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Aktuelles

Nachrichten aus dem Partnerbezirk Bui in Kamerun

Lesen Sie hier, wie sich derzeit die Situation in unserer Partnerkirchenbezirk Bui in Kamerun darstellt.

 

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Neuregelung der Landessynode zur Substanzerhaltungsrücklage

In der Substanzerhaltungs-Rücklagenrechtsverordnung (SERL-RVO) wird geregelt, welche Rücklagen Gemeinden und Einrichtungen der Landeskirche (i) für die zukünftige Sanierung und damit Substanzerhaltung ihrer Gebäude, und (ii) für die beweglichen Vermögensgegenstände bilden müssten.

1. Gebäude:

Hier wurde als Grundlage für die Berechnungen der Wiederbeschaffungswert zu Grunde gelegt, eine jährliche Steigerung der Baukosten von 1,5%, sowie eine Abzinsung von 4% auf schon bestehende Rücklagen. Bei Gemeindehäusern wird von der im Liegenschaftsprojekt festgelegten Sollgröße ausgegangen. Von dem so ermittelten Wert werden kommunale Zuschüsse und landeskirchliche Baubeihilfen abgezogen. Die Nutzungsdauer wird für Kirchen auf 100 , für Gemeindehäuser und Pfarrhäuser auf 60, und für Kindertagesstätten auf 40 Jahre festgesetzt.

Unterm Strich müssen die Gemeinden erheblich höhere Rücklagen bilden als bisher. Die Gemeinden sollen jedoch die Möglichkeit haben, den errechneten Betrag um bis zu 30% zu reduzieren, um eine finanzielle Überforderung zu vermeiden. Es bleibt allerdings offen, ob eine Reduktion um 30% im Einzelfall ausreichend ist, um die Zahlungsfähigkeit der Gemeinde zu erhalten.

2. Bewegliche Vermögensgegenstände

Für bewegliche Vermögensgegenstände (sprich: Geräte) sollen Substanzerhaltungsrücklagen in Höhe der jährlichen linearen Abschreibung gebildet werden. Dies gilt ab einem Anschaffungspreis von 1000 € (bisher 400 €).

Der Kirchengemeinderat bzw. das für den Haushaltsbeschluss zuständige Organ kann zum Zeitpunkt der Anschaffung beschließen, auf die Rücklagenbildung zu verzichten, wenn (i) der Gegenstand aus Drittmitteln beschafft wurde, und für eine Ersatzbeschaffung wieder mit Drittmitteln zu rechnen ist, (ii) wenn die Ersatzbeschaffung voraussichtlich aus laufenden Einnahmen finanziert werden kann, oder (iii) wenn eine Ersatzbeschaffung entbehrlich oder nicht beabsichtigt ist. Dies bedeutet, dass die Rücklagenbildung in vielen Fällen in das Ermessen der Gemeinden gestellt wird.

Diese Rechtsverordnung wird ab dem Haushaltsjahr 2022 gelten.

Prof. Dr. Wolfgang Schmidt, Landessynodaler

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Bezirkssynode tagte

(04.11.2019) Visitation, Zusammenarbeit im Bezirk und Dialog mit dem Islam

Die Bezirksvisitation, die Zusammenarbeit im Bezirk, der Dialog zwischen christlichen und muslimischen Gläubigen sowie Wahlen standen im Mittelpunkt der Herbsttagung der Bezirkssynode am Freitag, 25. Oktober, in Wolfenweiler. Es war die letzte Zusammenkunft der Synodalen vor der Kirchenwahlen am 1. Dezember.

 

Rückblick auf die Bezirksvisitation

“Wir wollten nicht nur zeigen, was gut läuft, sondern auch über Baustellen im Bezirk reden”, sagte Dekan Rainer Heimburger bei seinem Rückblick auf die Bezirksvisitation, die eine Woche zuvor stattgefunden hatte. Die Mitglieder der Visitationskommission hatten zusammen mit Landesbischof Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh in der Zeit vielfältige Begegnungen und Fachgespräche. Um Inklusion ging es zum Beispiel beim Diakonischen Werk, “Kirche und Tourismus” hieß das Thema bei der Begegnung mit der Hochschwarzwald Tourismus GmbH. Die finanzielle Situation des Kirchenbezirks, die Kirche in der öffentlichen Wahrnehmung oder auch eine Bilanz der Gliederung  des Kirchenbezirks in drei Regionen waren einige der Themen der Visitation, berichtete Dekan Heimburger.
 
Zum Abschluss vereinbarte der Bezirkskirchenrat mit der Visitationskommission mehrere Ziele, die Dekan Heimburger den Mitgliedern der Synode vorstellte.

