillige Feuerwehr Hügelheim; 8. Förderverein der Diakonischen Initiative; 9. Frauensingkreis der Evang. Kirchengemeinde Hügelheim; 10. Evang. Kirchengemeinderat Hügelheim; 11. Männergesangverein 1846 Hügelheim e. V.; 12. Motorsportclub Hügelheim im ADAC e. V.; 13. Musikverein Hügelheim e.V.; 14. Ortsverwaltung Hügelheim; 15. Rope Skipping Müllheim; 16. SeniorenTanzGruppe Hügelheim; 17. Trommlergruppe "Kontakt"  Bamlach sowie verschiedene Einzelpersonen. Allen mitwirkenden Vereinen und Gruppen jetzt schon ein ganz herzliches Dankeschön.

Mit unterschiedlichsten Beiträgen so nach dem Motto „Best of…“ werden die genannten Hügelheimer Vereine & Gruppen, darunter auch zwei auswärtige Gastgruppen, mit einem bunten und interessanten Unterhaltsprogramm auf der Bühne mit Musik-, Tanz-, Theater- oder Liedbeiträgen das Publikum begeistern und ihr Können unter Beweis stellen oder bei der Zubereitung von leckeren Speiseangeboten, beim Getränkeverkauf oder auch Geschirrspülen hinter der Theke hilfreich tätig sein und so ihren Beitrag zum Gelingen dieser Benefiz-GALA leisten.

Weitere Infos gibt es beim Förderverein der Diakonischen Initiative in Hügelheim unter foerderverein.di@gmx.de + wolfgang.eitel@kabelbw.de  oder bei der Diakonischen Initiative "unBehindert miteinander leben" Hügelheim unter Telefon  07631/6103; dort gibt es auch ermäßigte Karten zum Vorverkaufspreis.

Der Förderverein der Diakonischen Initiative freut sich zusammen mit allen mitwirkenden Hügelheimer Vereinen und Gruppen auf zahlreiche Besucher und eine möglichst ausverkaufte Festhalle.           

Wolfgang Eitel

1.Vorsitzender Förderverein der DI

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Evangelische Frauen in Baden laden am 2. März zum Weltgebetstag ein

Weltweit und auch in Baden laden Frauen zum Weltgebetstag am Freitag, 2. März, ein. 2018 haben Frauen aus Surinam die Grundlage für die Gottesdienste gestaltet, an denen allein in Deutschland mehrere hunderttausend Besucherinnen und Besucher teilnehmen werden. Unter dem Motto „Gottes Schöpfung ist sehr gut!“ kommen Christinnen und Christen aller Konfessionen zusammen, um mit Liedern, Gebeten und Aktionen für globale Gerechtigkeit einzutreten. In mehr als 100 Ländern sind ökumenische Gottesdienste geplant.

„Mich begeistert der Weltgebetstag, weil sich hier Frauen für Frieden, Gerechtigkeit und würdevolles Leben engagieren – und zwar weltweit, über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg. Wir in Baden sind gerne Teil dieser größten ökumenischen Frauenbewegung“, sagt Anke Ruth-Klumbies, Leiterin der Geschäftsstelle der Evangelischen Frauen in Baden, mit Blick auf die Vision einer Welt, in der alle Frauen selbstbestimmt leben können. Im Arbeitskreis Weltgebetstag arbeiten die Erzdiözese, die Evangelische Landeskirche und Vertreterinnen anderer Kirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Baden-Württemberg zusammen und bieten jedes Jahr drei Werkstatttage für Multiplikatorinnen an, die den Weltgebetstag dann vor Ort in ihren Gemeinden feiern. Frauen aller Konfessionen sind dort für die Liturgie verantwortlich und stehen so für die weltweite Ökumene.

Jedes Jahr laden christliche Frauen eines anderen Landes am ersten Freitag im März zum Weltgebetstag ein. Der Weltgebetstag 2018 führt nach Südamerika: Surinam ist das kleinste Land des Subkontinents, und doch eines seiner buntesten. Rund 90 Prozent des Landes bestehen aus tiefem, teils noch vollkommen unberührtem Regenwald. Um diese Vielfalt geht es auch beim Weltgebetstag. Gott hat alles gut geschaffen (Gen 1,31), eine bewundernswerte Natur und auch die Menschen in all ihrer Unterschiedlichkeit. Die surinamischen Christinnen laden mit ihrer Liturgie ein, das traditionell harmonische Zusammenleben in Surinam zu bewahren und Verantwortung für Gottes Schöpfung zu übernehmen.

Der Weltgebetstag ist eine weltweite, ökumenische Basisbewegung christlicher Frauen. Glaube, Gebet und Handeln für eine gerechte Welt gehören in ihr untrennbar zusammen. Ein sichtbares Zeichen dafür sind die Kollekten aus den Gottesdiensten in Deutschland, die vor allem Frauen- und Mädchenprojekte weltweit unterstützen. Im Jahr 2018 ist auch die Frauenarbeit der Herrnhuter Brüdergemeine in Surinam darunter, die qualifizierte Weiterbildungen für Jugendleiterinnen anbietet, die jungen Frauen in Schwierigkeiten zur Seite stehen.