 

Die Regionen im Bezirkskirchenrat

Aus drei Regionen besteht der Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald seit seiner Errichtung im Jahr 2005. Damals wurde festgelegt, dass vier Vertreter aus den Regionen Dreisamtal-Hochschwarzwald und Kaiserstuhl/Tuniberg sowie vier Vertreter aus der Region Markgräflerland dem Bezirkskirchenrat (BKR) angehören sollen. Die Bezirkssynode soll im Jahr 2019 darüber beschließen, so die damalige Festlegung, ob diese Regelung fortgesetzt wird. Mehrheitlich sprach sich das Gremium dafür aus, zukünftig mindestens zwei Vertreter jeder Region in den BKR zu wählen.
 
Vier Varianten hatte der Bezirkskirchenrat erarbeitet:
- die bisherige Regelung bleibt unverändert bestehen
- mindestens eine zu wählende Person aus jeder der drei Regionen muss dem BKR angehören, die übrigen Mitglieder werden von der Bezirkssynode frei gewählt
- die Synode wählt alle BKR-Mitglieder frei, eine regionale Präferenz gibt es nicht
- die Synode wählt mindestens zwei Vertreter aus jeder Region in den Bezirkskirchenrat
 
Sie habe die Erfahrung gemacht, dass der BKR die regionale Verbundenheit nicht braucht, sagte Ulrike Müller (Vorsitzende der Bezirkssynode). Das Gremium spreche für alle Regionen. Gibt man die Wahl der BKR-Mitglieder ganz frei, setze man auf ein Harmoniemodell, sagte Dekan Heimburger.  Die bisherige Regelung sichere aber die Mitsprache aller Regionen auch im Konfliktfall - eine Region könne nicht die Synode und den Bezirkskirchenrat dominieren. Das bestehende Modell stelle auch sicher, dass im BKR in jedem Fall Ortskenntnisse aus allen Regionen vorhanden sind, sagte Pfarrer Rainer von Oppen (Neustadt, Hoschwarzwald). Die Regelung habe sich bewährt und sollte deshalb beibehalten werden, sagte auch Mechtild Aldinger (Landessynodale, Lenzkirch). Eigentlich haben die Regionalausschüsse den BKR gewählt, doch das Gremium sollte von der Bezirkssynode bestimmt werden, warf Schuldekan Dirk Boch in der Diskussion zu dem Thema ein.
 
Nach sechs Jahren soll erneut über die Regelung abgestimmt werden.

 

Wahlen

Gemeindediakonin Gabi Groß (Bad Krozingen) ist von der Synode in den Bezirkskirchenrat gewählt worden. Bisher war sie stellvertretendes Mitglied für Oliver Münch, der aus dem Gremium ausgeschieden ist. Zu ihrem Stellvertreter wurde Bezirksjugendreferent Oliver Zulauf gewählt, der nun auch Vertreter der Gemeindediakone in der Bezirkssynode ist. 

 

Dialog “Christen und Muslime”

Mit einem Gesprächspapier zum Dialog zwischen christlichen und muslimischen Gläubigen, beschäftigte sich der Bezirkskirchenrat mehrfach in den vergangenen Monaten. Die Landeskirche hatte das Papier im Sommer 2018 herausgegeben und die Kirchenbezirke um Stellungnahmen gebeten. Mit dem Papier, das derzeit in Karlsruhe überarbeitet wird, soll sich die Bezirkssynode in der kommenden Legislaturperiode befassen, hieß es. ”Das Thema ist gesellschaftlich hochrelevant”, sagte Dekan Rainer Heimburger bei der Tagung der Bezirkssynode und stellte dort seinen Entwurf einer Stellungnahme vor. Die Landeskirche lege im Dialog mit dem Islam den Schwerpunkt auf die theologische Auseinandersetzung. “Die Auseinandersetzung mit dem Gesprächspapier hat uns vor Augen geführt: Wir sind wenig ‘gesprächsfähig’, wenn es um unseren Glauben und unsere Grundlagen geht”, schreibt Dekan Heimburger. Das gelte nicht nur für den Dialog mit dem Islam, sondern auch für “das Gespräch über Glaubensthemen in unserem Alltag.” 
 
Mit dem Thema sollte sich die Synode befassen, sagten mehrere Mitglieder. Hilfreich könnte dabei der Vortrag eines Referenten oder auch eine Podiumsdiskussion sein, hieß es. Über die Vorgehensweise soll nach der Kirchenwahl entschieden werden. 

 

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Kirche auf der Landesgartenschau 2022

Die Vorbereitungen für die Landesgartenschau 2022 in Neuenburg laufen auf Hochtouren. Die Vorbereitungen des Geländes zwischen der Autobahn und dem Rheinufer beim alten Hafen sind in vollem Gang. Und die Kirchen werden ökumenisch mit dabei sein. Seit dem Juli 2019 hat sich eine Projektgruppe aus EOK, Ordninariat, dem katholischen und evangelischen Dekanat sowie aus den Kirchengemeinden in und um Neuenburg bereits drei Mal getroffen. „Kloster“ soll die Leitidee für den kirchlichen Pavillon sein. Diese Idee wird in den kommenden Monaten mit den zuständigen Referaten im Evangelischen Oberkirchenrat und dem katholischen Ordinariat weiterentwickelt.Von April bis Oktober 2022 soll es auch regelmäßige sonntägliche Gottesdienste auf der Gartenschau in Kooperation mit den Gemeinden in der Region geben.   

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Wiedereinweihung der Martin-Bucer-Kirche in Breisach

Am 20. Oktober 2019 um 17 Uhr war es so weit, nach anderthalb Jahren Bauzeit wurde die Fertigstellung der Martin-Bucer-Kirche in einem feierlichen Gottesdienst gefeiert. Nachdem die erste Phase der statischen Sanierung und der Sanierung der Heizung Ende des Jahres 2018 abgeschlossen werden konnte, Stand das Jahr 2019 ganz im Zeichen der Innenrenovation.

Viele Sitzungen des Kirchengemeinderates, mit dem Architekten Thomas Harter und den Vertretern der Landeskirche aus Karlsruhe waren nötig, um ein bestmögliches, finanzierbares Konzept zu entwickeln. 

Die größte Veränderung dürfte der neue Bodenbelag darstellen, der als dunkler Bitumenterrazzo-Belag ausgestaltet wurde. Auch die Deckenverschalung wurde komplett erneuert, aufgehellt und die Dachfläche soweit möglich energetisch verbessert. Auch die neue Beleuchtung kann sich sehen lassen. In die Decke wurden LED-Lines eingelassen und die zusätzliche indirekte Beleuchtung lässt das Dach noch schwebender wirken.

Auch technisch gibt es viele Veränderungen. Die Elektronik wurde auf einen zeitgemäßen Stand gebracht, eine neue Anlage, die auch für Bandmusik ausgelegt ist, wurde verbaut. Auch für die interaktiven Gottesdienste sind nun die Voraussetzungen gegeben, um Kameras und Livestream direkt anzuschließen. Ein neuer Beamer und eine große Leinwand runden das technische Konzept der Kirche ab.

Altarbereich und Empore kommen ebenfalls mit einem neuen Erscheinungsbild daher und zeigen deutlich die Lebendigkeit der 50 Jahre alten Kirche in der Struktur des Belages.

Besonders stolz macht die Verantwortlichen des Projekts die neue flexible Bebankung, die aus den alten Kirchenbänken umgearbeitet wurde. Passend dazu wurden ein Ambo und ein Altartisch hergestellt.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde das Jubiläumstheaterstück aufgeführt. Bei einem Glas Sekt konnte im Anschluss das Ergebnis der Sanierungsmaßnahme ausgiebig in Augenschein genommen werden.

Oliver Münch

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Abend der Begegnung: “Ein ganz lebendiger Kirchenbezirk”

Bezirksvisitation: Landesbischof Prof. Dr. Cornelius-Bundschuh dankt Ehrenamtlichen für ihr Engagement

Erntedankfest und Bezirksvisitation - das passt gut zusammen, sagte Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh bei seiner Begegnung mit Ehrenamtlichen aus den Kirchengemeinden des Kirchenbezirks. Mit einer Andacht in der Kirche in Wolfenweiler gingen die Mitglieder der Visitationskommission mit den Kirchengemeinderätinnen und -Räten sowie den ehrenamtlich im Verkündigungsdienst arbeitenden Frauen und Männern in einen gemeinsamen Abend. 
“Wir danken und staunen, wie Gottes Liebe alles geschaffen hat, dass es Menschen gibt, die uns umsorgen, dass wir gemeinsam feiern, dass Sie hier im Kirchenbezirk Kirche lebendig gestalten”, sagte der Landesbischof. In seiner Predigt ging er auf die aktuellen Diskussionen und großen Herausforderungen ein: “Wer gut leben will, muss Grenzen achten”, sagte er und ergänzte, “wir brauchen nicht immer mehr, es gibt ein Genug”.

Gott denke an alles, was wir Menschen brauchen, er weine mit uns im Schmerz und freue sich, wenn wir beten. Gott ringe mit uns und entziehe sich, “wenn wir unsere eigenen Interessen mit Gottes Hilfe durchsetzen wollen”. Er erinnerte an die Menschen in den Flüchtlingslagern Afrikas und die Küstenregionen, die schon heute im Meer versinken.