Doris Banzhaf - Chefin vom Dienst im Zentrum für Kommunikation (ZfK) der Landeskirche

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Wie kann lernen Spaß machen? Vom Knistern im Religionsunterricht

 

Es ist eisig kalt am Morgen des 28. Februars 2018. Aus allen Richtungen strömen Kolleg*innen aus den Kirchenbezirken Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen auf das Evangelische Gemeindehaus in Endingen zu. Schuldekan Dirk Boch und Schuldekanin Heide Reinhard hatten zu einer religionspädagogischen Pfarrkonferenz eingeladen. Es sollte um das "Knistern im Religionsunterricht" gehen.

Zu Beginn sehnen sich alle Teilnehmenden - Diakon*innen, Pfarrer*innen und Religionslehrer*innen - erst einmal nach dem Knistern eines wärmenden Ofens. Gott sei Dank empfing sie im Endinger Gemeindehaus eine warme und freundliche Atmosphäre. Zu Beginn begrüßte Schuldekan Boch und eröffnete den Fortbildungstag mit einer kurzen Ansprache zur Resonanz der Elbphilharmonie mit der er zum Thema des Tages überleitete.

Referent des Tages war Wolfgang Endres aus St. Blasien. Wolfgang Endres ist Pädagoge und seit mehr als 30 Jahren als Referent in der Lehrerfortbildung tätig. Heute spricht er in seinem interaktiven Vortrag über Resonanzpädagogik.

Resonanzpädagogik beschäftigt sich mit der Interaktion in Schule und Unterricht. Wie kann Unterricht geschehen, der mehr ist als bloße Aneignung, in dem sich Aufmerksamkeit herstellen lässt.

Resonanzpädagogik fördert eine Beziehungskultur mit wertschätzender Wahrnehmung und wechselseitigem Zuhören wie in einem Resonanzraum. Resonanz ist dabei nicht einfach nur ein Widerhall wie ein Echo. Resonanz antwortet mit einer eigenen Stimme, impliziert also auch Widerspruch.

Herr Endres stellte im Blick auf den Religionsunterricht Anregungen aus der Resonanzpädagogik vor, die einen konstruktiven Umgang mit Fehlern begünstigen, die Teambildung fördern und die Motivation stärken.

Gut ausgestattet mit vielen Anregungen für den Religionsunterricht und die religionspädagogische Arbeit in der Gemeinde, zahlreichen Arbeitsblättern zur Vertiefung und beschenkt durch einen wirklich humorvollen Vortrag, machten sich die Fortbildungsteilnehmer dann wieder auf den Nachhauseweg.

Florian Böcher, Beauftragter für die Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald

 

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Neue Pfarrerinnen und Pfarrer für Baden

Sieben angehende Pfarrerinnen und Pfarrer aus Baden werden am kommenden Sonntag (04.03.) in Freiburg von Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh ordiniert. Hinzu kommt eine weitere Ordination durch Prälat Traugott Schächtele in Heidelberg. Der Festgottesdienst zur Ordination beginnt um 14 Uhr in der Ludwigskirche in Freiburg (Starkenstraße 8). Die Theologinnen und Theologen beginnen nach der Ordination ihren zweijährigen Probedienst in Mannheim, Osterburken, Neureut, Schwetzingen, Laufenburg, Walldorf und im Kirchenbezirk Bretten-Bruchsal.

Bei der Ordination werden angehende Pfarrerinnen und Pfarrer im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes offiziell gesegnet und für die öffentliche Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung beauftragt. Alle haben ein Studium der evangelischen Theologie und eine zweijährige Ausbildungszeit, das so genannte Lehrvikariat, absolviert. Für den Berufseinstieg, den zweijährigen Probedienst, haben sie noch einen Mentor oder eine Mentorin zur Seite.

Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh zeigte sich im Vorfeld der Ordination sehr erfreut über den theologischen Nachwuchs, der nach dem Studium und dem Vikariat „die Menschen im Glauben stärkt und Verantwortung für die Kirche übernimmt“. Derzeit gebe es in Baden keinen Mangel an Pfarrerinnen und Pfarrer, man werbe jedoch intensiv um den theologischen Nachwuchs.

Dies geschieht sowohl über Pfarrerinnen, Pfarrer, Gemeindediakone und Gemeindediakoninnen und Religionslehrkräfte, die mit jungen Menschen über das Theologiestudium sprechen, als auch über Berufsmessen, die evangelische Jugendarbeit sowie über die Sozialen Medien (YouTube, Instagram, Facebook). Auch ein Quereinstieg ins Pfarramt über ein Masterprogramm an der Uni Heidelberg ist übrigens möglich.

Weitere Infos zum Studium, zum Pfarrberuf und weiteren kirchlichen Berufen gibt es auf www.himmlische-berufe.de.

Doris Banzhaf - Chefin vom Dienst im Zentrum für Kommunikation (ZfK) der Landeskirche

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