Ernsthaft und unterhaltend war auch das anschließende Beisammensein in der nahegelegenen Festhalle: Zehn Fragen an den Landesbischof konnten die Ehrenamtlichen nach dem gemeinsamen Essen richten. Was würde er Gott bei einem Treffen gerne fragen? “Wie viele Mitglieder haben wir bis 2060”, lautete die Antwort von Jochen Cornelius-Bundschuh. Welche Zukunft der Pietismus in Baden hat und wie die Landeskirche zum Projekt Rettungsschiff der EKD steht, wurde zum Beispiel auch gefragt. Der Pietismus sei wichtig für das Verständnis der Bibel ebenso wie die Hilfe für Menschen, die in Not ihre Heimat verlassen und dabei in Lebensgefahr geraten, sagte der Landesbischof. 

Mit der Kunst der Täuschung begeisterte der Magier Mr. Joy (Karsten Strohäcker), der mit seiner Kunst auch eine Botschaft verknüpft. Staunend erlebte das Publikum, wie ein 50-Euro-Schein verschwindet und in einer Zitrone wieder auftaucht, wie eine Glühbirne einige Meter von Mr. Joy entfernt leuchtet, um dann plötzlich von ihm aus einer Papiertüte gezogen zu werden. Und die stabile Gitterstäbe können den Illusionisten scheinbar auch nicht einsperren - mühelos scheint er dieses Hindernis zu überwinden. Wie er das wohl alles macht? Das blieb an dem Abend ein Geheimnis.

Sebastian Barthmes

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Kirche und Tourismus: Gastfreundschaft ist ein wichtiger Teil unserer Tradition

Bezirksvisitation: Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh im Gespräch mit Tourismusexperten

Der Hochschwarzwald ist Spitze - Menschen aus Deutschland und anderen Ländern genießen dort gerne ihren Urlaub. Auch der Kirche sind diese Menschen wichtig, sie will sie nicht aus den Augen verlieren. Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh hat deshalb im Rahmen der Bezirksvisitation ein Fachgespräch mit Thorsten Rudolph, dem Geschäftsführer der Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG), und Dorothea Störr-Ritter, der Landrätin des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, in Hinterzarten geführt.

Welche Angebote können die Kirchengemeinden in der Region den Urlaubern machen, wie kann man sie überhaupt erreichen? Ein erster Schritt für die Kirche sei, “sich klar zu machen, wie viel Gastfreundschaft und Offenheit in der christlich-jüdischen Tradition liegt”, sagte der Landesbischof. Wenn die Gemeinden durch die Mitgliederentwicklung und die manchmal zu große Belastung für die Ehrenamtlichen in den Kirchengemeinden unter Druck stehen, sei es nicht immer einfach, auf Urlauber oder Zugezogene zuzugehen - auch wenn die Offenheit grundsätzlich besteht, sagte Cornelius-Bundschuh. Dabei sei das, “was Menschen erwarten, die zu uns kommen, nicht so weit weg von dem, was wir wollen”, betonte der Landesbischof.

Was sollte oder könnte die Kirche aus Sicht der Tourismusfachleute für die Urlauber tun, wie schaffen es Kirchengemeinden mit Menschen in Kontakt zu treten, die nur wenige Tage an einem Ort sind? Das wollten die Vertreter aus dem Kirchenbezirk von HTG-Chef Thorsten Rudolph wissen. Der nannte die israelitische Gemeinde als Beispiel, die Gästen aus Israel spezielle Angebote macht. Vielleicht müsse auch nur das bestehende Angebot attraktiver gemacht werden, überlegte Rudolph. Besondere Gottesdienste an einem außergewöhnlichen Orten würden womöglich sehr viele Menschen anziehen. 
Die Fragen waren auch ganz konkret: Ist die Kirche noch auf der Höhe der Zeit, wenn sie zum Beispiel eine Broschüre herausgibt, wollte Dekan Rainer Heimburger wissen. Oder müsse heute alles digital sein? Beides sei notwendig, lautete die Antwort, man müsse sowohl diejenigen, denen Papier in der Hand wichtig ist, als auch die Nutzer der modernen Medien bedienen.

Eine erfolgreiche Tourismusregion brauche mehr als die schöne Natur, sagte Landrätin Dorothea Störr-Ritter. Alles müsse passen, das gastronomische Angebot ebenso wie vorhandene kulturhistorische Kleinode, das Brauchtum und damit auch die Verbindung zur Kirche, sagte sie. Dabei sei es eine große Herausforderung, “Tourismus und Natur konfliktfrei hinzubekommen”. Die Natur ist der größte Schatz der Region, aber “wir müssen aus dieser Natur immer etwas machen”. Die Menschen suchen also Räume oder Angebote, die ihnen dabei helfen, zur Ruhe zu kommen. Wenn die Kirche “das nicht in die Hand nimmt, machen es andere Gruppierungen”, ist sich Störr-Ritter sicher.

Die Menschen kommen nicht nur in den Hochschwarzwald, um etwas zu konsumieren, weiß Thorsten Rudolph. Sie wollen zum Beispiel die Natur erfahren. Die Möglichkeit zur Ruhe und Begegnung mit Gott wäre ein wichtiger Punkt, sagte der HTG-Geschäftsführer. Die kirchliche Tourismusarbeit biete auch die Chance Menschen zusammen zu bringen, die sich sonst nicht begegnen würden, sagte Landesbischof Cornelius-Bundschuh. Der Integrationsbetrieb Hofgut Himmelreich in Kirchzarten sei dafür ein positives Beispiel.

Spannende und attraktive Angebote machen die Kirchengemeinden, sagte eine Kirchenälteste aus Hinterzarten. Die Schneekirche, die ein früherer Diakon mit Konfirmanden baute, sei so ein erfolgreiches Beispiel. In Zukunft müsse die Kirche aber stärker die Zusammenarbeit mit anderen Gruppen suchen und auch bei großen Ereignissen, etwa Festen präsenter sein. Allerdings sei mancherorts die Überalterung der Ehrenamtlichen ein Problem. Die seien “an der Kante”, sagte Schuldekan Dirk Boch. Man müsse also Wege finden, um auch Menschen mit besonderen Interessen für die kirchliche Tourismusarbeit zu gewinnen, die bislang vielleicht noch keine Verbindung zur Kirche haben.

Über die Begegnung mit neuen Bürgern oder Urlaubern finde man auch neue Wege, sagte Landesbischof Prof. Dr. Cornelius-Bundschuh. Es sei wichtig, über neue Orte nachzudenken. Vielleicht müsse die Kirche den Menschen auch mehr Stille, Raum zum Nachdenken anbieten. Aber die Kirche wolle nicht spannende Orte anbieten, um Menschen anzulocken, sie wolle etwas vermitteln. Es gehe ihr um das, was Menschen gut tut. Was die Kirche von diesen Begegnungen hat, müsse in den Hintergrund rücken, betonte der Landesbischof.

Sebastian Barthmes 

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Einweihung der Petrus-Kirche in Schluchsee: Eine besondere Kraftquelle

Bezirksvisitation: Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh feiert mit der Gemeinde die Renovierung und einen neuen Anbau

Wo Menschen zusammenkommen, lässt sich Gott finden. Deshalb seien Kirchen wichtig, darum müssten sie gepflegt werden, sagte Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh am Sonntag in Schluchsee. Zum Abschluss der Bezirksvisitation gestalteten Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Evangelischen Oberkirchenrat viele Gottesdienste im Kirchenbezirk. Der Landesbischof feierte mit der Gemeinde in Schluchsee die Einweihung der renovierten Petrus-Kirche und ein neues kleines Nebengebäude.
So ein Kirchenraum sei eine besondere Kraftquelle, ein Ort, an dem man sich auf das Wesentliche besinnt. In einer Kirche werden Menschen mit Gottes Augen gesehen und nicht nach Macht und Stärke sortiert, sagte Jochen Cornelius-Bundschuh. “Auch dein Feind gehört zu Gott. Schauen wir uns gegenseitig mit Gottes Augen an”, betonte der Landesbischof. Aber: “Wer sich seinen Geschwistern zuwendet, um Gott herbeizubeschwören, findet ihn nicht.”

Wie Menschen miteinander umgehen, thematisierte er in seiner Predigt. Die Einstellung, nur der eigene Weg sei der richtige, stimme fast nie. Das gelte zum Beispiel auch für die Landwirtschaft, sagte er mit Blick auf das Erntedankfest, das die Gemeinde am Sonntag gleichzeitig feierte. Man müsse über den Umgang mit der Natur nachdenken, ohne dabei die landwirtschaftlichen Betriebe und deren Existenzgrundlage aus dem Blick verlieren. Überhaupt gelte: “Nur wer nicht mit den Fingern auf andere zeigt, kann jemandem auch die Hand reichen.” Nur gemeinsam könne die Suche nach einem Weg in die Zukunft erfolgreich sein. Und nur so werde man es erreichen, dass zum Beispiel das Leben auf dem Land nicht immer ärmer wird oder keine Menschen mehr fliehen müssen.

Über viele Jahre habe die Kirchengemeinde das Ziel “Renovierung der Petrus-Kirche” verfolgt, erinnerte Gemeindepfarrerin Gabriele Heuß. Schließlich ermöglichte auch die große finanzielle Unterstützung durch den Oberkirchenrat das Projekt. Über vier Jahre wurde geplant, ein Jahr lang war die Gemeinde während der Bauarbeiten zu Gast in der katholischen Kirchengemeinde. “Hut ab vor allen, die hier mitgewirkt haben”, sagte sie, denn der Zeitplan sei sehr eng gewesen. Erst kurz vor der Einweihung beendeten die Handwerker die letzten Arbeiten, vier Monate wurde zuletzt auch am Anbau, in dem auch ein Besprechungszimmer untergebracht, gearbeitet.

Den Festgottesdienst nutzte Landesbischof Prof. Dr. Cornelius-Bundschuh, um Pfarrerin Gabriele Heuß zum 25-jährigem Ordinationsjubiläum mit einer Urkunde zu gratulieren.

Sebastian Barthmes

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KITA-Forum und Zielvereinbarung

 

Im Rahmen der Bezirksvisitation trafen sich am Donnerstag, den 10. Oktober Leiter*innen aus Kindertagesstätten der beiden Bezirke Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald im Gemeindehais in Ihringen. Im Mittelpunkt stand der Bereich "Sinn-Werte-Religion" des Orientierungsplanes für KiTas in Baden -Württemberg. Heike Helmchen-Menke vom IRP in Freiburg führte in die Ziele in diesem Bereich ein, die für alle Kindertagesstätten verbindlich seien. Darum war es gut, dass bei anschließenden Arbeit zu drei Themen auch Vertreter*innen nicht-evangelischer Einrichtungen dabei waren.

Die Arbeitsgruppen befassten sich jeweils mit Gelingendem, Schwierigem und formulierten Wünsche in den Bereichen Team / Eltern / religionsheterogene Gruppen. Die Ergebnisse sind auf den Fotos dokumentiert.

Der sehr anregende Nachmittag endete mit Resonanzen von OKR Wolfgang Schmidt, Landesbischof Cornelius-Bundschuh sowie der Referentin Helmchen-Menke, bevor Schuldekan Dirk Boch sich auch im Namen seiner Kollegin Heide Reinhard bei allen bedankte.

Die gemeinsame Arbeit mündete am Ende der Bezirksvisitation in einem Ziel, das sich der Kirchenbezirk für die nächsten Jahre  setzte: Das Projekt der Stärkung des evangelischen Profils in evangelischen Kitas ist Ende 2021 verstetigt und kooperiert im Bereich „Sinn, Werte, Religion“ mit Einrichtungen anderer Träger.

 

Die ganze Zielvereinbarung lautet:

  1. Ein Konzept zum Thema mobile Jugendkirche ist erarbeitet und bis Ende 2021 erprobt. Innerhalb von fünf Jahren ist pro Region ein nachhaltiges Angebot eingerichtet.
  2. Der Bezirkskirchenrat stärkt die kirchliche Arbeit im Tourismus und in der Kur- und Reha-Seelsorge personell und strukturell.
  3. Das Projekt der Stärkung des evangelischen Profils in evangelischen Kitas ist Ende 2021 verstetigt und kooperiert im Bereich „Sinn, Werte, Religion“ mit Einrichtungen anderer Träger.
  4. Der Bezirkskirchenrat unterstützt den Diakonieverband, die Zusammenarbeit zwischen der Diakonie und den Kirchengemeinden zu verstärken. Ein gemeinsames Treffen hat bis zum 1.2020 stattgefunden.
  5. Die evangelische Kirche im Bezirk Breisgau-Hochschwarzwald soll in der Öffentlichkeit sichtbarer werden. Der Bezirkskirchenrat organisiert dazu bis Ende 2021 einen Studientag oder eine Bezirkssynode.
  6. Der Bezirkskirchenrat initiiert und unterstützt die Vernetzung von Pfarrämtern. Er fördert bis Ende 2023 zwei Pilotprojekte (zum Beispiel Kooperation oder zentrales Pfarramt).
  7. Der Bezirkskirchenrat initiiert einen moderierten Entscheidungsfindungsprozess über die Zusammenarbeit in der Bezirkssynode, im Bezirkskirchenrat und miteinander. Dabei ist insbesondere die Rolle der Regionalausschüsse zu klären. Der Prozess soll bis Frühjahr 2021 abgeschlossen sein.

 

Dirk Boch

 

 

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Die evangelische Kirche im Bezirk Breisgau-Hochschwarzwald stärkt die Jugendarbeit

Zum Abschluss der Bezirksvisitation vereinbarte der Bezirkskirchenrat in seiner Sitzung am Samstag (12.10.) bis Ende 2021 das Konzept einer mobilen Jugendkirche zu erarbeiten. Zugleich soll die kirchliche Arbeit im Tourismus und in der Kur- und Reha-Seelsorge verstärkt, die Zusammenarbeit der Kirchengemeinden mit der Diakonie intensiviert und das derzeit laufende Projekt zur Stärkung des evangelischen Profils in evangelischen Kitas verstetigt werden. Im Bereich „Sinn, Werte, Religion“ möchte die Kirche mit Einrichtungen anderer Träger kooperieren. Um in der Öffentlichkeit noch stärker präsent zu sein, findet ein Studientag oder eine Bezirkssynode statt. Auch wird der Bezirkskirchenrat zwei Pilotprojekte zur Vernetzung der Pfarrämter in den Regionen fördern. 

Im Folgenden der komplette Text:

  1. Ein Konzept zum Thema mobile Jugendkirche ist erarbeitet und bis Ende 2021 erprobt. Innerhalb von fünf Jahren ist pro Region ein nachhaltiges Angebot eingerichtet. 
  2. Der Bezirkskirchenrat stärkt die kirchliche Arbeit im Tourismus und in der Kur- und Reha-Seelsorge personell und strukturell. 
  3. Das Projekt der Stärkung des evangelischen Profils in evangelischen Kitas ist Ende 2021 verstetigt und kooperiert im Bereich „Sinn, Werte, Religion“ mit Einrichtungen anderer Träger. 
  4. Der Bezirkskirchenrat unterstützt den Diakonieverband, die Zusammenarbeit zwischen der Diakonie und den Kirchengemeinden zu verstärken. Ein gemeinsames Treffen hat bis zum 1.2020 stattgefunden. 
  5. Die evangelische Kirche im Bezirk Breisgau-Hochschwarzwald soll in der Öffentlichkeit sichtbarer werden. Der Bezirkskirchenrat organisiert dazu bis Ende 2021 einen Studientag oder eine Bezirkssynode. 
  6. Der Bezirkskirchenrat initiiert und unterstützt die Vernetzung von Pfarrämtern. Er fördert bis Ende 2023 zwei Pilotprojekte (zum Beispiel Kooperation oder zentrales Pfarramt). 
  7. Der Bezirkskirchenrat initiiert einen moderierten Entscheidungsfindungsprozess über die Zusammenarbeit in der Bezirkssynode, im Bezirkskirchenrat und miteinander. Dabei ist insbesondere die Rolle der Regionalausschüsse zu klären. Der Prozess soll bis Frühjahr 2021 abgeschlossen sein.
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Landesbischof zu Besuch im Kirchenbezirk

Bad Krozingen. In dieser Woche wird von Donnerstag (10.10.) bis zum Sonntag (13.10.) der badische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh mit einer Delegation der Landeskirche zur Bezirksvisitation im Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald sein. Zur Delegation gehören Prälatin Dagmar Zobel, der Vizepräsident der Landessynode Dekan Thomas Jammerthal, Pressesprecher Dr. Daniel Meier, die Landessynodalen Dorothea Schaupp und Elisabeth Winkelmann-Klingsporn sowie der persönliche Referent des Landesbischofs Dr. André Kendel.

Ein vielfältiges Programm steht auf der Tagesordnung.

Die Visitation startet Donnerstagnachmittag (10.10.) um 14.00 Uhr in lhringen mit einer Fachkonferenz mit Leitenden aus den Kindertagesstätten der Kirchenbezirke Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald.

Am Freitagmorgen (11.10.) ist die Delegation um 10.30 Uhr zu Besuch bei einem Fachgespräch ("Mit Herz, Hirn und Hand") zur Kur- und Rehaseelsorge im Kirchenbezirk (Standorte: Badenweiler , Bad Krozingen, Hinterzarten).

Am Freitagnachmittag wird es in Hinterzarten bei der Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG) ab 16.00 Uhr Impulse zum Thema „Tourismus und Kirche" durch Landrätin Dorothea Störr-Ritter, den Geschäftsführer der HTG, Thorsten Rudolf, und den Landesbischof geben, bevor eine Podiumsdiskussion Gelegenheit zum Mitdiskutieren bietet. Hierzu eingeladen sind die Bürgermeister der Region Hochschwarzwald des Landkreises sowie interessierte Menschen aus den evangelischen und katholischen Gemeinden.

Am Freitagabend sind die Kirchengemeinderätinnen und -räte, sowie die ehrenamtlich im Verkündigungsdienst arbeitenden Frauen und Männer des Kirchenbezirks zu einem "Abend der Begegnung" nach Wolfenweiler eingeladen (Beginn mit einer Abendandacht des Landesbischofs um 18.30 Uhr, anschließend Abendessen und Programm - mit "Zehn Fragen an den Bischof" - in der Johann-Philipp-Glock-Halle).

Am Samstagmorgen wird mit dem "Grünhof" in der alten Lokhalle in Freiburg über innovative Formen kirchlicher (Jugend-) Arbeit nachgedacht.

Am Sonntag werden Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Evangelischen Oberkirchenrat viele Gottesdiente des Kirchenbezirks von Müllheim bis Schluchsee gestalten. Der Landesbischof selbst wird die neu renovierte und neu gestaltete Petruskirche in Schluchsee zusammen mit der Ortspfarrerin Gabriele Heuß wieder in Dienst nehmen.

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Konzertante Chormusik 2019 unter der Leitung von Regionalkantor Horst K. Nonnenmacher

Das Regionalkantorat Müllheim bietet in diesem Jahr, neben Solo-, Kammerkonzerten, konzertanter Gottesdienstmusik und Kantatengottesdiensten, drei Chorprojekte an.

Das Chorprojekt Passion stellt in den Fokus ein Meisterwerk der empfindsamen Epoche, der musikalischen Übergangs- und Umbruchzeit zwischen Barock und Klassik. Das Passionsoratorium „Der Tod Jesu“ für Chor, Vokalsolisten und Orchesteraus dem Jahre 1755, komponiert von Carl Heinrich Graun (1703 – 1759), Kapellmeister in der Hofkapelle Friedrichs des Großen. Das Werk galt lange Zeit als eines der bedeutendsten Passionsoratorien nach der Bachschen Matthäuspassion, ein Auftragswerk der musikbeflissenen Prinzessin Amalia von Preußen. Die Proben finden statt zunächst montags ab dem 04.02.jeweils um 19.45 Uhr im Evang. Gemeindehaus Müllheim. Die Aufführung ist an Karfreitag, 19.04.2019, um 20.15 Uhr, in der Evang. Pauluskirche Badenweiler.

Unter dem Titel Praise the Lord – ein Gospelabend findet am Samstag, 06.07.2019, um 19.30 Uhr in der Evang. Stadtkirche Müllheim ein Konzertabend statt, das erstmalig der Bezirksgospelchor Taktlos ausrichtet. Das Chorprojekt Taktlos & Friends vereint Gastchöre und Solisten aus nah und fern. Eine geballte Ladung Gospelmusik, Traditionals, Gospelpop, auch Souliges und Jazziges.Neben Taktlosmit Liveband, wirken mit der Emmendinger Gospelchor "Soulvation“, die in der Regio beliebte Gospel- und Soulsängerin Angela Mink, die Chorformation „ChorArt“ aus Freiburg, unter der Leitung von Beata Veres-Nonnenmacher und nicht zuletzt der Ausnahmekünstler B. Free mit Ensemble. Eine Hommage an den Glauben zu Gott und voller Emotionen.

Wolfgang Amadeus Mozart – Requiem. Ein Konzertprojekt der Markgräfler Bezirkskantoreimit dem weltbekannten Werk in neuem Klangbild, einer Fassung des Mozart-Forschers Karl Marguerre Die durch den Mozart-Schüler Franz Xaver Süßmayr überlieferte Fassung wurde neu überarbeitet, ausgewählte musikalische Stellen neu ergänzt. Ebenso ist die Instrumentation des düster beginnenden Eingangssatzes unter die Lupe genommen worden, was sicherlich nicht Mozarts Absicht entsprach. Die bei Mozart üblichen Holzbläser wurden hier sowie in anderen Sätzen des Werkes klanglich erweitert, wo es sich anbot, was einer Aufhellung der Instrumentation an ausgesuchten Stellen entsprach und zudem die Aussage des liturgischen Textes unterstützt. Ein für Mozart typisches Klangbild entstand. Probenbeginn: Ende Mai 2019. Das Konzert findet statt am Volkstrauertag,17.11.2019, um 18.00 Uhr in der Evang. Stadtkirche Müllheim.

Für Projekt- und Gastsänger:Sie können direkt in die Probe kommen oder kontaktieren Sie zuvor dasRegionalkantorat, Ev. Pfarramt Müllheim, Tel.: 07631/366220. Auch unter E-Mail: nonnenmacher@ekbh.de. Info: www.ekbh.de/kirchenmusik

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